Der Wunsch nach Sex macht Männer ungeduldig
Wenn Sie sich schon immer gefragt haben, wieso auf Automessen leicht bekleidete Frauen herumlaufen, in diesem Artikel finden Sie vielleicht die Antwort.
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Wenn Sie einem Mann was verkaufen wollen, dann stellen Sie daneben eine Bikinischönheit. Schönheiten auf den Automessen, Schönheiten, die von elektronischen Geräten bis Baumaterial alles verkaufen, überall wird auf den gleichen Effekt gesetzt. Werbung für alle möglichen Sachen, von Mentholbonbons bis Jeanshosen, alle beinhalten Andeutungen an Sex. In einer Studie, die im „Journal of Consumer Research” veröffentlicht wurde, versuchten die Autoren Bram Van den Bergh, Siegfried DeWitte und Luk Warlop (Belgien) die bewährte Marketingstrategie auch experimentell zu bestätigen.
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„Es scheint, dass der sexuelle Appetit eine so schnell wie mögliche Befriedigung des Verlangens bzw. Wunsches verursacht.“ Die Aktivierung des Sexverlangens breitet sich in alle Ecken des Gehirns aus, auch in Regionen, die eigentlich mit der Sexualität nichts zu tun haben, wie z. B. der Wunsch nach Nahrung oder Geld. „Nach einer Berührung eines BHs geben sich Männer viel eher zufrieden mit einem kleineren Geldgewinn. Die Ausgesetztheit einem Sexualimpuls beeinflusst die Wahl zwischen einer Schokoladentorte und einem Apfel als Nachspeise.“ Die Autoren glauben, dass der Mann unter Einfluss des Sexualimpulses in seinem Denken aus der Zukunft in die Gegenwart versetzt wird, in das hier und jetzt. „Die Studie demonstrierte, wie ein Bikini die Zeitwahrnehmung beeinflussen kann – die Männer leben nur noch für den Augenblick, wenn sie eine Frau im Bikini sehen. Das bedeutet, dass Männer wegen der Ausgesetztheit einem Sexualimpuls immer die schnellste und einfachste Befriedigung ihres Wunsches wählen werden.“
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Die Autoren beschrieben nur einen Effekt, den sich die Werbung schon lange zunutze macht. Alles, was mit Sexualität verbunden ist, weckt in uns ein Verlangen, das so schnell wie möglich gestillt werden will. Dieser Befriedigungsdrang überträgt sich auf alle Entscheidungsmechanismen. Ein ausgelöster Sexualimpuls macht uns ungeduldig und unüberlegt. Anstatt die Entscheidung zu überdenken, das Für und Wieder abzuwiegen, suchen wir die schnelle Befriedigung unseres Verlangens. Wir kaufen, weil wir darin Befriedigung suchen, keine qualitätvolle sondern eine sofortige Befriedigung. Wir müssen es einfach haben. Ein Weg aus diesem Muster ist eine befriedigende Sexualität. Die Befriedigung des Sexwunsches beruhigt uns und macht uns ein wenig immun gegen zufällige oder geplante Marketingmuster, die uns wieder in eine manische Suche der Befriedigung unseres Verlangens stürzen wollen.
Wollen Sie sparen? Einfach, haben sie mehr Sex. Aber kein Telefonsex.
































