Riesige Brüste wegen Pubertätsmakromastie
Die Pubertätsmakromastie ist eine Krankheit, bei der die Brüste in der Pubertät plötzlich extrem wachsen.
Wenn die Brüste zu schnell und extrem wachsen, reden wir von der Pubertätsmakromastie.
Pubertätsmakromastie nach der ersten Menstruation
Wenn die Brüste kurz nach der ersten Menstruation extrem schnell wachsen, dann ist von der Pubertätsmakromastie die Rede. Es sind auch andere Formen der Makromastie bekannt: Die Brüste können sich auch in der Kindheit, zum Ende der Schwangerschaft oder als Symptom einer anderen Erkrankung extrem vergrößern. Die Pubertätsmakromastie ist eine Folge der großen hormonellen Umstellungen in der Pubertät, der Körper reagiert nämlich überempfindlich auf die Hormone Östrogen und Progesteron. Die Brüste wachsen oft unterschiedlich schnell und sind deshalb sehr asymmetrisch. Das schnelle Wachstum verursacht Hautveränderungen, es kommt zu Rötungen und Juckreiz, die Brüste schmerzen. Eine Brust kann bis zu 9 kg wiegen. Der erste Fall der Pubertätsmakromastie wurde im Jahr 1670 dokumentiert. Da eine Brust der Patientin ganze 29 kg wog, starb sie 4 Monate nach dem Ausbruch der Krankheit. Das Wachstum schreitet in manchen Fällen sehr schnell voran, es kann aber auch konstant bleiben und nur langsam voranschreiten. Außer den Brüsten wachsen in der Regel auch die Brustwarzen und in Ausnahmefällen sogar die Klitoris.
Probleme der Mädchen mit Pubertätsmakromastie
Patientinnen, die an der Pubertätsmakromastie leiden, haben mit vielen Problemen zu kämpfen. Außer der Brustschmerzen leiden sie noch an Atemnot, Kopf-, Hals- und Rückenschmerzen, sie verspüren ein Kribbeln in den Fingern, die BH-Träger schneiden sich in ihre Haut, die Haut unter der Brust entzündet sich und sie haben Probleme mit der Blutzirkulation.
Die Pubertätsmakromastie ist häufig unilateral.
Mädchen mit Pubertätsmakromastie erregen viel Aufsehen, wodurch auch ihre Psyche leidet. Sie finden nur schwer einen passenden BH, alle Tops sind ihnen zu klein, sie können keinen Sport treiben usw. Viele betroffene Mädchen leiden an Anorexie oder Bulimie, weil sie glauben, ihre Brüste würden dadurch schrumpfen. Die Pubertätsmakromastie ist häufig unilateral, das heißt, dass nur eine Brust extrem wächst.
Falls die Pubertätsmakromastie nicht zu weit voranschreitet, ist ein normales Leben trotzdem möglich.
Wie wird Pubertätsmakromastie behandelt?
Die Pubertätsmakromastie kann mit keiner Therapie behandelt werden, eine Operation ist die einzige Möglichkeit. Dabei wird mindestens 0,5 kg Fett- und Drüsengewebe entfernt.
Eine Brustverkleinerung wird im Normalfall nur an voll entwickelten Brüsten durchgeführt. Falls die Frau noch stillen möchte, wird vom Eingriff abgeraten.

































