Liegt es in unserer Natur treu zu sein?
Liegt es in unserer Natur treu zu sein?
Wir haben uns in die Tierwelt aufgemacht, um zu überprüfen, ob Treue der Natur des Menschen entspricht. Was glauben Sie? Überprüfen Sie es selbst.

Auch bei Vögeln geht die Liebe durch den Magen. (jlp)
Die Tierwelt kennt nur in den wenigsten Fällen Treue, deswegen kennt sie aber die „Bezahlung“ für Sex. Wir berufen uns sehr häufig auf die Tierwelt, wenn es uns passt. Aber vielleicht noch öfter erheben wir uns über sie. Die Frage, ob wir besser sind als Tiere oder nicht, wird hier nicht beantwortet. Lediglich wegen der Widersprüche, in die wir uns wegen der Natur verfangen, und weil die Ergebnisse wirklich interessant sind, stellen wir Ihnen vor, was die Forscher über das sexuelle Verhalten der Tiere herausgefunden haben.

Promiskuität ist der häufigste gemeinsame Faktor unter allen Tierarten. (jlp)
Einige Vögel erkaufen sich die Liebe des Weibchens mit Nahrung
Promiskuität ist der häufigste gemeinsame Faktor unter allen Tierarten. Die Tiere unterschieden zwischen sexueller und gesellschaftlicher Monogamie. Sie leben oft in einer Art Kommune, die Partner können auch gemeinsam die Jungen erziehen, aber diese stammen nicht immer vom selben Partner.
Und nicht nur das. Auch in der Tierwelt ist das Bezahlen für Sex bekannt. Am häufigsten bezahlt das Männchen dem Weibchen. Wir alle kennen die Geschichte von der Biene und der Blüte. Ich erzähle Ihnen eine kurze Geschichte von den Vögeln. Einige Vogelarten sind dafür bekannt, dass sie ihre Weibchen mit Futter bezahlen. Manchmal geben sie ihren Auserwählten sogar mehr Futter als ihrer Partnerin.

Die Pflege des Fells ist gleichzeitig die Bezahlung für Sex. (jlp)
Affen paaren sich mehr als einmal stündlich
Wenn wir uns ein bisschen näher an den Menschen herantasten und uns die Affen ansehen, kommen wir zu ähnlichen Ergebnissen. Die Affenmännchen, die zur Gattung der Makaken gehören, machen den Weibchen den Hof und bieten ihnen als Gegenleistung für Sex besondere Gefälligkeiten. Das Weibchen hat 1,5-mal pro Stunde Sex. Bei entsprechendem Anreiz sogar 3,5-mal pro Stunde. Die Weibchen machen das Fell der anderen Weibchen, der Jungen oder auch der Männchen als Gegenleistung für Freundschaft, Schutz oder eine bestimmte Stellung in der Gesellschaft sauber. Die Männchen machen das für Sex.
Die Männchen gehen die Sache natürlich sehr ökonomisch an. Den Preis, den sie bezahlen, passen sie dem Angebot, den momentanen Verhältnissen und der Konkurrenz an. Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Eifersucht kennen. Kämpfe und demzufolge Verletzungen stehen bei den Weibchen an der Tagesordnung.

Der Preis für sexuelle Leistungen verändert sich in Hinblick auf Angebot und Konkurrenz. (jlp)
Vielleicht sind wir Menschen zwar keine Tiere, aber in so mancher Situation ähnelt unser Verhalten dem der Tiere ungemein.























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