Sagen Sie dem PMS-Syndrom den Kampf an
Viele Frauen leiden vor der Menstruation an dem PMS-Syndrom. Was kann man dagegen tun?
Völlegefühl ist ein typisches Symptom des PMS-Syndroms. (PhotoXpress)
Mehr zum Thema PMS finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
Was ist das PMS-Syndrom?
Das PMS-Syndrom (auch prämenstruelles Syndrom genannt) sind Beschwerden, die ungefähr eine bis zwei Wochen vor der Regelblutung auftreten. Die genaue Ursache ist zwar immer noch nicht endgültig geklärt, das PMS-Syndrom ist jedoch höchstwahrscheinlich auf Veränderungen des Hormongleichgewichts im Körper der Frau zurückzuführen. Ungefähr in der Mitte des Menstruationszyklus steigt der Progesteronspiegel an und kurz vor der Menstruation sinkt er wieder ab. Gleichzeitig sinkt auch der Östrogenspiegel. Das PMS-Syndrom kann auch von anderen Faktoren beeinflusst werden, wie Stress und Schlafmangel. Einige Frauen haben kein PMS-Syndrom, wiederum andere werden von sehr heftigen Beschwerden geplagt, die ihre Lebensqualität einschränken. Die gute Nachricht ist, dass man die Beschwerden des PMS-Syndroms selbst lindern kann.
Symptome des PMS-Syndroms
Das häufigste Symptom des PMS-Syndroms sind Stimmungsschwankungen. Manche Frauen sind in dieser Zeit sehr reizbar und schlecht gelaunt, andere sind jedoch sehr emotional und brechen bei jeder Gelegenheit in Tränen aus. Ein weiteres Symptom des PMS-Syndroms ist der Heißhunger auf Süßigkeiten. Durch Wasseransammlung im Gewebe ist der gesamte Körper aufgebläht. Es kommt oft zu Hautveränderungen, die Frau bekommt Pickel oder Akne. Da diese Symptome nicht unbedingt das PMS-Syndrom ankündigen (vielleicht sind Sie auf jemanden wütend und deswegen reizbar), sollten Sie ein Tagebuch über Ihre Menstruationszyklen und die auftretenden Symptome führen. Wenn Sie merken, dass einige Symptome jeden Monat vor der Menstruation auftreten, handelt es sich dabei wahrscheinlich um das PMS-Syndrom.
Wie kann ich selbst die Beschwerden des PMS-Syndroms lindern?
Auch wenn Sie mit Sicherheit wissen, dass die Ursache Ihrer Beschwerden das PMS-Syndrom ist, müssen Sie nicht gleich zu Schmerzmitteln oder Antidepressiva greifen. Verändern Sie zuerst Ihren Lebensstil:
- essen Sie faserreiche komplexe Kohlenhydrate (Vollkornprodukte anstatt Weißmehlprodukte);
- meiden Sie fettreiche Lebensmittel und Süßigkeiten;
- meiden Sie ein paar Tage vor der Menstruation zu salziges Essen, da es Wasser bindet;
- trinken Sie viel Wasser;
- trinken Sie kein Koffein, da es nervös macht;
- nehmen Sie mindestens sechs Mahlzeiten am Tag zu sich, da Sie dadurch den Blutzucker konstant halten und den ganzen Tag voller Energie sind;
- nehmen Sie genug Kalzium zu sich;
- treiben Sie täglich mindestens eine halbe Stunde Sport;
- sorgen Sie für genügend Schlaf, damit Sie voller Energie in den Tag gehen können;
- meiden Sie zu viel Stress;
- trinken Sie keinen Alkohol.
Wenn Sie diese Tipps befolgen, werden die Beschwerden des PMS-Syndroms schnell abklingen. Falls nach einigen Monaten noch immer keine Besserung eingetreten ist, obwohl Sie Ihr Leben umgestellt haben, und die Beschwerden so stark sind, das in diesen Tagen Ihre Lebensqualität eingeschränkt ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
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