Warum haben wir feuchte Träume?

5.09.2011 | T. P.

Feuchte Träume kommen öfters bei jungen Männern vor, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Manneskraft befinden. Viele erleben sie aber auch später im Leben.

 

 

feuchte Träume

Der Ausdruck „Feuchter Traum“ bedeutet leider nicht dies, was Sie auf dem Bild sehen. (PhotoXpress)

 

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Feuchte Träume sind Teil des Lebens eines Mannes

Feuchte Träume kommen meist bei pubertierenden Jungen vor. Es wird angenommen, dass das Hervorrufen von feuchten Träumen mit ihrem Testosteronspiegel verbunden ist. Eine im amerikanischen Periodikum Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism veröffentlichte Studie hat aufgezeigt, dass bei Jungen, die zusätzlich mit Testosteron behandelt wurden, die Anzahl der nächtlichen Samenergüsse von 17 % auf 90 % gestiegen war. Feuchte Träume tauchen jedoch auch noch später im Leben auf, und einige Männer erfahren und „erleiden“ nächtliche Samenergüsse auch nach ihrem 40. Lebensjahr. Da die Testosteronmenge im genannten Alter schon um einiges niedriger ist, kommen auch andere Ursachen, die feuchte Träume hervorrufen, infrage.

Feuchte Träume gelten als das Sicherheitsventil für angestaute sexuelle Spannung

Die allgemeine Überzeugung ist, dass feuchte Träume der Weg sind, durch den der Körper sexuelle Spannungen bzw. seine Angespanntheit abbaut. Meinungen darüber, ob sich der Körper der physischen oder der mentalen Angespanntheit entledigt, gehen noch heute entzwei. Die Samenproduktion vollzieht sich unabhängig von der Fülle der Hoden. Darum staut sich das Sperma auf und verliert dadurch an Fertilitätsniveau. Die Spermien können nämlich nicht frei schwimmen und verhacken sich aneinander. Dies bedeutet, dass sie ihre eigentliche Funktion nicht erfüllen können. Der Körper muss sich somit des aufgestauten Spermas entledigen, um die Zeugungsfähigkeit zu erhalten. Diese Theorie klingt zwar logisch und einleuchtend, konnte jedoch noch nicht bewiesen werden. Es gibt auch eine zweite Theorie, nach der der Mann sehr starken psychischen Druck verspürt, wenn er seinem sexuellen Trieb nicht freien Lauf lassen kann. Dieser Theorie nach, haben die meisten Pfarrer und alleinstehende Männer, die nicht masturbieren und keinen Geschlechtsverkehr haben, häufige nächtliche Samenergüsse. Kinseys Erklärung war, dass nächtliche Samenergüsse eigentlich ein Mechanismus seien, der den Mann vor psychischem Druck, der vom Nichtmasturbieren oder vom Mangel an Sex ausgeht (aus religiösen oder welchen Gründen auch immer), bewahrt. Auch auf Philip C. Van Buskirks Memoiren ist zurückzugreifen, in denen er bezüglich seines Sexlebens ins Detail ging und beobachtete, dass sich die Anzahl der nächtlichen Sammergüsse verringerte je mehr er masturbierte und umgekehrt. So hatte er im Jahre 1858 ganze 69 feuchte Träume und die Menschheit ist ihm für diese „Information“ sehr verbunden.

Andere mögliche Ursachen für feuchte Träume

Natürlich gibt es auch andere Ursachen, die feuchte Träume hervorrufen. Eine einfache Erklärung ist, dass wir über den Orgasmus träumen und er dann tatsächlich passiert. Wir träumen als von heißem Sex, wir „erträumen“ den Höhepunkt und der Körper reagiert darauf. Das ist ähnlich, als ob man etwas Schreckliches träumt und danach ganz aufgebracht aufwacht, oder wenn man von etwas Traurigem träumt und dann tatsächlich Tränen in den Augen hat. Eine andere, wiederum einfache Erklärung ist die, dass man durch Reiben im Schlaf zum Orgasmus gebracht wird. Der Penis wird zwischen den Beinen, gegen die Unterhose oder gegen die Bettwäsche gerieben. Manchmal werden Träume auch durch physische Impulse hervorgerufen. So kann das Reiben des Penis erotische Träume hervorrufen und den anschließenden Höhepunkt. Aus Erfahrung wissen wir, dass unser Gehirn keine erotischen Träume braucht, um den Penis mit Blut zu füllen. Dadurch ist es möglich, dass Träume durch alle Art von Motiven einen Samenerguss einleiten können. Bei reifen Männern kommen nächtliche Samenergüsse in der Regel nicht vor, wenn aber doch, gründet dies meistens auf grundlegenden Veränderungen im täglichen Leben, wie z. B. einem gesünderen Lebenswandel, Rekreation, der Umstellung der Essensgewohnheiten, der Einnahme von Medikamenten, der Entsagung vom Alkohol und Ähnlichem. Aber ansonsten können sich Männer über 40 einfach nur ihres Lebens erfreuen.

 

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