Wie sieht die entsprechende Pflege eines Genitalpiercings aus?

2.07.2010 | Katie M.

Erfahren Sie, wie die richtige Pflege von Genitalpiercings aussieht, damit es zu keinen Infektionen oder anderen Unannehmlichkeiten kommt.

 

 

Genitalpiercing.

Das Genitalpiercing - einige lieben es, andere finden es abstoßend. (PhotoXpress)

 

Das Piercing kann an unterschiedlichen Stellen des Körpers getragen werden: in der Nase, am Ohr, der Augenbraue, der Brustwarze oder der Genitalien. Folgende Hinweise werden Ihnen zugute kommen, wenn Sie sich fragen werden, wie die richtige Pflege von Genitalpiercings aussieht, damit Sie wegen Ihrem Hobby keinen Arzt werden aufsuchen müssen.

Das Genitalpiercing sollte professionell gemacht sein!

Um der Reihe nach zu gehen, fangen wir beim eigentlichen Durchstehen der Haut an. Sie sollten sich auf keinen Fall selbst ein Genitalpiercing machen, auch wenn Sie das Gefühl haben, es könnte nichts schiefgehen. Auch sollten Sie sich die Nadel mit keiner weiteren Person teilen, auch wenn Sie vollkommen von deren Gesundheit überzeugt sein sollten. Offene oder verletzte Haut ist nämlich sehr anfällig für Infektionen, wobei die Ansteckungsgefahr mit unterschiedlichen ansteckenden Krankheiten wie HIV oder Hepatitis sehr groß ist. Wenn Sie sich demnach ein Genitalpiercing machen lassen wollen, dann suchen Sie ein angesehenes Piercingstudio. Die Person, die das Durchstechen übernehmen wird, muss sich davor gründlich die Hände waschen und danach Latexhandschuhe überziehen. Die Handschuhe müssen jedes Mal gewechselt werden, wenn die Person einen fremden Gegenstand berührt: Telefon, Lichtschalter, Schublade … Natürlich muss auch die Nadel steril sein – und nur für den einmaligen Gebrauch gedacht sein. Vor dem Durchstehen sollte die Haut gereinigt und sterilisiert werden, wodurch verhindert werden soll, dass durch die Wunde Bakterien in den Körper eindringen könnten.

Sex mit Genitalpiercing – ja oder nein?

Jede körperliche Anstrengung in der Zeit, bis das Genitalpiercing verheilt ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit möglicher Komplikationen wie die Reizung, Infektion und als Folge dessen Migration (das "Loch" kann sich verschieben). Im Genitalbereich befinden sich zweimal so viele Bakterien wie anderswo am Körper, deswegen müssen Sie Ihren neuen Körperschmuck sorgfältig pflegen: mindestens zweimal täglich sollte das Genitalpiercing mit Wasser und einer milden Seife gereinigt werden, bzw. ganz am Anfang nur mit einer physiologischen Lösung. Nach jeglicher sexueller Aktivität sollte das Genitalpiercing natürlich auch gründlich gereinigt werden. Das Benutzen eines Kondoms und physischer Barrieren beim Oralverkehr ist anfangs notwendig, um Infektionen zu vermeiden. Das Verheilen der Wunde kann zwischen ein paar Wochen und ein paar Monaten dauern. Und eventuelle Geschlechtskrankheiten? Zu diesem Thema gibt es fast keine, die eine Verbindung zwischen dem Genitalpiercing und einer erhöhten/verminderten Ausgesetztheit den Geschlechtskrankheiten bestätigen würden. Von entscheidender Bedeutung ist es, dass Sie im Piercingstudio Ihrer Wahl alle benötigten Informationen und Anweisungen in Bezug auf die Pflege erhalten, die Sie befolgen müssen.

 


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