Postorgastische Depression: Verstimmtheit nach dem Sex
Sind Sie traurig oder depressiv nach dem Orgasmus? Vielleicht leiden Sie an postorgastischer Depression!
Die postorgastische Depression wurde erst vor Kurzem entdeckt. (PhotoXpress)
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Sex in seltenen Fällen eine Depression hervorrufen kann. Die Gesamtheit der Symptome, an denen Männer nach einem Orgasmus leiden, wurde unter dem Begriff postorgastische Depression zusammengefasst.
Die größte Autorität in diesem Bereich ist der dänische Arzt Dr. Marcel Waldinger, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Neurosexologie an der Klinik in Leyenburg. Obwohl schon sehr viel über die postorgastische Depression geschrieben und geredet wird, bleiben viele Punkte noch offen. Die postorgastische Depression ist bestimmt auch keine neue Erscheinung, sie erregte lediglich jetzt die Aufmerksamkeit der Fachwelt.
Die angenehme Müdigkeit nach dem Sex ist noch keine postorgastische Depression
Der Orgasmus löst im Körper viele chemische Veränderungen aus, die den Mann entspannen und müde machen. Dies ist alles normal und noch keine postorgastische Depression.
Die Symptome der postorgastischen Depression treten ungefähr eine halbe Stunde nach dem Orgasmus auf und können bis zu fünf Tage andauern. Zusammengefasst und vereinfacht gleichen die Symptome der postorgastischen Depression den Grippesymptomen: schwere Müdigkeitserscheinungen, Kältezustand kurz nach dem Orgasmus und Fieber nach einigen Tagen, Konzentrationsverlust, Kopfschmerzen, Benommenheit, Durchfall.
Ist die postorgastische Depression nur ein Mythos?
Die postorgastische Depression kommt bei sonst gesunden Männern ohne Herzprobleme, mit normalen Testosteron- und Kortisolwerten vor. Auch die Libido ist normal. Unregelmäßigkeiten sind lediglich an der Schilddrüse zu erkennen, die zu wenig Hormone ausscheidet. Psychsomatische Ursachen konnten bislang noch nicht ausgeschlossen werden. So auch nicht eine allergische Reaktion. Die Symptome könnten auch durch ein Ungleichgewicht im Gehirn ausgelöst werden. Einige Wissenschaftler versuchen, die Symptome der postorgastischen Depression nach dem Orgasmus mit einem Endorphinmangel zu erklären.
Was können Männer gegen die postorgastische Depression unternehmen?
Weil die Forschungen in diesem Bereich noch sehr jung sind, können nur wage Vermutungen über deren Lösungen aufgestellt werden. Auf jeden Fall haben die Orgasmusprobleme die meisten Männer dazu gebracht, auf Sex zu verzichten. Doch die Ärzte raten zu Techniken, bei denen es zu keinem Samenerguss kommt. Eine Behandlung mit Medikamenten zeigte bislang keinen Erfolg, weil dadurch nur bestimmte Symptome und nicht alle behandelt wurden. Viele Symptome können gelindert werden, wenn der Mann auf Zucker verzichtet. Andere Ärzte raten zur Stärkung des Immunsystems.































