Wir beantworten einige Fragen übers Intimpiercing!

7.11.2010 | Alexander F.

Der Entschluss zu einem Intimpiercing sollte gut überlegt werden. Wir klären die grundsätzlichsten Fragen!

 

 

Intimpiercing

Ein Intimpiercing sieht gut aus und bereitet mehr Lust beim Sex. (PhotoXpress)

 

Mehr über das Intimpiercing finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!

 

Intime Körperteile ließen sich schon römische Soldaten durchstechen, was damals als Zeichen der Tapferkeit bewertet wurde. Viktorianische Frauen trugen die Ohrringe an den Brustwarzen, damit ihre Brüste größer wirkten. Heutzutage entscheiden sich Menschen für ein Intimpiercing aus unterschiedlichen Gründen, z. B. ästhetischen, ein Intimpiercing ist mittlerweile zum Modeaccessoire geworden, oder sexuellen, da ein Intimpiercing durch zusätzliche Reibung sehr stimulierend wirkt.

Die Schmerzfrage beim Intimpiercing

Es ist sehr wichtig, das Intimpiercing gut und auf die richtige Stelle zu positionieren, damit es keine Schmerzen verursacht. Der Verlust der Empfindlichkeit der gepiercten Körperstelle kann vorübergehend oder andauernd sein. Ein unprofessionell gestochenes Intimpiercing kann Schmerzen beim Sex verursachen und die Gesundheit (indirekt) gefährden. Ein Kondom kann durch die scharfen Kanten des Piercings beschädigt werden. Mit einem Gleitmittel kann zumindest teilweise Abhilfe geschaffen werden, indem es auf den Penis und das Kondom aufgetragen wird. Doch es sollte ein Gleitmittel auf Wasserbasis benutzt werden, welches das Kondom nicht porös macht.

Die Schmerzempfindung beim eigentlichen Durchstechen des Körpers hängt von der Art des Durchstechens, der persönlichen Schmerzgrenze und vom Endorphinspiegel im Körper ab. Das körpereigene Peptid mit morphinähnlicher Wirkung wirkt schmerzlindernd, es wird durch Angst oder Aufregung freigesetzt. Endorphine wirken euphorisch auf den Menschen, sie lassen ihn in einem bestimmten Maße den Schmerz vergessen und sich unbesiegbar fühlen.

Die Lustfrage beim Intimpiercing

Jeder Körperteil kann durchstochen werden, nur die Art und Weise unterscheiden sich, denn nicht jede Klitoris eignet sich für jede Art des Intimpiercings. Wir empfehlen deshalb, alle nötigen und gewünschten Informationen vorab bei einem Experten einzuholen. Während ein bestimmtes Intimpiercing bei einer Frau mit großer Klitoris für viel Erregung sorgt, bereitet es einer Frau mit kleiner Klitoris weniger oder gar keine Lust. Die sexuelle Komponente wird durch ein solches Intimpiercing demnach nicht erfüllt.

Andererseits haben Schamlippen- oder Brustwarzenpiercings bei Männern eine eher ästhetische Funktion, denn eine direkte Stimulation über das Piercing bleibt aus.

Die Verheilungsfrage beim Intimpiercing

Die Heilungsdauer hängt von der Art des Intimpiercings ab. Sie kann von vier Wochen bis drei Monaten dauern. Obwohl Sie wahrscheinlich gerne Ihren neuen Schmuck möglichst bald ausprobieren möchten, ist es ratsam, in der Zeit der Heilung keinen Sex zu haben.

 

Mehr über das Intimpiercing finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!

 

 


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