Sexualität von Menschen, die an Weichteilrheumatismus leiden
Wie werden Schmerzen, die Folge von Weichteilrheumatismus sind, verringert und die Sexualität für beide angenehm und befriedigend gemacht?
Ein offenes Gespräch über Weichteilrheumatismus ist wichtig, damit sich die Partner nicht auseinanderleben. (jlp)
Was ist Weichteilrheumatismus?
Der Weichteilrheumatismus ist nicht mit Fibromyalgie gleichzusetzen. Beim Weichteilrheumatismus spürt der Betroffene normalerweise einen verbreiteten Schmerz in den Muskeln und in den Bändern am ganzen Körper, anfangs kann aber auch nur ein Bereich des Körpers schmerzen. Später breitet sich der Schmerz auch auf die anderen Körperbereiche aus. Die Betroffenen beschreiben den Schmerz ganz unterschiedlich, einige als glühend oder brennend, andere als ziehend oder, wie in den meisten Fällen, als eine Steifheit. Ungefähr 90 % der Menschen, die an Weichteilrheumatismus leiden, klagen über mäßige oder starke Erschöpfungszustände und verringerte körperliche Leistungsfähigkeit, die Mattigkeitszustände sind manchmal mit einer Grippe oder Schlafmangel vergleichbar. In einigen Fällen stellen sie sogar mehr Probleme als die Schmerzen dar. Die Stimmung von Weichteilrheumatismus-Patienten ist wechselhaft, sie fühlen sich am Boden zerstört, niedergeschlagen, besorgt um ihre Zukunft und beklemmt; jedoch sind nur 30 % der Patienten wirklich depressiv. Bei Weichteilrheumatismus kommen häufig auch eine schmerzvolle Menstruation und Probleme vor der Menstruation vor. In der Vergangenheit wurde Weichteilrheumatismus viel zu oft als eine Geistesstörung behandelt, den Patienten kann noch immer eine falsche Diagnose gestellt werden – Depression.
Vom Weichteilrheumatismus sind sowohl der Patient als auch sein Partner betroffen. (jlp)
Wie kann die Sexualität trotz Weichteilrheumatismus angenehm gemacht werden?
Im Fall von Weichteilrheumatismus beeinträchtigen mehrere Faktoren die Sexualität: Schmerzen, Müdigkeit, Depressionen, Tabletten. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch der Patient selbst und sein Partner und die Umstände, wie sie den Weichteilrheumatismus aufnehmen.
Sie sollten immer viele Kissen und andere Polster zum Unterlegen und Aufpolstern zur Hand haben. Der Ort, an dem Sie Sex haben, sollte wirklich weich und bequem sein. Schmerzen können zu Frustrationen führen, die dem Menschen die Lust auf Sex rauben. Die Sexualität wird Ihnen ein bisschen mehr Planung abverlangen, da Sie Ihre Energie über den ganzen Tag sammeln werden müssen, um am Abend richtig entspannen zu können. Zwingen Sie sich zu nichts, da der Unmut beim Sex größer sein kann als die Zufriedenheit.
Obwohl Ihnen die eigene Unzufriedenheit, Wut und Depressionen zu schaffen machen, sollten Sie versuchen, den Partner zu verstehen. Auch sein Leben hat sich mit der Diagnose: Weichteilrheumatismus verändert. Sprechen Sie sich über Ihre Ängste aus. Verständnis ist einer der Schritte auf dem Weg zu einer besseren Sexualität. Nur wenn Ihr Partner versteht, was Sie durchmachen, kann er sich richtig auf Sie einstellen.
Eine weiche und angenehme Unterlage erleichtert die Unannehmlichkeiten beim Sex. (jlp)
Weisen Sie den Partner nicht zurück!
Auch wenn Sie sich vielleicht manchmal wertlos fühlen, sollten Sie Ihren Partner nicht zurückweisen. Daraus resultieren nur Wut und ein Gefühl der Unattraktivität bei beiden. Manchmal muss der Partner des an Weichteilrheumatismus Leidenden eine aktivere Rolle in der Sexualität übernehmen.
Entspannung ist sehr wichtig, da sie die Schmerzen verjagt. Versuchen Sie es mit einer Massage oder einem heißen Bad. Ein entspannter Körper ist wichtig, da die meisten Patienten die wirklichen Folgen von Sex erst am nächsten Tag spüren. Beim Geschlechtsverkehr kommt es zu Muskelschwund, was sehr unangenehm sein kann und die Sexualität wird mit negativen Gefühlen verbunden und schließlich vermieden. Wenn Sie fühlen, dass Sie nicht ausreichend entspannt sind, sollten Sie den Körper nicht belasten. Morgen ist auch noch ein Tag.
Entspannen Sie mithilfe von Lachen, einer Massage oder einem Bad. (jlp)
Auch bei Weichteilrheumatismus gilt: Lachen ist die beste Medizin
Neben der Massage und einem heißen Bad hilft auch Lachen, den Stress und die Anspannung abzubauen. Lachen kann die Wand des Schweigens und der Angst durchbrechen, die durch Weichteilrheumatismus entstanden ist. Andererseits hilft auch Sex gegen den Schmerz, da er Hormone freisetzt. Auch wenn Sie keinen Orgasmus erleben, werden Endorphine freigesetzt, die den Körper entspannen. Mit Tantrasex vertiefen Sie Ihre Beziehung und lernen Ihren Körper besser kennen, was bei kranken Menschen von besonderer Wichtigkeit ist.

































