PMS: Bekommen Sie Ihr prämenstruelles Syndrom in den Griff!

14.12.2009 | T. P.

Bestimmt wollen auch die Männer alles über das prämenstruelle Syndrom und, wie es gelindert werden kann, wissen.

 

 

Das prämenstruelle Syndrom kann mehr als 200 Symptome verursachen. (jlp)

Das prämenstruelle Syndrom kann mehr als 200 Symptome verursachen. (jlp)

 

Prämenstruelles Syndrom ist die Bezeichnung für eine Reihe von Symptomen, die Frauen vor und während der Regelblutung verspüren. Die Anzahl der Symptome ist enorm, bis jetzt wurden schon über 200 gezählt.

Prämenstruelles Syndrom und die Symptome

Die häufigsten und problematischsten Symptome des prämenstruellen Syndroms sind die psychologischen. Frauen sind Gefühlschwankungen unterworfen, sie sind gereizt, angespannt und traurig. Sie erfahren Gefühlsschübe, vor allem negative Gedanken, sie können auf einen Schlag extrem traurig oder nervös werden. Einige bekommen Anfälle von Fresssucht oder es überkommt sie das Verlangen nach einem bestimmten Nahrungsmittel. Wegen der Gereiztheit werden sie sehr aggressiv, einige depressiv, müde und beklommen. Zu den Symptomen gehört auch ein erhöhtes sexuelles Verlangen in Verbindung mit Schlaflosigkeit.

Zu den psychologischen für das prämenstruelle Syndrom kommen noch körperliche Symptome hinzu, bei denen sich die Frage stellt, ob sie gar nicht nur eine Folge der psychologischen sind. Magenblähungen, Krämpfe, Muskel- und Gelenkschmerzen, Verschlechterung der bereits existierenden Haut- und Augenprobleme.

 

Das prämenstruelle Syndrom ist oft für die Verschlechterung der bereits existierenden Haut- und Augenprobleme verantwortlich. (jlp)

Das prämenstruelle Syndrom ist oft für die Verschlechterung der bereits existierenden Haut- und Augenprobleme verantwortlich. (jlp)

 

Wodurch wird das prämenstruelle Syndrom verstärkt?

Es ist schwer, eine einheitliche Beschreibung und eine wirksame Behandlung zu erarbeiten, weil nicht alle Frauen an dem prämestruellen Syndrom leiden. Die Behandlung konzentriert sich vor allem auf die Verhinderung der Symptome. Jede Frau kennt ihren Körper und seine Reaktionen am besten. Es gibt aber ein paar Risikofaktoren, die bei den meisten Frauen das prämenstruelle Syndrom auslösen oder verstärken. Dazu zählen zu große Mengen an Kaffee, Stress, Alter, Depressionen, Tabak, Vitaminmangel. Sicher ist bislang nur, dass das prämenstruelle Syndrom erblich ist, also durch die Gene bestimmt wird. Eineiige Zwillinge sind fast doppelt so stark dem prämenstruellem Syndrom unterworfen als zweieiige Zwillinge.

Wie kann man die Symptome des prämenstruellen Syndroms lindern?

Meist hilft eine Änderung des Lebensstils. Regelmäßige körperliche Betätigung und richtige Ernährung tun da oft Wunder. Das Geheimnis liegt im Endorphinspiegel im Körper und nicht im Hormonspiegel, wie das oft fälschlicherweise angenommen wird. Messungen der Hormone (männlicher und weiblicher) zeigen, dass es während des prämenstruellen Syndroms zu keinen nennenswerten Veränderungen kommt.

 

Während des PMS sollten Sie viel Kalzium, Magnesium, Zink und Vitamin E zu sich nehmen. (jlp)

Während des PMS sollten Sie viel Kalzium, Magnesium, Zink und Vitamin E zu sich nehmen. (jlp)

 

Selbsthilfe und Behandlung bei schweren Fällen des prämenstruellen Syndroms

Mindestens 40 Prozent der Frauen mit PMS leidet an einem Mangel an Beta-Endorphinen. Endorphine sind Neurotransmitter, die für ein gutes Befinden sorgen. Eine höhere Konzentration im Körper wird gerade durch regelmäßige körperliche Betätigung und richtige Ernährung erreicht. Sie können es mit Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmittel versuchen. Kalzium, Vitamin E, B6, Magnesium, Niacin, Zink, Primelöl … In richtig schweren Fällen verschreibt der Arzt auch Medikamente – meist eine Hormontherapie oder Antidepressiva (SSRI). Weil sich die Symptome von Frau zu Frau unterscheiden, müssen Sie Ihrem Körper zuhören und experimentieren. Das prämenstruelle Syndrom verschwindet erst mit der Menopause, deshalb gilt es, die negativen Auswirkungen von PMS so gut wie möglich zu bekämpfen. Das prämenstruelle Syndrom kann zu Depressionen führen, um die negativen Auswirkungen auf unsere Beziehungen und das Leben im Allgemeinen gar nicht zu erwähnen. Lassen Sie sich über die Art der Behandlung des prämenstruellen Syndroms von Ihrem Arzt oder Gynäkologen beraten.

 



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