Androgynie: Sind Sie mehr ein männlicher oder ein weiblicher Typ?

28.02.2012 | T. F.

Haben Sie sich mal gefragt, ob bei Ihnen die weiblichen oder die männlichen Merkmale überwiegen? Schon mal von Androgynie gehört?

 

 

Androgynie

Diese beiden brauchen sich über Androgynie bestimmt keine Gedanken zumachen. (PhotoXpress)

 

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Was bedeutet Androgynie?

Der Terminus Androgynie stammt aus dem Griechischen (andros bedeutet Mann und gyne Frau) und bezeichnet eine Kombination von weiblichen und männliche Charaktermerkmalen in einer Person in einer Person.

Man ist die Forschungen über die Androgynie auf der Grundlage der traditionellen Kenntnisse über die Geschlechterrollen und der unterschiedlichen männlichen und weiblichen Eigenschaften angegangen. Die Eigenschaften basierten auf der Annahme, dass die Person um so männlicher ist, desto weniger weibliche Eigenschaften sie hat, und umgekehrt. "Leider" sind wir Menschen keine so einfachen Wesen, dass wir aufgrund einer so simplen Denkweise und Formelhaftigkeit kategorisiert werden könnten. Viele Vertreter des starken Geschlechts können weibliche Interessen und Fertigkeiten aufweisen, obwohl sie in anderen Bereichen sehr männlich sind. Umgekehrt gilt das Gleiche für das schwache Geschlecht.

Androgynie kann man messen?

Die Psychologin Sandra Bem machte eine ausführliche Forschung des Begriffs Androgynie und der Charakterisierung von androgynen Menschen. Das Produkt ihrer Arbeit war ein interessanter Test (Bem Sex Role Inventory oder kurz BSRI), mit dem man den Grad der Persönlichkeitsandrogynie messen kann. In dem Test sind 20 typisch männliche Eigenschaften, wie zum Beispiel: aggressiv, ehrgeizig, risikobereit, ..., 20 typisch weibliche Eigenschaften, wie  zum Beispiel: Emotionalität, Gehorsamkeit, Kinderliebe,... und noch 20 neutrale Eigenschaften, wie zum Beispiel: glücklich, einbezogen.

Jeder Befragte musste beide Tests ausfüllen, in denen auch die neutralen Fragen einbezogen waren. Die Resultate der Männlichkeit haben sie mit vorwiegend männlichen Charakteristiken und die Resultate der Weiblichkeit mit vorwiegend weiblichen Charakteristiken bekommen. Überraschenderweise ließ sich bei 1/3 der befragten Personen Androgynie beobachten.

 

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