Welche Antibabypille ist die richtige?
Lesen Sie mehr darüber, welche Hormone in der Antibabypille enthalten sind und wie sie wirken.
Der Gynäkologe entscheidet über die Wahl der Antibabypille. (jlp)
Hormone in der Antibabypille unterscheiden sich anhand ihrer Beschaffenheit und ihres Gehaltes. Welche Antibabypille für Sie die geeignetste ist, entscheidet Ihr Frauenarzt. Dabei ist das maßgebliche Kriterium, so wenige Hormone wie möglich in den Körper einzuführen, um einen ungestörten Menstruationszyklus zu gewährleisten. Die Antibabypille verhindert die Empfängnis, indem sie in den Ovulationsprozess eingreift oder auf die Schleimhaut und den Gebärmutterhals einwirkt, sodass sich die Samenflüssigkeit nicht ausbreiten kann. Außerdem bewirkt sie, dass die Gebärmutter befruchtete Eizellen nicht aufnehmen kann, oder sie beeinflusst die Eileiter. Neben ihren Vorteilen treten auch Nebenwirkungen auf, die nicht zu vernachlässigen sind.
Welche Arten der Antibabypille gibt es?
Die kombinierten Verhütungsmittel, also solche mit Östrogen und Progesteron, sind in Pillenform erhältlich und stellen neben operativen Eingriffen die wirksamste Verhütungsmethode dar. Es gibt monophasische, biphasische und triphasische Antibabypillen und Antibabypille für einen 91-tägigen Zyklus. Die Frau kann mit dieser Art der Empfängnisverhütung erst nach Absprache mit ihrem Gynäkologen anfangen, der auch die Art der Antibabypille und ihren Abbruch bewilligen muss. Die Antibabypille ist ausschließlich auf Rezept erhältlich.
Das zuverlässigste Verhütungsmittel ist die Antibabypille. (jlp)
Monophasische Antibabypillen
Monophasische Antibabypillen enthalten sowohl Progesteron als auch Östrogen und werden einen ganzen Zyklus lang, also 21 Tage, eingenommen. Sie alle haben dieselbe Farbe und sind am besten für die Verschiebung der Menstruation geeignet. Nach den 21 Tagen, in denen die Antibabypille eingenommen wurde, folgt eine 7-tägige Pause. Während dieser Pause tritt die Monatsblutung ein. Wenn die Frau ihre Regel eine Woche früher oder später als nach dem Zyklus festgelegt bekommen will, lässt sie 7 Pillen einfach aus oder fängt gleich nach der Einnahme der letzten Pille in der Packung den nächsten Tag mit einer Neuen Packung an. In diesem Fall können während den beiden Menstruationszyklen leichte Blutungen auftreten.
Biphasische Antibabypillen
Biphasische Antibabypillen enthalten zwei unterschiedliche Progesteronanteile. In der Mitte des Zyklus vergrößert sich der Gehalt dieses Hormons, während die Menge an Östrogen den ganzen Zyklus über konstant bleibt. Einige Experten sind der Meinung, dass biphasische Antibabypillen im Vergleich zu den triphasischen Antibabypillen den entscheidenden Nachteil haben, zwischen zwei Menstruationszyklen stärkere Zwischenblutungen hervorzurufen. Beweise für diese Feststellung gibt es jedoch nicht.
In Deutschland verhüten mehr als 40 % der Frauen mit der Antibabypille. (jlp)
Triphasische Antibabypillen
Mit den triphasischen Antibabypillen wird der Hormonspiegel den Zyklus über stufenweise erhöht. Manche triphasische Antibabypillen steigern den Progesteronspiegel. Wenn die Frau ihren Menstruationszyklus verschieben will, besteht bei dieser Art von Antibabypillen eine größere Gefahr auftretender Zwischenblutungen. Der Grund dafür ist der unterschiedliche Hormongehalt in den einzelnen Pillen, was bei monophasischen Antibabypillen nicht der Fall ist. In der Packung befinden sich weise, hell blaue, blaue und grüne triphasische Pillen. Die Grünen beinhalten keine Hormone und ähneln Plazebos.
Die 91-Tage-Pille
Hierbei handelt es sich um monophasische Antibabypillen für einen 91-tägigen Zyklus mit Einnahme auf täglicher Basis, wobei die Menstruationsblutung für 84 Tage unterdrückt wird. Frauen, die sich für diese Verhütungsmethode entscheiden, bekommen ihre Menstruation nur einmal jeden dritten Monat, obwohl leichte Zwischenblutungen und Flecken auf dem Höschen.
Mit den monophasischen Antibabypillen lässt sich die Monatsblutung am einfachsten verschieben. (jlp)
Antibabypille für den Notfall
Die so genannte "Pille danach" wird zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung oder nach dem Versagen eines anderen Verhütungsmittels angewendet. Zwei Pillen müssen so schnell wie möglich nach dem Geschlechtsverkehr (spätesten 120 Stunden) und zwei weitere 12 Stunden nach der ersten Einnahme eingenommen werden. Wenn die Pille zu spät eingenommen wird, ist die Empfängnisverhütung nicht gewährleistet.
Das Hormonpflaster als Alternative zur Antibabypille
Das Hormonpflaster ist auf die Schultern, den Oberarm, das Hinterteil oder den Bauch zu kleben. Bei Frauen, die über 90 kg wiegen, zeigt das Hormonpflaster keine so große Wirkung. Wöchentlich ist ein neues Pflaster anzukleben, jede vierte Woche wird keines benutzt, damit die Menstruation eintreten kann. Das Hormonpflaster ruft ähnliche Nebenwirkungen wie die Antibabypille hervor, dazu gehören zum Beispiel Menstruationsstörungen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und Hautreizungen an der Anwendungsstelle.

































