Würden Sie die Anzeichen einer Bauchhöhlenschwangerschaft erkennen?

4.04.2010 | Izabela M

Eine Bauchhöhlenschwangerschaft kann sehr gefährlich sein. Die Schwangere kann sogar innerhalb weniger Stunden verbluten.

 

 

Bauchhöhlenschwangerschaft

Eine Bauchhöhlenschwangerschaft bzw. Abdominalgravidität kann ernsthafte Folgen haben. (PhotoXpress)

 

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Was ist eine Bauchhöhlenschwangerschaft?

Wie schon der Name andeutet, ist eine Bauchhöhlenschwangerschaft eine Schwangerschaft, die sich außerhalb der Gebärmutter entwickelt. Das passiert, wenn sich die befruchtete Eizelle nicht normal in die Gebärmutter einnisten kann, sondern sich irgendwo anders im Unterleib entwickelt. Die Leibesfrucht einer solchen Empfängnis ist anormal und kann sich zu keinem Fötus entwickeln. Eine solche Eizelle nistet sich in den meisten Fällen in den Eileitern ein, sie kann aber auch an den Eierstöcken oder am Darm haften bleiben. Eine Bauchhöhlenschwangerschaft kann zwischen der 5. und 10. Schwangerschaftswoche diagnostiziert werden und ernsthafte Komplikationen verursachen, eine Blutung zum Beispiel. Mit dem Wachstum der befruchteten Eizelle wachsen auch die Eileiter langsam mit, was zu einer Ruptur beziehungsweise Zerreißung führen kann. Weil sich neben den Eileitern die Hauptschlagader befindet, ist ihr Wachstum sehr gefährlich, da die Hauptschlagader beschädigt werden kann, was schließlich eine starke Blutung zur Folge hat.

Ursachen für eine Bauchhöhlenschwangerschaft

Zu einer Bauchhöhlenschwangerschaft kommt es, wenn die befruchtete Eizelle den Weg zur Gebärmutter nicht fortsetzt, sondern im Eileiter stehen bleibt. Die Eizelle bleibt stehen, wenn der Eileiter beschädigt, vernarbt oder verdreht ist. Das Risiko einer Bauchhöhlenschwangerschaft wird durch vergangene Eileiterinfektionen erhöht, wie zum Beispiel durch eine Chlamydieninfektion oder Gonorrhö. Falls die Frau in der Vergangenheit an Organen im Unterleib, den Eileitern, den Eierstöcken, der Gebärmutter oder dem Darm, operiert wurde, könnte das Risiko einer Bauchhöhlenschwangerschaft ebenso erhöht sein. Durch eine schon vorhandene Bauchhöhlenschwangerschaft in der Vergangenheit erhöht sich das Risiko in der Zukunft.

Symptome einer Bauchhöhlenschwangerschaft und der Besuch beim Arzt

Die Symptome bei einer Bauchhöhlenschwangerschaft ähneln sehr den Symptomen bei einer Abtreibung. Bei dieser Art der Empfängnis kann es manchmal zu Komplikationen kommen. In den meisten Fällen treten Unterleibsschmerzen und Vaginalblutungen auf. In etwas schlimmeren Fällen, die sofortiger ärztlicher Hilfe bedürfen, treten außerdem Schwindelgefühle, Benommenheit, Blässe, Schweißausbruch und ein erhöhter Herzschlag auf. Eine Frau mit starker Vaginalblutung braucht unbedingt sofortige ärztliche Hilfe, da sie anderenfalls in nur zwei Stunden verbluten kann.

Ärztliche Untersuchungen und Behandlung

In Falle von Schmerzen und einer Vaginalblutung wird der Frau eine Sauerstoffmaske aufgelegt und Blut für Blutuntersuchungen abgenommen. Der Arzt führt auch eine gynäkologische Untersuchung durch, bei der normalerweise der Ultraschall zum Einsatz kommt, um die Stelle der Schwangerschaft zu lokalisieren. Falls die Blutung sehr stark ist und sich die Frau in Lebensgefahr befindet, wird sie unverzüglich in den Operationssaal gebracht. Weil eine Bauchhöhlenschwangerschaft nicht normal ist und sich das Kind nicht entwickeln kann, wird der Arzt die bestmögliche Art der Behandlung vorschlagen. Wenn sich die Schwangerschaft in den Eileitern entwickelt, wird für gewöhnlich mit einer medikamentösen Behandlung das Wachstum des Gewebes verhindert, das der Körper nach einiger Zeit ausscheidet. Jeden dritten Tag muss das Blut untersucht werden. Frauen, deren Bauchhöhlenschwangerschaft auf diese Weise behandelt wurde, berichten über Unterleibsschmerzen und eine Vaginalblutung, die einer etwas stärkeren Menstruation ähnelt. Um eine Bauchhöhlenschwangerschaft zu beenden, führen die Chirurgen eine Laparoskopie durch, bei der durch zwei kleine Öffnungen im Unterleib das Gewebe entfernt wird. Manchmal bedarf es einer größeren Öffnung, in einigen Fällen, wenn der Eileiter stark beschädigt ist, muss sogar der Eileiter selbst entfernt werden.

 

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