Was kann die Frau für eine gesunde Scheide tun?

25.03.2010 | T. B.

Lernen Sie mehr darüber, wie Sie vor Krankheiten im Intimbereich vorbeugen können und wie Ihre Scheide gesund bleibt.

 

 

Rauchen kann verführerisch sein, es ist aber auch ungesund für Ihre Scheide. (jlp)

Rauchen kann verführerisch sein, es ist aber auch ungesund für Ihre Scheide. (jlp)

 

Haben Sie gewusst, dass zahlreiche Unannehmlichkeiten an den Geschlechtsorganen (Zysten, Pilze, Infektionen, Unfruchtbarkeit) durch den eigenen Lebenswandel verursacht werden? Viele dieser Unannehmlichkeiten können verhindert werden, wenn der Lebensstil verändert wird. Aber alles schön der Reihe nach.

Eine gesunde Scheide ohne Stringtangas und zu engen Jeans!

"Stringtangas sind schädlich für die Gesundheit", pfeifen die Spatzen von allen Dächern. Wenn Sie auf das tägliche Tragen eines Stringtangas verzichten können, vermeiden Sie damit Zysten im Intimbereich. Stringtangas reizen nämlich die Haut und verursachen Entzündungen der Bartholin-Drüsen, die sich an beiden Seiten der Scheide befinden. Die Bartholin-Drüsen sind diejenigen, die für die Feuchtigkeit der Scheide verantwortlich sind. Außerdem werden durch einen Stringtanga Bakterien, die einen schlimmen Abszess (Ansammlung von Eiter im Gewebe) verursachen können, eher übertragen als durch ein normales Höschen. Wenn Sie jedoch keinesfalls auf Stringtangas verzichten können, dann sollten Sie zumindest welche aus Baumwolle tragen, die auch groß genug sind. Ein zu enger Stringtanga, der schon fast Spuren wie Schnittwunden hinterlässt, verursacht den meisten Schaden, da die winzigen Schürfwunden eine ideale Brutstätte für Bakterien sind.

Dasselbe gilt auch für zu enge Jeans. In einer engen Jeans schwitzen Sie intensiver, wodurch Voraussetzungen geschaffen werden, in denen sich Pilze entwickeln können. Gönnen Sie Ihren intimsten Körperteilen lieber etwas mehr Luft und Komfort!

 

Sorgen Sie mit der richtigen Unterwäsche für eine gesunde Scheide. (jlp)

Sorgen Sie mit der richtigen Unterwäsche für eine gesunde Scheide. (jlp)

 

Eine gesunde Scheide mithilfe eines Gleitmittels

Forscher der Universität in Michigan haben bewiesen, dass Pilzinfektionen häufiger bei Frauen vorkommen, deren Männer sie oft oral befriedigen. Das bedeutet zwar noch lange nicht, dass sie auf Oralverkehr gänzlich verzichten sollten, es wäre jedoch ratsam, wenn sie bei der oralen Stimulation anstelle von Speichel lieber ein Gleitmittel benutzen würden.

Hören Sie für eine gesunde Scheide mit dem Rauchen auf!

Raucherinnen erkranken viel eher an bakterieller Vaginose. Das Rauchen zerstört den natürlichen Schutz der Scheide, wodurch sich die vorhandenen Bakterien unkontrolliert vermehren können. Die bakterielle Vaginose kann bei nicht entsprechender Behandlung auch zur Unfruchtbarkeit führen.

Sie wie das Rauchen hat auch der Alkohol mehr negative als positive Wirkungen auf die Sexualität. Der Alkohol trocknet die Scheide aus, wodurch der Sex zur unangenehmen oder sogar schmerzenden Erfahrung werden kann. Der Reibungswiderstand in einer trockenen Scheide kann sehr kleine Risse in der Haut verursachen, wodurch die Scheide an Abwehrkraft gegen verschiedene Infektionen verliert.

 

Ein romantisches Schaumbad kann den Sex vermiesen. (jlp)

Ein romantisches Schaumbad kann den Sex vermiesen. (jlp)

 

Eine gesunde Scheide durch entsprechende Hygiene

Hygiene spielt natürlich die Schlüsselrolle, aber die Fachwelt rät dazu, dass es besser sei, die Scheide lediglich mit Wasser zu waschen, da aggressive Seifen den pH-Wert der Scheide zerstören. Sie erweisen sich einen Bärendienst, wenn Sie die Scheide vor und nach dem Geschlechtsverkehr beziehungsweise sogar dreimal am Tag waschen. Dadurch spülen Sie nämlich den natürlichen Schutz der Scheide aus. Außerdem ist es wichtig zu wissen, dass Sie sich die Scheide nach dem Waschen oder dem Wasserlassen von der Scheide in Richtung Hintern abwischen und nicht umgekehrt. Anderenfalls könnten sie schädliche Bakterien aus dem Analbereich auf die Scheide übertragen.

Wasserlassen für eine gesunde Scheide

Hört sich ungewöhnlich an? Ist es aber nicht. Die Fachwelt behauptet nämlich, dass Urin auf seinem Weg aus der Scheide die schädlichen Bakterien, die durch den Geschlechtsverkehr in die Scheide eindringen konnten, ausspült.

 

Unangenehme Vorfälle in der Scheide sollen der Vergangenheit angehören. (jlp)

Unangenehme Vorfälle in der Scheide sollen der Vergangenheit angehören. (jlp)

 

Eine gesunde Scheide und Analverkehr gehen einher!

Falls Sie und Ihr Partner den Analverkehr lieben, sollten Sie immer darauf achten, dass sich der Penis, der Vibrator oder der Finger nach dem Analsex nicht in die Scheide verirren, bevor für die entsprechende Hygiene gesorgt wurde. Auf diese Weise werden die Bakterien aus dem Anus in die Scheide übertragen. Aber auch sonst werden Sie sich durch sorgfältige Hygiene vor so mancher Unannehmlichkeit in der Scheide schützen können.

 



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