Wie werden Menstruationskrämpfe gelindert?
Die Menstruation kann von starken Menstruationsschmerzen begleitet werden. Wie werden sie behandelt?
Menstruationsschmerzen dauern zwischen zwei bis drei Tage und können den Alltag behindern.
Was sind Menstruationsschmerzen?
Die Fachbezeichnung für schmerzhafte Krämpfe im Unterleib während der Menstruation lautet Dysmenorrhö. Menstruationsschmerzen dauern für gewöhnlich zwischen 2 bis 3 Tage und unterscheiden sich hinsichtlich Schmerzstärke von leichten Unannehmlichkeiten bis hin zu starken Schmerzen, die den Alltag der Frau erschweren. Zu stärkeren Krämpfen neigen Frauen, bei denen die Menstruation relativ früh eingesetzt hat, zum Beispiel mit 11 Jahren, Frauen, bei denen die Menstruation 5 Tage oder länger dauert, Frauen mit Übergewicht und Frauen, die noch kein Kind geboren haben. Durch das Rauchen und den Alkohol wird die Möglichkeit einsetzender Schmerzen erhöht. Es gibt zwei Typen von Menstruationsschmerzen, den primären und den sekundären. Die primären Menstruationsschmerzen ist eine gewöhnliche Erscheinung, die in manchen Fällen mit den Jahren abklingt oder gänzlich verschwindet. Die sekundären Menstruationsschmerzen quillt aus körperlichen Problemen, es kann sich also um eine Störung der Fortpflanzungsorgane handeln.
Wodurch werden Menstruationsschmerzen verursacht?
Das Gewebe, das die Gebärmutter umgibt, produziert Chemikalien (Prostaglandin), die für einige Unannehmlichkeiten in der Zeit der Menstruation verantwortlich sind. Diese Stoffe bewirken außerdem Kontraktionen der Gebärmutter. Wenn sich die Gebärmutter stark zusammenzieht, kann sie dadurch auf das nahe liegende Blutgefäß drücken und die Sauerstoffzufuhr in das Muskelgewebe der Gebärmutter unterbrechen. Schmerzen treten auf, wenn der Muskel für einen Augenblick an Sauerstoff verliert. Frauen, deren Körper über mehr Prostaglandin verfügt, neigen zu intensiveren Kontraktionen und dadurch auch zu stärkeren Menstruationsschmerzen. Dieselbe Chemikalie kann auch Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen hervorrufen, die ein ziemlich häufiger Begleiter der Monatsblutung sind.
Für die sekundären Menstruationsschmerzen sind andere Faktoren verantwortlich:
- Endometriose: das Gebärmuttergewebe ist auch in anderen Bereichen des Unterleibes vorhanden
- gutartige Geschwülste: Zysten an den Eierstöcken oder Polypen
- Entzündung der Fortpflanzungsorgane
- Gebärmuttertumoren
- problematische Schwangerschaft
- Gebärmutterimplantate
- Verengung des Gebärmutterhalses
Symptome für Menstruationsschmerzen
Neben Krämpfen und Schmerzen im Unterleib können auch andere Unannehmlichkeiten auftreten. Frauen spüren die Menstruationsschmerzen nicht selten auch in den Hüften, im unteren Rückenbereich und den Innenschenkeln. Die Krämpfe können von Erbrechen, Durchfall, Schwächegefühlen und Kopfschmerzen begleitet werden.
Einige Frauen neigen zu stärkeren Menstruationsschmerzen als andere.
Wie kann sich die Frau alleine gegen Menstruationsschmerzen helfen?
Die Menstruationsschmerzen ist es am besten mit Schmerztabletten zu behandeln, jedoch nicht mit Aspirin, da es die Blutzirkulation anregt. Sie können auch eine warme Kompresse auf den unteren Bauch- und Rückenbereich legen und beide Teile mit einer sanften Massage behandeln. Außerdem hilft es, wenn Sie sich hinlegen und ausruhen, und zwar mit angezogenen Beinen in der Fötusstellung, weil die Menstruationsschmerzen auf diese Weise nicht so stark zu spüren sind. Koffeinhaltige Getränke, schweres Essen, Rauchen und Alkoholkonsum sollten vermieden werden. Aus präventiven Gründen sollten Sie auf Ihr Gewicht achten und regelmäßig einer körperlichen Betätigung nachgehen. Neben dem Aufgezählten sollten Sie noch auf Großmutters Weisheiten hören und die Füße immer warm halten.
Wann sollte die Frau bei Menstruationsschmerzen ärztliche Hilfe aufsuchen?
Die meisten Frauen können sich mit der Hausapotheke helfen, ärztliche Hilfe muss dann aufgesucht werden, wenn die Menstruationsschmerzen länger als gewöhnlich andauern, wenn die Blutung oder die Schmerzen stärker werden und wenn Fieber oder Schüttelfrost auftreten. Der Arzt wird mithilfe eines Gespräches versuchen, den Typ der Dysmenorrhö festzustellen, anhand seiner Schlussfolgerungen und der Befunde der gynäkologischen Untersuchung wird er die entsprechenden Medikamente verschreiben.
Toxisches Schocksyndrom
Sollten Sie während Ihrer Monatsblutung Tampons benutzen, sollten Sie bei folgenden Symptomen ärztliche Hilfe aufsuchen:
- 39 °C Fieber
- Erbrechen
- Durchfall
- Schwindelgefühle und Ohnmachtsanfälle
- Ausschlag, der wie Sonnenbrand aussieht
Das sind alles Anzeichen für ein Toxisches Schocksyndrom, das lebensgefährlich sein kann.
































