Wenn der Befund Ihres Pap-Tests abnorm ist …

8.05.2010 | Izabela M

Der Pap-Test ist eine Routineuntersuchung für Frauen, die vom Frauenarzt durchgeführt wird. Doch manchmal fällt der Befund des Pap-Tests anders als erwartet aus.

 

 

Der Pap-Test gehört zur Routine der gynäkologischen Untersuchung. (PhotoXpress)
Der Pap-Test gehört zur Routine der gynäkologischen Untersuchung. (PhotoXpress)

 

Was ist ein Pap-Test und wann ist der Befund auffällig?

Beim Pap-Test werden einige Zellen von der Oberfläche des Gebärmutterhalses entnommen und zur genaueren Untersuchung ins Labor geschickt. Dort ist es mithilfe eines Mikroskops einfacher irgendwelche Zellveränderungen zu entdecken, die für eine Krebserkrankung verantwortlich sein können. Die Abstrichentnahme ist meistens ein Routineteil der gynäkologischen Untersuchung. Wenn Ihr Frauenarzt Ihnen mitteilt, dass der Befund Ihrer Abstrichuntersuchung auffällig bzw. abnorm ist, heißt das, dass beim Test Zellveränderungen am Gebärmutterhals entdeckt wurden. Das heißt natürlich nicht, dass sofort eine Krebserkrankung vorliegt, da die Chance dafür relativ gering ist.

Wozu führt ein abnormer Befund des Pap-Tests?

Die Gebärmutterhalszellen verändern sich meistens unter dem Einfluss der humanen Papillomviren. Die HPV-Erkrankung ist eine ziemlich häufige Geschlechtskrankheit, die sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommt. Meistens verschwinden diese Veränderungen und heilen von alleine, in manchen Fällen können sie jedoch zu Gebärmutterhalskrebs führen. Die Symptome der HPV-Infektion können auch in der Form von Genitalwarzen auftreten. Manchmal verändern sich die Gebärmutterhalszellen wegen bakterieller Infektionen oder Pilzerkrankungen. Diese Typen der Veränderungen und Abweichungen beim Pap-Test können mittels verschiedenen Therapien relativ schmerzfrei geheilt werden. Bei Frauen nach der Menopause können die Tests wegen des natürlichen Alterungsprozesses abnorm sein.

Was vergrößert die Gefahr eines abnormen Pap-Tests?

Ungeschützter Geschlechtsverkehr hat einen sehr großen Einfluss auf die Gebärmutterhalszellen. Also Geschlechtsverkehr ohne Kondom, mit mehr als einer Person oder mit jemandem, der mehrere Sexualpartner hat. Auf die Weise ist nämlich das Risiko einer Infektion mit humanen Papillomviren höher. Diese Viren können auch mehrere Jahre im Körper verweilen, ohne dass sich der Wirt dessen überhaupt bewusst ist. Ihre Pap-Tests könnten also, obwohl Sie jetzt nur einen Partner haben, mit dem Sie geschützten Geschlechtsverkehr ausüben, trotzdem abnorm sein, falls Sie irgendwann in der Vergangenheit einer HPV-Infektion ausgesetzt waren. Die Zellveränderungen am Gebärmutterhals können auch durch das Rauchen oder ein geschwächtes Immunsystem beeinflusst werden.

 

Wenn beim Pap-Test Zellveränderungen am Gebärmutterhals entdeckt werden, empfiehlt Ihnen der Frauenarzt eine Kolposkopie, eine Biopsie, einen HPV-Test oder einen erneuten Pap-Test. (PhotoXpress)
Wenn beim Pap-Test Zellveränderungen am Gebärmutterhals entdeckt werden, empfiehlt Ihnen der Frauenarzt eine Kolposkopie, eine Biopsie, einen HPV-Test oder einen erneuten Pap-Test. (PhotoXpress)

 

Was sind die Symptome veränderter Gebärmutterhalszellen?

Die Zellveränderung an sich und HPV verursachen keine auffälligen Symptome. Wenn die Ursache der abnormen Befunde des Pap-Tests eine Geschlechtskrankheit oder Infektion ist, ist das häufigste Symptom ein veränderter Scheidenausfluss. Er kann sich sichtlich verändern, sei es in der Menge, der Farbe, dem Geruch oder der Dichte. Weitere relativ häufige Symptome sind auch der Juckreiz und ein brennendes Gefühl an der Vaginalöffnung. Als Symptome der Zellveränderung auf der Vaginaloberfläche oder in ihrem Inneren können eine Schwellung, eine Blase, Ausschläge oder Warzen auftreten.

Was geschieht nach einer abnormen Diagnose des Pap-Tests?

Wenn der Befund des Pap-Tests anders ausfällt, als er sollte, müssen erst noch zusätzliche Untersuchungen gemacht werden, um herauszufinden, wie ernst die entdeckten Zellveränderungen am Gebärmutterhals sind. Eine solche Untersuchung ist die Kolposkopie, wobei es sich um eine Vaginal- und Gebärmutterhalsuntersuchung mithilfe einer speziellen Vergrößerungsoptik handelt. Eine Kolposkopie wird gewöhnlich vor irgendeiner Form der Zellbehandlung gemacht. Bei der Untersuchung entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe vom Gebärmutterhals, um sie unter dem Mikroskop untersuchen zu können. Dieses Verfahren heißt Biopsie. Bei dem HPV-Test wird die Zellprobe, die vom Gebärmutterhals entnommen wurde, verwendet. Es besteht die Möglichkeit, dass Ihr Frauenarzt Ihnen nach 4 bis 6 Monaten noch einen Pap-Test verordnet. Die Art der Behandlung hängt davon ab, ob es sich um leichte, mäßige oder schwere Zellveränderungen handelt. Bei schweren Deformierungen wird das geschädigte Gewebe so behandelt, dass es vernichtet oder entfernt wird.

 

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SLO | HRV | ENG | DEU | RUS

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