Würden Sie Syphilis erkennen?
Lernen Sie die Symptome von Syphilis zu erkennen, eine gefährliche Geschlechtskrankheit, die ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen wird.
Die Symptome von Syphilis zu erkennen, kann Leben retten.
Mehr über Syphilis finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
Was ist Syphilis?
Bei Syphilis (oder auch harter Schanker oder Franzosenkrankheit) handelt es sich um eine sehr gefährliche Krankheit, die von der Treponema pallidum Bakterie ausgelöst wird. Syphilis kann den ganzen Körper befallen und sogar mit dem Tod enden oder schwere Schäden wie Herzfehler, Hirnschäden, Erblindung und Gelenkentzündungen verursachen.
Wie kommt es zur Infektion mit Syphilis?
In 95 % aller Fälle wird Syphilis durch ungeschützten Geschlechtsverkehr (vaginal, oral oder anal) übertragen. Selten wird Syphilis durch Küssen, Bisswunden und anderweitigen Kontakt mit einem Syphilis-Patienten mit offenen Wunden auf der Haut übertragen.
Wie sehen die Symptome von Syphilis aus?
Die Inkubationszeit beträgt bei Syphilis ungefähr 3 Wochen. Die Krankheit wird in drei Kategorien geteilt, und zwar in die frühe, späte und angeborene Syphilis.
Symptome von Syphilis im Frühstadium
Die Bakterie dringt in die Haut oder die Schleimhaut. Nach drei Tagen entsteht dort ein Knötchen, welches sich nach ein paar Tagen in ein schmerzfreies rundes oder ovales Geschwür mit harten Rändern verwandelt. Am häufigsten entsteht es an den Geschlechtsteilen, manchmal auch an den Lippen oder in der Mundhöhle. Nach wenigen Tagen kommt es zur Schwellung der lokalen, nach verstrichenen zwei Monaten auch aller anderen Lymphknoten. Danach bildet sich ein Hautausschlag, der nicht juckt und sich vom Körper auf die Extremitäten ausbreitet. Nach ein bis zwei Monaten verschwindet er wieder und hinterlässt kleine weiße Flecken. Mehreren Monaten nach der Infektion mit Syphilis kann es zu Haarausfall kommen. Die kahlen Stellen haben die ungefähre Größe einer Münze und wachsen von alleine wieder nach.
Symptome von Syphilis im späten Stadium
Hier kommt es nicht unbedingt zu Hautveränderungen. Doch es kommt zu Veränderungen des Blutkreislaufs und des zentralen Nervensystems. Die Krankheit wird durch eine Untersuchung des Blutes oder der Hirnflüssigkeit entdeckt und weiterverfolgt.
Symptome von angeborener Syphilis
Falls eine werdende Mutter mit Syphilis infiziert ist, können eine Fehlgeburt, eine Totgeburt oder die Übertragung der Krankheit auf das ungeborene Kind nicht verhindert werden.
Wie kann man sich gegen Syphilis schützen?
Der einfachste und sicherste Schutz gegen Syphilis ist der Gebrauch eines Kondoms beim Geschlechtsverkehr (vaginal, oral oder anal). Bei Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern sind regelmäßige Blutuntersuchungen ratsam.
Wie sieht die Behandlung von Syphilis aus?
Im frühen Stadium kann Syphilis erfolgreich mit Penizillin behandelt und geheilt werden. Bei einer Penizillinallergie werden Doxycyclin und Tetracyclin gebraucht. Die Medikamente werden direkt in die Muskeln injiziert (intramuskuläre Applikation).
Und noch eine Interessantheit. Dem Gesetz nach müssen alle mit Syphilis infizierten Personen registriert werden. Auch das Testen aller Schwangeren ist vorgeschrieben.
Mehr über Syphilis finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!































