Wie gefährlich ist eine Brustdrüsenentzündung?

13.08.2010 | JP

Eine Brustdrüsenentzündung kann Schmerzen, eine Schwellung und eine Rötung verursachen, die von Müdigkeit und Fieber begleitet werden.

 

 

                     

Brustdrüsenentzündung, Mastitis

Eine Brustdrüsenentzündung (Mastitis) kommt meistens in den ersten sechs Wochen nach der Entbindung vor. (PhotoXpress)

 

Brustdrüsenentzündung: Ursachen und Symptome

Zu einer Brustdrüsenentzündung (Mastitis) kommt es meistens während der Schwangerschaft und beim Stillen. Die Brustdrüsenentzündung wird durch Bakterien verursacht, meistens von Staphylokokken und Streptokokken, seltener von gramnegativen Mikroorganismen. Eine Brustdrüsenentzündung wird von der Frau meistens sehr früh erkannt, weil diese von Schmerzen, einer Rötung und Schwellung der Brust begleitet wird. Zwei weitere Symptome sind Schwächezustände und erhöhte Körpertemperatur.

Eine Brustdrüsenentzündung kommt meistens in den ersten drei Monaten nach der Entbindung beim Stillen vor, wenn die Bakterie durch den Mund des stillenden Babys in das Innere der Milchdrüse gelangt. Im Körper der Frau vermehrt sich die Bakterie sehr schnell, was zu einer leichten Infektion oder Eiterbeule führen kann. Eine Brustdrüsenentzündung kann auch die Folge einer erhöhten Muttermilchmenge sein, die sich in der Brust zu lange aufstaute.

Eine Brustdrüsenentzündung kann jedoch auch Frauen befallen, die nicht stillen. Dies passiert meistens in der Menopause oder unter Einfluss anderer hormoneller Veränderungen, die dazu führen, dass die abgestorbene Haut die Ausführungsgänge verschließt.

Ausführungsgang: Verhinderung und Behandlung

Eine Brustdrüsenentzündung wird mit Antibiotika behandelt. Wenn sich die Eiterbeule tiefer in der Brust befindet, ist ein kleiner chirurgischer Eingriff vonnöten, mit dem das vereiterte Gewebe entfernt wird. Die Schmerzen, die als Folge einer Brustdrüsenentzündung auftreten, können mit Umschlägen und einer sanften Brustmassage gelindert werden. Damit es jedoch gar nicht zu einer Brustdrüsenentzündung kommt, sollte die junge Mutter das Kind regelmäßig stillen bzw. die Brust konsequent entleeren und auf die Mund- und Handhygiene des Kindes achten.

Der Brustdrüsenentzündung ähnliche Brustkrebsart kann auch eine Rötung und Schwellung verursachen, doch in dem Fall sind die Infektionswerte niedriger. Eine akute Brustdrüsenentzündung kann sich auch zu einer chronischen entwickeln, deren Behandlung um einiges langwieriger ist.

 

 



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