VIDEO: Wie erkennt man eine Orgasmusstörung?
Beim Sex einen Orgasmus zu erleben ist für Frauen und Männer mit Orgasmusstörung nicht selbstverständlich.

Weil Sex, bei dem es zu keinem Orgasmus kommt, als nicht vollständig gilt, führt eine Orgasmusstörung zu Scham- und Minderwertigkeitsgefühlen. (jlp)
Wer unter einer Orgasmusstörung leidet, kann beim Sex entweder keinen Orgasmus erleben oder man erlebt den Orgasmus nur mit Mühe und erst sehr spät. Bei Männern kann die Orgasmusstörung zu einer zu frühen Ejakulation führen, was den Geschlechtsverkehr vereitelt. Von einer Orgasmusstörung wird auch gesprochen, wenn die erlebten Orgasmen im Laufe der Zeit an Intensivität verlieren oder wenn es während des Orgasmus zu Schmerzen kommt. Obwohl einige Auswirkungen der Orgasmusstörung für Frauen und Männer gleich sind, gibt es zwischen den beiden Arten der Orgasmusstörung auch Unterschiede.
Die weibliche Orgasmusstörung
Das Interesse der Wissenschaft wurde vor Kurzem für den weiblichen Orgasmus entdeckt. Zuvor war die Aufmerksamkeit auf den männlichen Orgasmus gerichtet, da er zur Befruchtung und somit zur Fortpflanzung beitrug, während der weibliche Orgasmus angeblich nur der Lustbefriedigung der Frau diente. Es ist allgemein bekannt, dass Frauen ihren Körper und dessen Bedürfnisse viel schlechter kennen als Männer, da sie sich in der Pubertät weniger mit ihm beschäftigen. Infolgedessen wissen sie auch nicht, welche Berührungen sie erregen und wie sie sich zu einem Orgasmus verhelfen können. Außerdem sind die erogenen Zonen, wie der Kitzler und der berühmte G-Punkt, weniger offensichtlich und schwerer zu erreichen als die männlichen erogenen Zonen, weshalb sich die Frauen mehr Mühe geben müssen, diese zu finden und richtig zu stimulieren. Doch der Begriff Orgasmusstörung bezeichnet nicht den Fall, wenn der Partner oder die Frau nicht mit den weiblichen erogenen Zonen umzugehen wissen und es deshalb nicht zum Orgasmus kommt. Im Gegenteil, eine Orgasmusstörung verhindert den Orgasmus auch dann, wenn die Stimulation der erogenen Zonen der Frau richtig und genügend ist. Diese Störung ist auch als Anorgasmie bekannt. Dabei wird zwischen der primären und der sekundären Orgasmusstörung unterschieden. Von der primären Orgasmusstörung ist dann die Rede, wenn die Frau noch nie in ihrem Leben einen Orgasmus erlebte, bei der sekundären Orgasmusstörung ist die Fähigkeit zum Orgasmus eingeschränkt. So kann die Frau zum Beispiel bei der Masturbation zum Orgasmus kommen, beim Sex mit dem Partner aber nicht. Oder die Orgasmusstörung trat in einem bestimmten Zeitpunkt im Leben der Frau ein, während es bis dahin keine Probleme mit dem Erleben des Orgasmus hatte. Für die sekundäre Orgasmusstörung sind eher psychische Probleme verantwortlich, nur selten physische. In solchen Fällen können ein negatives sexuelles Erlebnis oder Schamgefühle, die bei einigen Frauen während des Sexes auftreten, der Grund für die Orgasmusstörung sein.
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Die männliche Orgasmusstörung
Bei Männern hat die Orgasmusstörung zwei Ausprägungen. Entweder erlebt der Mann den Orgasmus trotz langer Stimulation nicht oder die Ejakulation tritt zu früh auf. Das heißt, dass es zu schnell zu einem Samenerguss kommt und so der Geschlechtsverkehr verhindert wird. Manchmal wird auch zwischen primärer und sekundärer vorzeitiger Ejakulation unterschieden. Die primäre Orgasmusstörung ist eine lebenslange Störung, während sich die sekundäre Orgasmusstörung in einem gewissen Lebensabschnitt entwickelt, und zwar aus Gründen, die noch nicht genügend bekannt sind. Diese Art von Orgasmusstörung ist das häufigste Problem in Verbindung mit Sexualität bei Männern, sie kann ein großes Hindernis für ein normales und zufriedenstellendes Sexleben darstellen. Vor allem die verschiedenen negativen Empfindungen, die sie mit sich bringt, wie Scham- oder Minderwertigkeitsgefühle, können belastend sein. Oft fühlen sich Männer mit einer Orgasmusstörung nicht „Manns genug“, weil sie ihre Partnerin nicht befriedigen können. Die Ursachen für eine Orgasmusstörung können die Einnahme bestimmter Medikamente, eine Überstimulation und natürlich verschiedene emotionale und psychische Probleme sein. Von einer Orgasmusstörung kann man jedoch nur dann ausgehen, wenn verschiedene objektive Einflüsse, wie zum Beispiel die Einnahme von Medikamenten und Drogen sowie übermäßiger Alkoholkonsum, ausgeschlossen worden sind.

Wenn man an einer Orgasmusstörung leidet, ist man auf das Verständnis des Partners schwer angewiesen. (jlp)
Sowohl Männer als auch Frauen sollten bei einer Orgasmusstörung versuchen herauszufinden, welche Ursachen die Orgasmusstörung in ihrem Fall haben könnte. Natürlich sind in erster Linie die physischen Probleme auszuschließen, weshalb bei einer Orgasmusstörung ein Arztbesuch unumgänglich ist.























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