Warum ist eine gynäkologische Untersuchung so unangenehm?
Viele Frauen haben Angst vor einer gynäkologischen Untersuchung. Warum eigentlich?
Ein Fehler bei der gynäkologischen Untersuchung kann ziemlich teuer sein. (PhotoXpress)
Falsche Diagnosen bei der gynäkologischen Untersuchung
Ein guter Gynäkologe muss kompetent sein und auf jede Patientin eingehen können. Falls ein Gynäkologe bei der gynäkologischen Untersuchung eine falsche Diagnose stellt oder eine falsche Behandlung anordnet, hat das schlimme Folge für die Patientin und kann im Extremfall sogar ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Erinnern Sie sich nur an den Ärztepfusch, der vor zwei Jahren in Deutschland für viel Aufsehen sorgte. Ein Gynäkologe hat seiner Patientin bei der gynäkologischen Untersuchung das falsche Verhütungsmittel verschrieben, worauf sie bald schwanger wurde. Als sie merkte, dass sie schwanger ist, war es bereits zu spät für eine Abtreibung, weswegen sie sogar ihre Arbeit verlor. Danach verklagte sie den Gynäkologen und das Gericht hat ihr Unterhaltszahlungen in Höhe von 700 Euro pro Monat zugesprochen, die der Arzt so lange leisten muss, bis das Kind volljährig ist.
Bei der gynäkologischen Untersuchung wird nicht auf die Patientin eingegangen
Es ist wichtig, dass die Patientin ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Gynäkologen aufbauen kann. Damit das möglich ist, muss sich der Gynäkologe bei jeder gynäkologischen Untersuchung viel Zeit für seine Patientinnen nehmen, ihnen zuhören, verständnisvoll sein und sie wie Menschen und keine Nummern behandeln. Da die gynäkologische Untersuchung sehr intim und dadurch für die meisten Frauen unangenehm ist, muss er eine entspannte Atmosphäre schaffen können, er darf keine unpassenden Bemerkungen machen und er muss der Patientin die Diagnose und die Behandlungsweise in verständlicher Sprache erklären können.
Instrumente, die bei einer gynäkologischen Untersuchung verwendet werden, können einem schnell Angst einjagen. (Quelle: allproducts.com)
Eine gynäkologische Untersuchung ist sehr intim
Eine gynäkologische Untersuchung ist kein Zuckerschlecken, die Frau empfindet sie nämlich als einen tiefen Eingriff in ihre Intimsphäre. Vor allem für Frauen, die schon ihr ganzes Leben lang eine panische Angst vor Ärzten und Krankenhäusern haben, stellt eine gynäkologische Untersuchung eine schwere psychische Belastung dar. Auch Frauen, die unter dem so genannten Vaginismus leiden und dadurch jegliche Penetration als schmerzhaft empfinden, haben große Angst vor einer gynäkologischen Untersuchung. Da die Verkrampfung der Scheidenmuskulatur das Eindringen mit einem gynäkologischen Instrument beinahe unmöglich macht, haben sie bei jeder gynäkologischen Untersuchung große Schmerzen. Auch die kalten und harten gynäkologischen Instrumente sind sehr unangenehm, manche Frauen behaupten sogar, das wären Folterinstrumente, die ihnen schon beim bloßen Anblick Angst in die Knochen jagen.
Angst vor der gynäkologischen Untersuchung
Außer Vaginismus und Phobien gibt es noch viele andere Gründe für die Angst vor einer gynäkologischen Untersuchung. An erster Stelle steht die Angst vor einem auffälligen Befund, da es viele möglichen gynäkologischen Beschwerden und Krankheiten gibt, die gerade wegen der Tatsache, dass sie sehr intim sind und man deswegen nur ungern darüber spricht, noch unangenehmer werden. Viele Frauen haben auch vor dem stechenden Schmerz Angst, wenn ein Abstrich vom Muttermund gemacht wird, und eine noch größere Angst davor, dass der Pap-Test positiv ausfällt. Oder sie befürchten, die gynäkologische Untersuchung könnte eine Schwangerschaft bestätigen.































