Die Geschichte der Homosexualität wurde oft neu geschrieben!
In der Geschichte der Homosexualität gibt es viele Schlüsselmomente, die zum Umschwung führten. Mehr dazu im Artikel!
Die Geschichte der Homosexualität kennt viele Einzelschicksale von verfolgten, diskriminierten und stigmatisierten Menschen. (PhotoXpress)
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Die bewegte Geschichte der Homosexualität
In der Antike nimmt die Geschichte der Homosexualität anfangs einen positiven Lauf, da gleichgeschlechtliche Liebe nicht nur toleriert, sondern in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen sogar erwartet wurde. Es wird angenommen, dass auch die Kelten, die russischen Steppennomaden und die Einwohner Kleinasiens dazu beitrugen, dass die Geschichte der Homosexualität zumindest friedlich anfing. Erst im 7. Jahrhundert kriminalisierte das Einführen eines neuen Gesetzes die „Sodomie“. In Nord- und Osteuropa wurde die Geschichte der Homosexualität jedoch bis zum 13. Jahrhundert nicht umgeschrieben. Im späteren Westen Europas fällt die Geschichte der Homosexualität mit der Machtzunahme der jüdisch-christlichen Moralvorstellungen zusammen und gleichgeschlechtliche Beziehungen gelten zunehmend als unmoralisch und sündig. Doch so wie viele andere Sünden wurde auch diese sexuelle Anomalie als Ausdruck allgemeiner menschlicher Schwäche angesehen und nicht als spezifische geistige Störung eines bestimmten Menschentyps. Diese Wahrnehmung kann in der Geschichte der Homosexualität erst ab Ende des 19. Jahrhunderts verzeichnet werden. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Homosexuelle als Opfer einer gestörten sexuellen Entwicklung therapiert. Der österreichische Psychoanalytiker Sigmund Freud war der Meinung, Homosexualität wäre ein abweichendes sexuelles Verhalten. Und auch in der heutigen Zeit wird die Geschichte der Homosexualität durch Studien über biologische und soziologische Hintergründe der gleichgeschlechtlichen sexuellen Orientierung immer wieder neu verfasst. Im Jahre 1993 wurde in einer Studie der Versuch unternommen, genetische Indikatoren der Homosexualität zu identifizieren, was jedoch keine nachweisbaren Resultate hervorbrachte.
Die düstersten Momente in der Geschichte der Homosexualität
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Homosexualität zutiefst negativ. Von diesem Zeitraum ist die Rede, wenn die Geschichte der Homosexualität von Unterdrückung, Verheimlichung, Tabuisierung und sogar Strafverfolgung spricht. Männer und Frauen, die sich in eine Liebesbeziehung mit Personen des gleichen Geschlechts einließen, waren den Vorurteilen, dem Spott und der Entrüstung ihrer Mitmenschen ausgesetzt. Männliche Homosexuelle wurden dabei als verweiblicht verhöhnt, Lesbierinnen als Mannweiber beschimpft und allgemein galten Homosexuelle als sexbesessen, unmoralisch und unfähig sich zu zügeln. Außerdem wurde ihnen oft sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen. Auch der 2. Weltkrieg sowie die Vorkriegszeit spielen in der Geschichte der Homosexualität eine bedeutende Rolle. Wer den Ansprüchen der herrschenden arischen Rasse nicht entsprach, sei es wegen seiner Religion, seiner Nationalität oder seiner sexuellen Vorlieben, wurde gejagt und in ein Konzentrationslager gesperrt.
Die Kinsey-Studien: ein Lichtblick in der Geschichte der Homosexualität
Erst in der letzten Zeit hat die Homosexualität in der westlichen Kultur wieder einen Stand erreicht, der langsam Besserung verspricht. Die neuere und zukünftige Geschichte der Homosexualität wurde vor allem durch zwei Studien des amerikanischen Biologen Alfred Charles Kinsey geprägt: Das sexuelle Verhalten des Mannes und Das sexuelle Verhalten der Frau. Seine Untersuchungen haben bei den Häufigkeitsschätzungen bezüglich der gleichgeschlechtlichen sexuellen Orientierung zwar übertrieben, sie haben es jedoch geschafft, die homosexuellen Neigungen zu demystifizieren. Zum ersten Mal nach langer Zeit in der Geschichte der Homosexualität wurde diese wieder realistisch und alltäglich beschrieben und nicht als teuflische Missetat oder psychische bzw. medizinische Dysfunktion. Kinsey suchte nach Homosexuellen in allen gesellschaftlichen Schichten, also bei Menschen aus den verschiedensten kulturellen, familiären und religiösen Umfeldern, und wurde überall fündig. Nach Veröffentlichung dieser beiden Studien kam es in der Geschichte der Homosexualität zum nächsten entscheidenden Moment: Die amerikanische Kammer für Psychiatrie strich 1973 die Homosexualität von ihrer Liste der Geisteskrankheiten, worauf sie im Jahre 1980 auch aus dem diagnostischen und statistischen Handbuch für Psychiater entfernt wurde. In Deutschland wurde erst nach dem Jahr 1999 einheitlich eine akzeptierende und aufgeschlossene Haltung gegenüber der Homosexualität eingenommen, außerdem existieren keine Gesetze mehr, welche homosexuellen Geschlechtsverkehr bestraften. Damit hat die Geschichte der Homosexualität aber noch längst kein gutes Ende gefunden. Der letztlich eingebrachte Vorschlag zur weltweiten Dekriminalisierung von Homosexualität wurde auf der UNO-Generalversammlung vom Vatikan und anderen Staaten der Welt noch immer stark kritisiert.
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