Praktizieren Sie Safersex?
Safersex ist viel mehr als nur das Benutzen eines Kondoms beim Vaginalverkehr. Das sollten Sie nicht verpassen!

Mit Safersex beugt man gegen Geschlechtskrankheiten vor oder verhindert eine Schwangerschaft. (PhotoXpress)
Was bedeutet Safersex?
Wenn man Safersex oder geschützter Sex hört, denken normalerweise alle zuerst an Sex, bei dem man sich mit der Absicht schützt, um mit keiner Geschlechtskrankheit angesteckt zu werden, wie zum Beispiel Gonorrhöe, Syphilis oder AIDS. Dieser Schutz ist für gewöhnlich mechanisch, in den meisten Fällen demnach ein Kondom für die Frau oder den Mann, das beim Geschlechtsverkehr den Kontakt zwischen der Schleimhaut und den Körperausscheidungen verhindert, wodurch es zu einer Infektion kommen könnte. Andererseits bedeutet Safersex auch Sex, bei dem eine ungewollte Schwangerschaft verhindert wird. Der Schutz, der für solche Fälle vorgesehen ist, schützt jedoch nicht immer vor Geschlechtskrankheiten. Ein Kondom ist zum Beispiel ziemlich wirkungsvoll beim Schutz gegen Geschlechtskrankheiten und bei der Empfängnisverhütung, wogegen die Methode Coitus interruptus, bei der der Mann seinen Penis vor dem Erguss aus der Scheide zieht, überhaupt keinen Schutz gegen Geschlechtskrankheiten bietet.
Wie hat man Safersex?
Heutzutage wird weltweit viel Aufmerksamkeit der Verhütung von Infektionen mit dem HIV-Virus gewidmet, das AIDS verursacht. Um eine Infektion mit diesem unheilbaren Virus zu verhindern, ist es überaus wichtig, Safersex zu praktizieren. HIV wird nämlich größtenteils durch Geschlechtsverkehr übertragen, bei dem die Schleimhaut mit den Körperausscheidungen in Kontakt kommt. Das ist jedoch nicht der einzige Ansteckungsweg. Deswegen ist es gut, groben Sex, bei dem es zu einer Blutung kommen könnte, zu vermeiden, da HIV auch über das Blut übertragen wird. Beim Analverkehr ist das Infektionsrisiko etwas größer, da das Anusgewebe sehr empfindlich ist und schnell reißen kann, womit der Weg für das Virus in den Körper geschaffen wird. Auch dieses Risiko kann mit einem Kondom einfach vermieden werden. Es sollten gleichzeitig jedoch keine Gleitmittel auf Ölbasis benutzt werden, da diese das Latex beschädigen können. Benutzen Sie lieber Gleitmittel auf Wasserbasis. Auch beim Oralverkehr kann es zu Infektionen kommen, das Risiko ist jedoch etwas geringer. Deswegen empfiehlt es sich auch da Safersex zu praktizieren und eine Art Barriere zu benutzen – entweder ein Kondom oder einen medizinischen Handschuh aus Latex, wenn die Frau oral befriedigt wird.

Die Masturbation ist die sicherste Form von Safersex.
Safersex geht auch anders
Beim Sex, bei dem es zu einer Penetration kommt, entweder analer oder vaginaler, ist das Risiko einer Infektion mit einer Geschlechtskrankheit immer vorhanden. Aus diesem Grund können Sie sich auch für die etwas sicheren Formen von Sex entscheiden, bei denen es zu keiner Penetration kommt. Auf diese Weise bleibt das Risiko einer Infektion sehr gering beziehungsweise bleibt bei einigen Maßnahmen ganz aus. Die Masturbation ist sicherlich die sicherste Form von Safersex, zumindest solange nur die eigenen Geschlechtsorgane stimuliert werden. Schon vorsichtiger sollte man bei wechselseitiger Masturbation sein. Theoretisch könnte man sich anstecken, wenn die Körperausscheidungen mit einer kleinen Wunde in Kontakt kämen, die man in dem Moment an der Hand oder den Fingern hätte. Relativ sicher ist auch Sex mit erotischem Spielzeug und Hilfsmitteln, wie dem Dildo oder dem Vibrator. Falls das Spielzeug von mehreren Menschen benutzt wird, ist es besser, vor dem Gebrauch ein Kondom überzustreifen. Wirklich zuverlässige Arten von "Safersex" sind der Telefonsex und der Cybersex, bei dem es eigentlich zu keinem Körperkontakt kommt und dadurch auch kein Infektionsrisiko besteht.
Safersex entfällt, wenn Sie treu sind und in einer monogamen Beziehung leben
Trotz der aufgezählten Gefahren, die offensichtlich jedes Mal auf einen lauern, wenn man keinen Safersex hat, braucht man sich dem Sex nicht zu entsagen, obwohl einige Menschen als einzigen sicheren Schutz vor Geschlechtskrankheiten die Abstinenz empfehlen. Relativ sicher können Sie sich fühlen, wenn Sie in einer monogamen Beziehung leben. Weil man jedoch im gegebenen Fall nur von der eigenen Treue sicher sein kann, empfiehlt es sich, ab und zu einen Test zu machen, um sich von der eigenen Gesundheit zu überzeugen. Falls Sie jedoch ein Leben im Stile von Casanova bevorzugen, sollten Sie wirklich immer Safersex praktizieren. So gibt es dann auch keinen Grund zur Sorge.























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