Polyzystisches Ovarialsyndrom als Ursache für Körperveränderungen
Haben Sie grundlos an Gewicht zugenommen? Das polyzystische Ovarialsyndrom kann dafür die Ursache sein.
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) kann ungewöhnliche körperliche Veränderungen zur Folge haben. (PhotoXpress)
Wenn Sie trotz gesunder Ernährung, Sport und unverändertem Lebensstils auf einmal an Gewicht zugenommen haben, geht vielleicht etwas Tiefgründigeres in Ihrem Körper vor sich. Am wahrscheinlichsten liegt die Ursache in einem hormonellen Ungleichgewicht, das auch zur Unfruchtbarkeit führen kann. Es ist die Rede vom polyzystischen Ovarialsyndrom. Dieses Syndrom umfasst gleich drei größere Teilgebiete der Medizin: die Gynäkologie, die Endokrinologie und die Dermatologie. In den meisten Fällen kann man es mit einer hormonellen Empfängnisverhütung in den Griff bekommen.
Ursache für das polyzystische Ovarialsyndrom
Die Ursache für das polyzystische Ovarialsyndrom sind das Ausbleiben der Ovulation und der Hyperandrogenismus (Überproduktion der männlichen Hormone). Die Eierstöcke sind größer und enthalten eine Vielzahl von kleinen unreifen Follikeln, die nicht reif werden können und sich in Zysten verwandeln. Ähnlich sehen die Eierstöcke auch im Fall von multifollikularen Eierstöcken aus, die jedoch durch kein Ausbleiben der Ovulation und keine Unfruchtbarkeit begleitet werden.
Symptome für das polyzystische Ovarialsyndrom
Das polyzystische Ovarialsyndrom verursacht ernsthafte Ovulationsstörungen, da sich die Follikel nicht normal entwickeln. Die Menstruation ist unregelmäßig oder bleibt aus. Typisch ist eine übermäßige Körperbehaarung und in Ausnahmefällen auch viele andere Ähnlichkeiten mit einem Mann (kleine Brüste, viel Muskelmasse, eine tiefe Stimme, Kahlheit). Zusätzliche Anzeichen sind außerdem Übergewicht und Akne sowie Oligomenorrhoe und Amenorrhoe. Für eine Diagnosestellung reichen ein Ultraschall und ein Abtasten nicht aus. Es müssen auch Blutuntersuchungen durchgeführt werden, die einen erhöhten Androgenwert und LH-Quotienten, der höher als der FSH-Quotient ist, bestätigen.
Behandlung des polyzystischen Ovarialsyndroms
Das polyzystische Ovarialsyndrom wird mit Tabletten und einer hypokalorischen Diät behandelt, die sowohl das Körpergewicht als auch den Androgen- und Insulinspiegel senkt. Manchmal reicht schon allein die Diät aus, damit sich die Ovulation erneut einstellt. In Fällen von erhöhtem Insulinspiegeln auch Tabletten, die das Insulinniveau regulieren. Wenn sich die Frau für eine Behandlung entscheidet, darf sie in dieser Zeit nicht schwanger werden, da die androgenhaltigen Medikamente die Entwicklung des Fötus negativ beeinflussen könnten. Im Fall einer gewünschten Schwangerschaft werden Medikamente zur Auslösung der Ovulation benutzt, Clomifen und Gonadotropin. Sollten diese Medikamente keine Wirkung zeigen, wird eine Bauchspiegelung durchgeführt, die eine zwischen 70 % bis 80 % positive Wirkung hat.































