Lernen Sie das Profil eines Metrosexuellen kennen!
Ein Metrosexueller ist ein Mann, der in der westlichen Gesellschaft das Produkt des Konsumdenkens, des Kapitalismus und der Massenmedien ist.
Der metrosexuelle Mann ist ein Synonym für einen erfolgreichen, urbanen Mann, der sich im Wirbel der Geschäfte, Mode und eines gesunden Lebensstils befindet. (PhotoXpress)
Einen bedeutenden Faktor bei der Feminisierung des Mannes stellen Zeitschriften dar, die einen neuen Typ Mann, der sich vom traditionellen Macho unterscheidet, in den Vordergrund stellen. Es ist die Rede von einem heterosexuellen Mann mit weiblichen Charakterzügen, der nach Meinung der Fachleute die gesellschaftlich angenommenen (traditionellen) sexuellen Stereotype ungeachtet der eigenen Orientierung umgeht. Die Feminisierung des männlichen Geschlechts hat ihre Wurzeln in den veränderten gesellschaftlichen Rollen der Geschlechter. Der neue Persönlichkeitstyp soll mehr auf andere gerichtet sein, während Männer selbstbewusster, fürsorglicher und emotionaler geworden sind. In der soziologischen Sprache ist ein metrosexueller Mann jemand, der sein Aussehen mit David Beckham und Brad Pitt vergleicht. Ich finde, es ist nicht schwer zu erkennen, welcher Typ Mann gemeint ist.
Wann war der nackte männliche Körper das erste Mal zu sehen?
Idealisierte und ästhetisierte Abbildungen von mehr oder weniger nackten Männerkörpern waren zuerst in Bodybuildingzeitschriften, erst später in Zeitschriften für Schwule zu sehen, während sie heutzutage in allen anderen Medien gang und gäbe sind. Allen ist die Vorstellung des idealen Mannes, der muskulös und allgemein in guter Form, von guter Gesundheit, erfolgreich im Beruf und im Umgang mit Frauen sein muss. Es passiert auch, dass der Männerkörper idealisiert und nicht mehr in einer aktiven Rolle dargestellt wird, sondern mit der Absicht, dass andere (Frauen und Männer) bei ihrem Anblick Freude verspüren. Die männlichen Leser sollen sich mit den Models in den Zeitschriften identifizieren. Es ist nichts Ungewöhnliches daran, wenn der ideale, schlanke, muskulöse und deswegen schöne Männerkörper in „Frauenposen“ abgebildet ist. Gerade diese charakteristischen weiblichen Körper- und Gesichtszüge bezeichnen den metrosexuellen Mann.
Das Phänomen des metrosexuellen Mannes
Der Begriff Metrosexualität wird zum ersten Mal um die Jahrtausendwende von Mark Simpson im britischen Independent gebraucht, um den narzisstischen Männertyp, dessen Profil in den Medien übersättigt vorkommt und im dritten Jahrtausend Erfolg versprechen soll, zu beschreiben. Das ist ein Männertyp, der von Hollywood mit Hilfe von Werbeanzeigen und Zeitschriften geschaffen wurde, die unterschiedliche Lebensstile anbieten. Als Grund wird der Wunsch angegeben, den traditionellen und "über sich nicht nachdenkenden" Mann, der nicht konsumorientiert genug war, zu verdrängen. Das Konzept der Metrosexualität entwickelte Simpson in seinem Buch Male Impersonators: Men Performing Masculinity, in dem er die immer mehr ästhetisierte und unoriginelle Männerwelt analysierte. Auf diese Weise kam er auch zu der Neubildung, in der „metro“ die Metropole als infrastrukturell ausreichend reiches Umfeld (bezüglich des Angebotes an Mode, Kosmetiksalons und Sportzentren) im Sinne des modernen Dadaismus darstellt. Durch "sexuell" wird die Heterosexualität bezeichnet und somit die Feminisierung der neuen männlichen Einstellung betont, gleichzeitig wird aber dem Stereotypen gefolgt, dass nur die Homosexuellen innerhalb des neuen Phänomens dem eigenen Aussehen übertrieben Aufmerksamkeit geschenkt haben.
Die Metrosexualität soll einen ungebundenen Lebensstil bezeichnen, in dem die etablierten und steifen Verhaltensweisen zum Scheitern verurteilt sind. Sie soll die Endstufe der menschlichen Sexualität sein, in der die gesellschaftlichen Unterschiede auf ein Minimum reduziert sind. Als handle es sich um eine wechselseitige Übernahme der Geschlechterrollen. Und das macht, nach Meinung von Sandra Bartky, vor allem die Idee möglich, dass "wir als Männer und Frauen, nicht aber in die Männlichkeit oder Weiblichkeit geboren werden". Die letzten Eigenschaften sind, wie die Metrosexualität zeigt, künstliche Gebilde, da das Individuum seine Normen selbst bestimmt, sie verändert, was sich auch nach außen hin zeigt, durch das Aussehen.






























