Während Sie stillen, kann sich der Sex verändern

7.01.2011 | Z. J.

Durch das Stillen wird der Körper der Frau verändert. Wie das Stillen den Sex beeinflusst, erfahren Sie hier.

 

 

                     

Stillen Sex

Wenn Sie Stillen, werden Sie beim Sex vielleicht auf ein Gleitmittel zurückgreifen müssen. (PhotoXpress)

 

Mehr zum Thema Stillen finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!

 

Das Stillen hat sowohl für das Neugeborene als auch für seine Mutter viele Vorteile. Die Art, wie Sie Sex erleben, wird sich jedoch verändern, sie brauchen vor den Veränderungen jedoch keine Angst zu haben. Manche Frauen wünschen sich während des Stillens öfter Sex als zuvor, andere dagegen verlieren die Lust auf Sex. In den meisten Fällen tritt Folgendes auf: Überempfindlichkeit der Brust, schwächere Befeuchtung der Vagina, die Freisetzung von Milch beim Orgasmus.

Die Freisetzung von Stillmilch beim Sex

Manchmal entgleiten beim Orgasmus einige Tropfen Milch aus der Brust, manchmal bildet sich sogar ein Milchstrahl. Das ist dem Hormon Oxytocin zuzuschreiben, das beim Orgasmus freigesetzt wird und für den Milch-Ausscheide-Reflex zuständig ist. Das muss Ihnen jedoch nicht unangenehm sein. Viele Paare nutzen das Stillen und all die damit verbundenen Reflexe, um den Sex abwechslungsreicher zu gestalten. Wenn Sie sich deswegen beim Sex nicht konzentrieren können, verringern Sie einfach den Milchfluss durch das Stillen unmittelbar vor dem Sex.

Das Stillen verursacht die Austrocknung der Vagina, was beim Sex störend sein kann

Wegen der Hormone, die beim Stillen freigesetzt werden, wird die Vagina nicht wie sonst befeuchtet. Das heißt jedoch nicht, dass die Frau nicht erregt ist oder sich den Sex nicht wünscht. Es handelt sich um ein rein physiologisches Problem, das mit einem handelsüblichen Gleitmittel schnell in den Griff zu bekommen ist. Es gibt jedoch eine weitere Theorie, die besagt, dass mit dieser körperlichen Reaktion der Sex durchs Stillen vereitelt werden soll, um zu kurze Abstände zwischen den einzelnen Geburten zu verhindern.

Die Brust wird fürs Stillen empfindlicher – der Sex kann deshalb unangenehm werden

Das Stillen verursacht bei vielen Frauen eine Überempfindlichkeit der Brüste. Trotzdem haben sie aber auch während der Stillzeit das Bedürfnis nach Sex und Kuscheleinheiten. Deshalb muss der Partner viel Geduld und Verständnis für die neue Situation und die Frau genug Mut aufbringen, um dem Partner ihre Wünsche mitzuteilen.

Der Kinderarzt und siebenfache Vater William Sears empfiehlt frischgebackenen Vätern sich vor allem auf die Liebe für das Kind und die Mutter zu besinnen. Um ihren Muttergefühlen vorbehaltlos freien Lauf lassen zu können, braucht die junge Mutter manchmal jemanden, der sich auch ihr gegenüber mütterlich verhält. Die Liebe zwischen den Partnern wird so gestärkt und der Sex bekommt neues Feuer. Wenn sich der Vater seiner Liebe zum Kind vollkommen hingibt, wird die Frau spüren, dass ihre manchmal ungeteilte Aufmerksamkeit dem Kind gegenüber verständnisvoll aufgenommen wird und der Mann sie weiterhin sexuell begehrt. Manche Frauen verspüren beim Stillen eine starke Liebe zu der gesamten Familie, natürlich auch zum Partner, was auch beim Sex zu einer größeren Verbundenheit führen kann.

 

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