Stillen ist keine natürliche Verhütungsmethode!
Mit Stillen kann nicht verhütet werden! Während der Stillzeit sind Sie nicht unfruchtbar, Sie sind nur weniger fruchtbar.
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Es existieren viele Mythen, die meisten davon sollten aber nicht ernst genommen werden. Einige von ihnen sind unbegründet, sie beziehen sich jedoch auf ernste Themen, die starke Folgen nach sich ziehen können.
Stillen ist KEINE natürliche Verhütungsmethode!
Einem der Mythen, über den wir heute sprechen möchten, wird Jamie Spears sicherlich nicht mehr glauben. Sie wurde zum zweiten Mal schwanger, weil sie gedacht hat, dass sie das während der Stillzeit nicht werden kann. Fehler! Die allgemeine Überzeugung ist aber nicht ganz ohne wissenschaftliche Grundlage. Es stimmt, dass während der Stillzeit das Hormon Oxytozin freigesetzt wird, das auch bei der Geburt freigesetzt wird und für die Produktion der Muttermilch wichtig ist. Es stimmt auch, dass dieses Hormon die Zeugungsfähigkeit senkt. Aber nicht völlig – es verringert lediglich die Möglichkeit schwanger zu werden.
Frauen, die mit Stillen kontrollieren, wann ihr nächstes Kind zur Welt kommen soll, sind nicht selten. Sich an diese Methode zu halten, ist jedoch so sicher, als wenn man sich an die (un)sicheren bzw. (un)fruchtbaren Tage des Menstruationszyklus hält. Einige begründen diese Logik damit, dass die Natur in den ersten Monaten nach der Geburt schon dafür sorgen wird, dass man nicht schwanger wird, weil die Bedürfnisse des Neugeborenen gestillt werden sollen. Die Natur hat sicherlich ihre Gesetzmäßigkeiten, aber sie spielt auch oft mit uns. In den meisten Fällen kann es klappen – aber finden Sie das Risiko nicht trotzdem zu hoch?
Wann ist das Risiko einer Schwangerschaft am höchsten?
Wenn Sie sich trotzdem für diese Methode der natürlichen Empfängnisverhütung entscheiden, müssen Sie einige Leitlinien konsequent befolgen. Zur Zuverlässigkeit der Methode trägt der Zeitabstand zwischen dem Stillen entscheidend bei – ist dieser zu groß, ist die Methode unzuverlässig (wenn Sie das Kind die ganze Nacht nicht Stillen, ist ihr Schutz nicht so effektiv). Nicht nur der Zeitabstand ist wichtig, auch die Dauer – wenn Sie eine kürzere Zeit Stillen, sind Sie weniger geschützt. Geben Sie ihrem Kind noch andere Nahrung als die Muttermilch, ist die Methode nicht mehr so zuverlässig. Bekommt das Kind wenigstens 85 % Ihrer Milch – es bekommt fast ausschließlich Ihre Milch – sind Sie vor einer Schwangerschaft geschützt. Werden jedoch mehr als 15 % von anderer Nahrung dazugegeben, ist ihr Schutz wieder gefährdet.
Wenn Sie mit dem Stillen aufhören oder es verringern, sollten Sie auch wieder die Regel bekommen – ein ziemlich zuverlässiges Zeichen dafür, dass Sie fruchtbar sind. Außerdem ein guter Hinweis ist, dass Sie die Ovulation schon vor Ihrer ersten Regel bekommen, was bedeutet, dass Sie schon davor fruchtbar sind.
Auch wenn behauptet wird, dass die Methode zu 98 % sicher ist, zeigt die Realität ein anderes Bild. Wenn Sie also kein weiteres Kind planen, sollten Sie sich während der Stillzeit zusätzlich schützen – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
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