Wie sieht die erste gynäkologische Untersuchung aus?
Die Angst junger Mädchen vor der ersten gynäkologischen Untersuchung ist meistens unberechtigt.
Die erste gynäkologische Untersuchung fängt mit einem Gespräch an. (PhotoXpress)
Die erste gynäkologische Untersuchung beginnt mit einem Gespräch
Die erste gynäkologische Untersuchung ist die Folge des Wunsches nach Verhütung oder gynäkologische Probleme. Die Untersuchung beim Gynäkologen beginnt mit einem Gespräch. Durch das Gespräch lernt der Gynäkologe das Mädchen bzw. die Frau kennen, er fragt nach dem Gesundheitszustand, der gynäkologischen Gesundheit und eventuellen Krankheiten in der Familie (chronische Leiden oder Krebs). Den Gynäkologen wird vor allem interessieren, ob sie welche Medikamente nimmt, ob sie schon wegen einer Krankheit behandelt wurde, ob sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, ob sie operiert wurde oder irgendwelche Allergien hat. Er wird nach der letzten Regelblutung fragen, wie lange sie dauerte, in welchen Abständen sie vorkommt und wie alt sie bei ihrer ersten Regelblutung war. Der Arzt wird außerdem wissen wollen, ob die Patientin sexuell aktiv ist, ob sie schon schwanger war oder eine Fehlgeburt hatte.
Bei der gynäkologischen Untersuchung hat aber auch die Patientin die Möglichkeit, eventuelle Fragen zu stellen, sich vom Gynäkologen beraten zu lassen und ihre gynäkologischen Probleme vorzustellen, falls welche vorhanden sind. Die erste gynäkologische Untersuchung ist auch der ideale Zeitpunkt, um mit einem Fachmann über die Empfängnisverhütung zu sprechen. Wenn sich die Patientin zu ihrer ersten gynäkologischen Untersuchung entschlossen hat, um sich über die geeignete Verhütung zu informieren, jedoch noch keinen Geschlechtsverkehr hatte, wird es lediglich beim Gespräch bleiben. Die Verhütung wird festgesetzt, während die eigentliche Untersuchung nach 3 oder 6 Monaten Geschlechtsverkehr stattfinden wird.
Wenn die Patientin noch Jungfrau ist, wird keine gynäkologische Untersuchung folgen, sondern er wird sie nach Wunsch durch den Darm untersuchen und einen Ultraschall durch die Bauchwand vornehmen.
Es folgt die Untersuchung auf dem gynäkologischen Stuhl
Dem Gespräch folgt die gynäkologische Untersuchung auf dem Gynäkologenstuhl. Dieser ist so gebaut, dass die Frau auf dem Rücken liegt, die Beine anzieht, sie auseinanderspreizt und auf die Halterungen links und rechts legt. Die Patientin liegt in der sog. Steinschnittlage. Bei der gynäkologische Untersuchung ist es wichtig, dass die Patientin ihre Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur entspannt, damit die Untersuchung wirklich schmerzfrei verlaufen kann. Der Arzt beobachtet zuerst die äußeren Geschlechtsteile (Schambehaarung, große und kleine Schamlippen, Klitoris, Eingang in die Harnröhre und die Scheide) und den Bereich um den After. Es folgt die Untersuchung mit einem Spekulum (Scheidenspiegel), welches der Gynäkologe in die Scheide einführt, um sie zu erweitern und sich die Scheidenwände und die Gebärmutter genau ansehen zu können. Vom Gebärmutterhals wird er einen Abstrich machen. Falls nötig, sieht er sich den Gebärmutterhals mit einem Kolposkop (Gerät mit vergrößerndem Spiegel). Sowohl nach der Abstrichentnahme als auch nach der Kolposkopie kann eine leichte Blutung auftreten.
Am Ende kommt die Palpation
Es folgt die Untersuchung der inneren Geschlechtsorgane (Gebärmutterhals, Gebärmutter, Gebärmutterbände, Eierstöcke und Eileiter) durch Betasten. Zur Palpation wird normalerweise ein Finger in die Scheide eingeführt, mit den Fingern der anderen Hand betastet der Gynäkologe den Unterbauch über dem Schambein. Zwischen die Finger der einen und der anderen Hand fängt er die Gebärmutter und die Eierstöcke ein, um sie einzuschätzen. Falls alles in Ordnung ist, wird hier die erste gynäkologische Untersuchung beendet, sonst folgt noch eine Ultraschalluntersuchung.






























