Wieso die Selbstuntersuchung der Brust so wichtig ist
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Erfahren Sie, wie die Selbstuntersuchung der Brust Leben retten kann.
In Deutschland erkranken jährlich um die 50.000 Frauen an Brustkrebs, deshalb ist die Selbstuntersuchung der Brust sehr wichtig. (jlp)
Weil momentan die Mehrheit aller Krebspatientinnen mit Brustkrebs zu kämpfen hat, und dieser auch die häufigste Todesursache unter den Krebsarten ist, ist die Selbstuntersuchung der Brust ein sehr aktuelles und wichtiges Thema. Durch die Selbstuntersuchung der Brust kann der Krebs nämlich früh erkannt werden, was eine frühe Therapie, die in diesem Stadium noch sehr erfolgsversprechend ist, ermöglicht. Um einem vergrößerten Risiko vorzubeugen, sollte jede Frau ab dem 20. Lebensjahr im Zuge der monatlichen Selbstuntersuchung ihre Brust betasten und nach möglichen Veränderungen suchen. Obwohl Brustkrebs in diesem Alter sehr selten ist, ist es wichtig, mit der regelmäßigen Selbstuntersuchung der Brust früh anzufangen. So kann man Erfahrungen sammeln und wird routinierter.
Die erste Selbstuntersuchung der Brust gilt dem Kennenlernen
Bei der ersten Selbstuntersuchung der Brust wird Ihnen das Gewebe sehr knotig und unregelmäßig vorkommen. Um bei einer korrekten Selbstuntersuchung der Brust festzustellen, welche Unregelmäßigkeiten gefährliche Veränderung bedeuten und welche zur normalen Entwicklung der Brust gehören, müssen Sie die Struktur Ihrer Brust gut kennen. Die Brust ist ein Organ beziehungsweise eine Drüse, die sich während der Periode verändert. Durch regelmäßige monatliche Selbstuntersuchungen der Brust werden Sie diese normalen Veränderungen kennen lernen und sie sich einprägen. Zwischen dem 8. und 12. Tag nach dem ersten Tag Ihrer Periode wird Ihnen die Selbstuntersuchung der Brust am leichtesten fallen, wenn die Brust weniger berührungsempfindlich und angespannt ist. Die Selbstuntersuchung der Brust muss dann jeden Monat mit dem gleichen Abstand zum ersten Tag der Periode wiederholt werden. Wenn Sie keine Monatsblutungen mehr haben, bestimmen Sie einen Tag im Monat, an dem Sie dann regelmäßig die Selbstuntersuchung durchführen.
Durch die Selbstuntersuchung der Brust erlangen Sie in ein paar Minuten Gewissheit über Krankheit oder Gesundheit. (jlp)
Was beinhaltet eine korrekte Selbstuntersuchung der Brust?
Die Selbstuntersuchung der Brust wird im Ligen und im Stehen durchgeführt. Dabei ist es wichtig, die Fingerspitzen oder die gesamte Oberfläche der Finger zu benutzen, um die Brust nicht mit den Fingernägeln aufzuscheuern. Untersuchen Sie in kleinen Kreisbewegungen die gesamte Oberfläche. Empfohlene Hilfsmittel für die Selbstuntersuchung der Brust sind Massageöl oder Körperlotionen, die das Gleiten erleichtern.
Betrachten Sie Ihre Brust zuerst im Spiegel. Lassen Sie dabei die Hände zuerst am Körper herunterhängen, dann heben Sie sie und falten Sie sie hinter dem Kopf. Suchen Sie nach eventuellen Veränderungen der Haut, Grübchen, Wunden, farblichen Veränderungen an der Brust oder den Brustwarzen, ob es zum Ausfluss aus den Brustwarzen oder zu einer Hohlwarzenbildung kommt.
Dann folgt die Selbstuntersuchung der Brust im Stehen:
- heben Sie zuerst die linke Hand und betasten Sie in Kreisbewegungen die linke Brust;
- betasten Sie die Brust in alle Richtungen: im Kreis, in Längsrichtung und vom Rand der Brust zur Brustwarze hin;
- greifen Sie dann auch unter die Achselhöhle und untersuchen Sie sie auf vergrößerte Lymphknoten, die sich wie Knötchen anfühlen;
- untersuchen Sie auch die Brustwarze, in dem Sie sie mit zwei Fingern sanft drücken und achten Sie darauf, ob ein Ausfluss zu sehen ist;
- wiederholen Sie dasselbe mit der anderen Brust;
- wenden Sie danach die gleichen Schritte bei der Selbstuntersuchung der Brust im Liegen an.
Bei der Selbstuntersuchung der Brust müssen Sie auf jegliche Veränderungen im äußeren Erscheinungsbild der Brust achten. (jlp)
Worauf Sie bei der Selbstuntersuchung der Brust achten müssen
Bei der Selbstuntersuchung der Brust muss auf die Symmetrie der Brüste geachtet werden. Wenn zum Beispiel in einer Brust ein Knoten entdeckt wird, der in der anderen nicht gefunden werden kann, kann das auf eine Anomalie hindeuten. Diesen Verdacht sollten Sie sofort beim Arzt vorstellen. Ein Arztbesuch ist außerdem empfehlenswert, wenn:
- Sie zwei Monate hintereinander einen Knoten auf derselben Stelle ertasten;
- sich die Form der Brustwarze verändert oder die einer Hohlwarze erkennbar wird;
- Sie einen Ausfluss aus der Brustwarze bemerken;
- sich an einer bestimmte Stelle an der Brust Dellen bilden (Orangenhaut);
- sich die Form oder die Größe der Brust verändert;
- die Brust geschwollen oder rötlich ist.
Trotz entdeckter Anomalien bei der Selbstuntersuchung der Brust zögern viele Frauen den Arztbesuch hinaus, weil sie Angst vor der Diagnose Brustkrebs haben. Die Krankheit wird dann erst in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Sollten Ihnen bei der Selbstuntersuchung der Brust die oben genannten Veränderungen auffallen, ist es deshalb besonders wichtig, sofort einen Arzt aufzusuchen. Die frühe Diagnose des Brustkrebses ist nämlich entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.
































