Vorsicht beim Intimpiercing!

12.03.2010 | J. P.

Wenn Sie sich für ein Intimpiercing entscheiden, sollten Sie es unbedingt von einem Fachmann machen lassen.

 

 

Ob ein Intimpiercing oder ein Zungenpiercing, es sollte immer professionell gemacht werden. (jlp)
Ob ein Intimpiercing oder ein Zungenpiercing, es sollte immer professionell gemacht werden. (jlp)

 

Das englische Wort Piercing bedeutet wörtlich übersetzt das Durchstechen. Beim Piercing werden verschiedene Stellen des Körpers durchstochen und mit Schmuck verziert. Sehr viele Menschen lassen sich die Zunge piercen, beliebte Piercingstellen am Körper sind auch die Nase, die Lippen, die Ohren, die Augenbrauen und der Bauchnabel. Die Mutigsten entscheiden sich sogar für ein Intimpiercing, wobei die Brustwarzen, die Klitoris, der Penis oder der Hodensack gepierct werden. Bei einem Intimpiercing ist besondere Vorsicht geboten, deswegen sollten Sie unbedingt folgende Tipps einhalten.

Wenn Sie sich für ein Intimpiercing entscheiden

Sie müssen wissen, dass es sich beim Piercing (so auch beim Intimpiercing) eigentlich um einen chirurgischen Eingriff handelt, da in ihre Haut ein tiefes Loch gemacht wird. Deswegen sollte diese Entscheidung keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Bevor Sie den Eingriff machen lassen, müssen Sie sich erkundigen, wo man sich wirklich ein professionelles Intimpiercing machen lassen kann. Sie sollten auch mit Menschen reden, die bereits ein Intimpiercing haben. Nehmen Sie sich Zeit und finden Sie ein sauberes Piercingstudio, in dem erfahrene Piercer mit professionellen und sterilen Instrumenten arbeiten. Der Schmuck muss hochwertig sein und aus medizinischem Edelstahl, Gold, Platin oder Titan bestehen. Andere Materialien (Nickel oder Messing) können nämlich Hautallergien auslösen. Wenn Sie Zweifel haben, ob das Piercingstudio den medizinischen Standards entspricht, dann sollten Sie lieber kein Risiko eingehen und sich lieber für ein anderes entscheiden.

Nachsorge beim Intimpiercing

Wie lange der Heilungsprozess dauert, hängt von der Körperstelle ab, im Durchschnitt beträgt dieser zwischen einem und sechs Monaten. In dieser Zeit ist es sehr wichtig, dass man die gepiercte Stelle regelmäßig desinfiziert, das Desinfektionsmittel darf aber kein Alkohol oder Petroleum enthalten. Das Intimpiercing muss mindestens zweimal täglich mit einer antibakteriellen Seife oder einer sterilen Kochsalzlösung gewaschen werden. Gleich nachdem das Intimpiercing gemacht wurde, sollten Sie noch keinen Geschlechtsverkehr haben, aber auch später sollten Sie sehr vorsichtig sein. Bis das Intimpiercing völlig verheilt, sollte man beim Sex ein Kondom benutzen. Infektionen können sehr gefährlich sein, deswegen sollte man den Heilungsprozess keinesfalls gefährden. Bis die Wunde verheilt ist, sollten Sie den Intimschmuck so wenig wie möglich anfassen und nicht damit spielen. Dabei könnten nämlich Bakterien in die Wunde gelangen und eine Infektion auslösen oder den Heilungsprozess verlangsamen. Bevor Sie den Intimpiercing anfassen, sollten Sie sich immer gründlich die Hände waschen und dabei auch den Schmutz unter den Fingernägeln entfernen. Das Intimpiercing sollte mindestens einen Monat lang nicht in Kontakt mit Wasser kommen. Das heißt, dass Schwimmbäder Tabu sind und Sie auch beim Duschen sehr vorsichtig sein sollten. Der Schmuck sollte nur selten gewechselt werden. Der Heilungsprozess kann mit Zinkcreme und Brausetabletten beschleunigt werden.

 

Wenn das Intimpiercing eine Infektion auslöst, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. (jlp)
Wenn das Intimpiercing eine Infektion auslöst, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. (jlp)

 

Falls das Intimpiercing schmerzt, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen

Wenn die Stelle um das Intimpiercing etwas gerötet und leicht angeschwollen ist, ist das noch kein Grund zur Sorge. Wenn es aber nicht besser wird oder daneben noch Juckreiz und Brennen auftreten, ist das ein Anzeichen für eine Infektion. Deswegen sollten Sie in dem Fall so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Wenn die frische Wunde anfängt zu bluten, können Sie die Blutung so stillen, dass Sie mit den Fingern darauf drücken. Wenn es nach zwei bis drei Minuten nicht besser wird, sollten Sie sofort ärztliche Hilfe aufsuchen. Bei Fragen zögern Sie nicht, Ihren Hausarzt zu kontaktieren. Sie haben nur einen Körper, deswegen sollten Sie gut auf ihn aufpassen.

 

Übersetzungen

SLO | HRV | ENG | DEU | RUS

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