Resistente Gonorrhö-Keime Gefahr für ganze Weltbevölkerung?

18.07.2011 | A. P.

Wissenschaftler warnen vor einer mutierten Gonorrhö-Bakterie, die resistent gegen die üblichen Antibiotika ist.

 

 

Gonorrhö H041

Gonorrhö ist eine Geschlechtskrankheit, welche unbehandelt auch zum Tod führen kann.

 

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Wissenschaftler behaupten, eine gegen alle üblichen Antibiotika resistente Bakterie, die die Geschlechtskrankheit Gonorrhö auslöst, gefunden zu haben. Sollten die pessimistischsten Prognosen wahrwerden, könnte sich die Geschlechtskrankheit zu einer weltweiten Epidemie entwickeln, und somit die Leben aller Menschen auf dem Erdball gefährden.

In Japan werden die ersten Kranken behandelt

Der neue resistente Bakterienstamm H041 wurde in Japan entdeckt, wo Ärzte gezwungen waren, nicht getestete Arzneimittel anzuwenden, um die Kranken behandeln zu können.

Magnus Unemo vom schwedischen Referenzlabor für pathogene Neisseria, der mit seinen Forscherkollegen aus Kyoto die mutierte Bakterie entdeckt hatte, meinte, dass die Lage ernst sei. Die Forschungen am neuen Bakterienstamm zeigten, dass dieser auch gegen die neuesten zur Behandlung von Gonorrhö benutzten Medikamente resistent sei.

"Seit den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als die ersten Versuche der Behandlung von Gonorrhö mit Antibiotika Erfolg zeigten, weist die Bakterie eine bemerkenswerte Fähigkeit auf, sich gegen sämtliche Wirkstoffe zu wehren, die es kontrollieren sollen", fügte er noch hinzu.

Wird Gonorrhö nicht behandelt, kann sie tödlich enden

Gonorrhö ist eine Geschlechtskrankheit, welche unbehandelt eine Beckenentzündung, Bauchhöhlenschwangerschaft oder Unfruchtbarkeit bei Frauen auslösen kann. Bei Männern löst sie eine Hodenentzündung aus, die zu Unfruchtbarkeit führen kann. Sollte sich die Krankheit jedoch ins Blut oder die Gelenke ausbreiten, kann sie tödlich sei. Gonorrhö, oder auch Tripper genannt, ist bei jungen Menschen zwischen 16 und 24 Jahren am meisten verbreitet.

Wissenschaftler warnen jetzt, dass die Bakterie kombiniert mit zwei oder mehr Antibiotika behandelt werden muss, womit ihre Resistenzfähigkeit eingedämmt werden soll. Schwedische Forscher sind jedoch der Meinung, dass sich die Bakterie trotz kombinierter Behandlungsmethode in den nächsten zehn Jahren über die ganze Welt verbreiten kann.

 

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