Vaginalspülung – ja oder nein?

6.06.2011 | Katie M.

Ist eine Vaginalspülung gut für Ihre Gesundheit oder sollten Sie lieber die Finger davon lassen?

 

 

Vaginalspülung

Eine Vaginalspülung kann schlimme gesundheitliche Folgen haben, es wird die Scheidenflora gestört. (PhotoXpress)

 

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Was ist eine Vaginalspülung?

Mit einer Vaginalspülung wird, wie der Name schon sagt, die Vagina ausgespült. Es gibt verschiedene Vorrichtungen und Lösungen auf dem Markt, die zur Vaginalspülung verwendet werden. Eine Vaginalspülung kann auch Schmerzen lindern und Schwellungen verringern. Es gibt welche, die schon fertig sind und man sie nur noch in die Vagina einsetzen muss, aber auch welche, die man vor der Anwendung erst mischen muss.

Wie wird eine Vaginalspülung gemacht?

Bei einer Vaginalspülung führt man den langen Hals der Vaginalspülung in die Scheide. Dann drückt man die Flasche aus und zieht die zusammengedrückte Flasche wieder aus der Scheide. Da danach die Flüssigkeit wieder abfließt, sollte man die Vaginalspülung in der Dusche machen.

Gründe für eine Vaginalspülung

Es gibt verschiedene Gründe, wieso Frauen eine Vaginalspülung machen:
- um eventuelle Menstruationsreste aus der Vagina zu entfernen,
- als Verhütungsmethode nach dem Geschlechtsverkehr (es muss aber darauf hingewiesen werden, dass das eine sehr unsichere Verhütungsmethode ist, die vor keiner Geschlechtskrankheit schützt, deswegen sollte man unbedingt noch zusätzlich verhüten),
- um die Bildung eines unangenehmen Geruchs zu verhindern und
- aus Hygienegründen.

Bei Entzündungen, Pilzinfektionen und als Vor- und Nachbehandlung bei Operationen wird die Vaginalspülung auch von Ärzten verschrieben.

Ist die Vaginalspülung gesund?

Immer mehr Experten behaupten, eine Vaginalspülung sei ungesund. Der pH-Wert der Vagina einer gesunden Frau ist nämlich sehr niedrig, wodurch sich keine Bakterien oder Pilze vermehren können. Wenn eine Frau jedoch regelmäßig Vaginalspülungen macht, wird dadurch die Scheidenflora gestört und die Vagina wird anfällig für verschiedene Infektionen, wie die bakterielle Vaginose. Über die Vaginalspülung können sich Bakterien den Weg in den Körper bahnen und bis zur Gebärmutter und den Eierstöcken vordringen, was ernste gesundheitliche Folgen haben kann. Eine Vaginalspülung erhöht zudem das Risiko einer Geschlechtskrankheit, da die Scheide durch die gestörte Scheidenflora anfälliger ist. Machen Sie deswegen lieber keine Vaginalspülung, da Ihr Körper selbst dafür sorgt, dass Ihre Vagina sauber und gesund ist. Es reicht völlig, wenn Sie nur den äußeren Genitalbereich mit Wasser oder einer Seife für die Intimpflege waschen.

 

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