Vaginale Infektion: Wie kann frau sie verhindern?
Eine vaginale Infektion bedeutet unangenehmen Juckreiz und Schmerzen. Wir verraten Ihnen, wie eine vaginale Infektion verhindert oder bewältigt werden kann.
Eine vaginale Infektion ist nicht das Ende der Welt! (PhotoXpress)
Mehr über die vaginale Infektion finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
Vaginale Infektion: Intimpflege
Sowohl übertriebene als auch vernachlässigte Intimhygiene schaden der Vagina. Die Wahl der falschen Seife (parfümiert oder mit zu hohem pH-Wert) kann eine vaginale Infektion auslösen. Der ideale pH-Wert der Scheide liegt zwischen 3,8 und 5, weswegen auch der pH-Wert der Intimseife nicht höher liegen sollte. Doch ungeachtet des entsprechenden pH-Wertes sollte mit dem Gebrauch der Seife nicht übertrieben werden. Die Vagina wird mit den Intimprodukten nicht ausgespült, diese werden lediglich für die äußere Anwendung benutzt. Da sich die Vagina von alleine reinigt, sollte Seife nicht zu häufig benutzt werden. Das Waschen mit Seife einmal pro Tag oder noch seltener reicht vollkommen aus, ansonsten sollte die Vagina mit Wasser gereinigt werden.
Vaginale Infektion: Rasur im Intimbereich
Damit es zu keiner vaginalen Infektion kommt, sollte die Frau auch bei der Rasur des Intimbereichs sehr vorsichtig sein. Die empfindliche Schleimhaut der Vagina kann sich schnell entzünden, weswegen der Rasierschaum nicht in die Vagina gelangen darf bzw. das Depilationszubehör sollte bei Bedarf gewechselt werden.
Vaginale Infektion: Unterwäsche
Ziehen Sie nach dem Waschen entsprechende Unterwäsche an, doch fallen Sie nicht auf die alte Überzeugung herein, dass Baumwolle am geeignetsten für die Haut sei. Gerade dieses Material wird am häufigsten gebleicht und chloriert, weswegen es eine Reizung auslösen kann. Am gesündesten soll die sog. Ökobaumwolle sein, die jedoch etwas teurer ist. Vollkommen ungeeignet sind synthetische Unterwäsche, enge Hosen, die eine normale Blutzirkulation behindern, und Tangas, die das Risiko einer Bakterienübertragung aus dem Anus in die Vagina erhöhen. Doch es sollte trotzdem betont werden, dass nicht jede Frau gleich empfindlich auf die aufgezählten Materialien reagiert, da zahlreiche trotz langjährigem Tragen von Tangas nie Probleme hatten. Derartige Hinweise verhelfen zwar zu einer besseren Vorsorge gegen eine vaginale Infektion, doch die Grundursache für ihr Aufkommen steckt ganz woanders: z. B. Infektion nach Einnahme von Antibiotika, Schwächung der Abwehrkräfte, zuckerhaltige Ernährung, Übertragung durch Geschlechtsverkehr, Sauna- und Schwimmbadbesuche …
Vaginale Infektion: Gynäkologische Behandlung
Gegen eine vaginale Infektion helfen Zäpfchen und Cremes, die Sie rezeptfrei in der Apotheke erhalten. Diese Medikamente helfen jedoch vor allem bei milderen Formen einer vaginalen Infektion und werden normalerweise lediglich als "erste Hilfe", als Erleichterung vor dem obligatorischen Besuch beim Gynäkologen verstanden. Nach einer gründlichen Untersuchung wird Ihnen der Arzt erklären, um was für eine vaginale Infektion es sich handelt, und Ihnen das entsprechende Medikament (stärkere Zäpfchen oder Antibiotika) verschreiben.
In bestimmten Fällen (z. B. einer bakteriellen Pilzinfektion) wird auch Ihr Partner Antibiotika nehmen müssen. Obwohl Männer normalerweise nur die Überträger sind, was bedeutet, dass sie an der Infektion nicht erkranken, wird durch ihre Behandlung verhindert, dass sich die vaginale Infektion über den Geschlechtsverkehr weiter verbreitet.
Vaginale Infektion: Hausrezepte
Gegen jede Krankheit soll bekannterweise ein Kraut gewachsen sein. Gegen eine vaginale Infektion soll ein in Kefir oder Joghurt getränktes und für ein paar Stunden in die Scheide eingesetztes Tampon helfen. Der Tampon wird regelmäßig gewechselt. Eine solche Behandlung hilft bei kleineren Infektionen anhand der Milchbakterien, die eine positive Wirkung auf die Scheidenflora haben.
Ein weiteres Hausrezept sieht Spülungen mit Kamillentee und Ringelblume vor, welche die vaginale Infektion und den Juckreiz behandeln. Gegen eine vaginale Infektion hilft auch eine zuckerarme Ernährung.
Sollten Sie unter einer vaginalen Infektion leiden, dann sollten Sie während der Behandlung auf den Sex verzichten, weil anderenfalls die Infektion erneut auftreten kann.
Mehr über die vaginale Infektion finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!






























