5 Mythen und Wahrheiten rund um die Selbstbefriedigung

8.11.2011 | J. P.

Es ist an der Zeit, mit den ungewöhnlichen und kaum zu glaubenden Mythen rund um die Selbstbefriedigung aufzuräumen.

 

 

Selbstbefriedigung

Selbstbefriedigung gehört nicht nur in die Domäne der Männer, Frauen reden bloß nicht gern darüber. (PhotoXpress)

 

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Mythos Nr. 1: Selbstbefriedigung gehört in die Domäne der Jugendlichen

Aufklärung: Die Selbstbefriedigung ist eine sexuelle Aktivität, die den Menschen sein Leben lang begleitet. Mit zahlreichen Studien wurde belegt, dass sich zwischen 70 und 95 % erwachsener Männer und Frauen der Selbstbefriedigung hingeben. Mag die Selbstbefriedigung zwar nicht mehr so oft ausgeübt werden, die Altersgrenze nach oben ist dennoch nicht festgelegt. Eine Studie, bei der 800 Erwachsene in einem Alter über 60 Jahre mitgemacht haben, zeigte, dass sich stolze 46 % von ihnen selbst befriedigen. Demnach ist die Selbstbefriedigung kein Akt der Unreife, dessen sich nur Jugendliche bedienen würden.

Mythos Nr. 2: Selbstbefriedigung ist kein richtiger Sex

Aufklärung: Selbstbefriedigung ist richtiger Sex, da es sexuelle Erregung beinhaltet, die mit einem Orgasmus endet. Einige widersprechen dem mit dem Argument, dass es sich um Sex nur dann handelt, wenn es zum Koitus kommt, der Penetration des Penis in die Vagina, mit der Absicht beziehungsweise der Möglichkeit der Fortpflanzung. Aber nach demselben Kriterium würde man auch Oral- und Analsex als Sex ausschließen müssen.

Mythos Nr. 3: Selbstbefriedigung schadet der Gesundheit

Aufklärung: Glaubenssätze und Marketingtricks versuchen schon immer die Selbstbefriedigung als eine Krankheit darzustellen, die blind macht, Akne verursacht und Haare an den Händen wachsen lässt. Heutzutage sollte jedoch jedem klar sein, dass Selbstbefriedigung vollkommen ungefährlich ist – natürlich im Rahmen des „Normalen“. Wenn ein Mensch zur kompulsiven Selbstbefriedigung geneigt beziehungsweise zu keinem anderen sexuellen Verhalten fähig ist, ist ein Besuch beim Psychiater zu empfehlen. Ansonsten birgt die Selbstbefriedigung keine Risiken, ungeachtet dessen, ob sie einmal im Monat oder dreimal täglich ausgeübt wird.

Mythos Nr. 4: Selbstbefriedigung gehört in die Domäne der Männer

Aufklärung: Obwohl die meisten Statistiken zeigen, dass es tatsächlich mehr masturbierende Männer als Frauen gibt, ist das noch lange kein Beweis dafür, dass Selbstbefriedigung biologisch bedingt sein sollte. Andererseits stimmt die Tatsache, dass die weibliche Selbstbefriedigung in der Gesellschaft einer stärkeren Kritik unterliegt, was sich schließlich auch auf die Ergebnisse der Statistiken auswirken kann: Entweder sprechen Frauen ungern über die Selbstbefriedigung oder sie praktizieren sie seltener wegen der allgemeinen negativen Einstellung.

Mythos Nr. 5: Selbstbefriedigung gehört in die Domäne von Singles

Aufklärung: Wegen dieser Überzeugung wird die Selbstbefriedigung von Menschen, die in einer Beziehung leben, versteckt und schweigend ausgeführt. Alfred Kinsey hat jedoch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts anhand einer Studie bewiesen, dass 40 % der Männer und 30 % der Frauen, die in einer Beziehung leben und regelmäßig Sex haben, sich nebenbei auch selbst befriedigen.

 

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