Sollte eine Beschneidung bei allen Männern Pflicht sein?

7.11.2011 | Izabela M

Die Beschneidung der Penisvorhaut soll die Ansteckungsgefahr von gleich drei gefährlichen Geschlechtskrankheiten mindern.

 

 

Beschneidung

Durch die Beschneidung soll der Mann einem niedrigeren AIDS-Risiko ausgesetzt sein. (PhotoXpress)

 

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Vor welchen Geschlechtskrankheiten soll eine Beschneidung schützen?

Bei beschnittenen Männern soll das Risiko einer Ansteckungsgefahr mit dem Humanen Papillomvirus (HPV), dass als Erreger von Gebärmutterkrebs und von Genitalwarzen bekannt ist, um 35 Prozent niedriger sein als bei Männern ohne Beschneidung. Auch das Risiko einer Ansteckung mit Genitalherpes soll bei beschnittenen Männern um 30 Prozent niedriger als bei unbeschnittenen Männern liegen. In Afrika durchgeführte Studien haben gezeigt, dass sogar 60 Prozent aller beschnittenen Männer einem niedrigeren AIDS-Risiko ausgesetzt sind. Über die angesprochenen, in Afrika durchgeführten Studien, berichtet das New England Journal of Medicine, dessen Artikel nach die Beschneidung der Penisvorhaut weiterhin die Ansteckungsgefahr von gleich drei Geschlechtskrankheiten mindern soll. Diese Feststellung wird von einer gegenwärtigen, in Uganda durchgeführten Studie gestützt.

Amerikanische Experten befürworten die Beschneidung

Obwohl rund um die Welt nur etwa 30 Prozent aller Männer beschnitten sein sollen, gibt es in den USA gleich 80 Prozent jener, deren Penisvorhaut beschnitten wurde. Ein internationales Forscherteam gibt an, dass eine Beschneidung, also das Entfernen der Penisvorhaut, eine allgemein gängige Praxis zur Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten bei Heterosexuellen sein sollte. Sie fahren fort, dass es sich dabei natürlich nur um einen Teilschutz handele, es sei jedoch unumgänglich, alles dafür zu tun, dass Safer Sex im Unterbewusstsein eines jeden Menschen verankert sein würde. Das Risiko, mit einer Geschlechtskrankheiten angesteckt zu werden, liegt bei Männern ohne Beschneidung weiterhin höher.

Weshalb und wie eine Beschneidung das Risiko, mit Geschlechtskrankheiten angesteckt zu werden, mindert, ist noch nicht völlig klar. Experten meinen diesbezüglich jedoch, dass es gerade die Penisvorhaut ist, die für das Humane Papillomvirus (HPV) und für Herpes am empfänglichsten ist. Die Studie wurde unter der Leitung des National Institutes of Health durchgeführt. Die nachfolgenden Studien sollen darauf ausgerichtet sein, festzustellen, ob eine Beschneidung der Penisvorhaut auch die Ansteckungsgefahr bei Sexualpartnerinnen mindert.

 

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