Vaginismus
Schrecken Sie jedes mal vor der Penetration zurück und Ihr Partner kann nicht in Sie eindringen? Haben Sie Schmerzen? Sie könnten an Vaginismus leiden!

Vaginismus ist das weibliche Äquivalent zur männlichen Impotenz.
Was ist Vaginismus?
Vaginismus ist das weibliche Äquivalent zur männlichen Impotenz. Die Frau spannt vor jeder Penetration durch einen Penis, Finger, Sexspielzeug oder sogar bei einer gynäkologischen Untersuchung unbewusst die Scheidenmuskeln an. Wenn Sie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben, sollten Sie diese Ihrem Gynäkologen erwähnen. Der wird Sie untersuchen und feststellen, ob es sich um ein körperliches Leiden handelt. Das sind meist Scheidenentzündungen. Wenn Ihre Probleme psychischen Ursprungs sind, brauchen Sie die Hilfe eines Therapeuten.
Manche Frauen leiden an Vaginismus schon seit ihrer Jugend, bei anderen entwickelt er sich erst nach Jahren normalen Geschlechtsverkehrs. Bei Vaginismus handelt sich oft um Angst vor dem Geschlechtsverkehr. Psychoanalytiker sind der Meinung, dass es für den Vaginismus mehrere Ursachen gibt. Eine davon ist die Angst vor der Empfängnis, weil Frauen im Partner ihren Vater sehen und sich so vor einer Blutschändung schützen. Auch die Angst vor den mit der Penetration und der Entbindung verbundenen Schmerzen gehört zu den Ursachen für Vaginismus. So auch die Angst, vom Mann dominiert zu werden.

Oft liegt die Schuld für die Entwicklung von Vaginismus beim Partner.
Friedman (1962) beschreibt drei Typen von Frauen, die an Vaginismus neigen:
- Typ Dornröschen (eine väterliche Beziehung zu ihrem Partner und zahlreiche Schuldgefühle)
- Typ Brunhilde (sie empfinden Sexualität als Kampf zwischen den Geschlechtern, der Oberherrschaft der Männer muss Widerstand geleistet werden)
- Typ Bienenkönigin (Frauen, die die Sexualität als etwas Schmutziges und Sündiges ansehen, sie fürchten sich vor Schmerzen beim Koitus, wollen aber grundsätzlich Kinder haben)
Oft liegt die Schuld für die Entwicklung von Vaginismus beim Partner. Partner von Frauen mit Vaginismus sind oft impotent, leiden an anderen sexuellen Störungen, sind unsicher, passiv und unerfahren. Sie wälzen die Schuld für alle ihre Probleme auf die Partnerin ab. Natürlich ist eine solche Situation nur eine der möglichen Ursachen für Vaginismus.
Manche Frauen leiden an Vaginismus schon seit ihrer Jugend, bei anderen entwickelt er sich erst nach Jahren normalen Geschlechtsverkehrs.
Behandlung von Vaginismus
Vaginismus ist gut behandelbar. Die Behandlung besteht aus einer Psychotherapie und praktischen Übungen. Es folgt eine kurze Beschreibung. Die Frau informiert sich intensiv über die Anatomie ihrer Geschlechtsorgane, worauf sie selbst ihre Scheide betrachtet und erforscht. Sie versucht in ihre Scheide einen Finger einzuführen, dann zwei usw. Sie kann sich auch mit einem Dildo oder anderen Hilfsmitteln helfen. Wenn sie diese Phase hinter sich hat, wird in der nächsten ihr Partner mit eingebunden. Am Anfang führt sie seine Hand, damit sie keine Angst verspürt. In der darauf folgenden Phase reiben sie ihre Geschlechtsteile aneinander, erreichen aber den Höhepunkt ohne Eindringen, nur mithilfe der Hände. Am Schluss folgt die Penetration, die von der Frau kontrolliert wird (sie ist oben). Dabei empfiehlt sich der Gebrauch eines Gleitmittels, der Mann darf sich nicht viel bewegen. Diese Methode hat sich als sehr erfolgreich erwiesen.
Mehr darüber, wie Sie gemeinsam mit dem Partner den Vaginismus besiegen können, erfahren Sie in unserem Exclusive-Bereich. Über den Vaginismus spricht Dr. Ziherl.























Kommentare:
Ihr Kommetar