Einige Überlegungen über Sex in der Kirche
Sex ist nicht überall erlaubt. Aber gerade an diesen Ort ist es am aufregendsten, da sie einen besonderen Reiz ausstrahlen. Lassen Sie sich zu verbotenen Lustgefühlen an verbotenen Orten entführen …
Sex in der Kirche gehört sich nicht, doch wegen seines Verbotes ist Sex in der Kirche umso aufregender. (PhotoXpress)
Sex in der Kirche: der heilige Boden
Ich glaube, dass jeder Leser versteht, dass man keinen Sex in der Kirche hat. Das Objekt beflügelt jedoch unsere Fantasie und stellt den ersten Ort dar, über den wir nachdenken und ihn erforschen werden. Der heilige Boden bedeutete früher oft den Ort, die Umgebung eines Gegenstandes, einer Skulptur, eines Objektes. Das war ein Ort der Darbringungen, der Verehrung, der Gebete, unterschiedlich von Kultur zu Kultur. Der Tempel Salomos war einerseits der heiligste Ort auf der Erde für die Juden, andererseits ein Schlachthof und ein Markt. Überhaupt geht an heiligen Orten immer etwas Geheimnisvolles, Mystisches und Unverständliches vor. Brot wird zum Körper Jesu und Wein zu seinem Blut, die Christen später verzehren. Dionysos wurde in kleine Teile zerfetzt und aufgegessen, danach stand er als Symbol der erneuerbaren Naturkräfte von den Toten auf. An heiligen Orten passieren ungewöhnliche, grausame und geheimnisvolle Dinge. Gerade dieses Geheimnisvolle übt die meiste Anziehungskraft aus. Diejenigen, die in Energien glauben, sind der Meinung, dass diese Orte speziell ausgewählt wurden und dass die Energie dort stärker ist. Diese Energie kann beim Sex wichtig sein, besonders für die Zeugung eines Kindes. Heilige Orte umgibt eine besondere Ruhe, die jeder spüren kann.
Sex in der Kirche: das Verbot
In der Tat kenne ich kein Verbot, das die sexuelle Verhaltensweise an heiligen Orten regeln würde. Für jeden Einzelfall gibt es ein Verbot oder ein Tabu. Am verbreitetsten sind bei uns Kirchen, heilige Orte religiöser Gemeinschaften. In meiner christlichen Erziehung habe ich nie von einem ähnlichen Verbot gehört, jedenfalls nicht direkt. Da im Katholizismus Sex im Allgemeinen nicht als Spaß empfunden wird, ist es auch logisch, dass man keinen Sex in der Kirche hat, und die meisten von uns sind auch in dem Geiste erzogen worden. Aber die Frage bleibt offen, ob dadurch der heilige Ort geschändet wird, wieso man keinen Sex in Kirchen, kleinen Kapellen, Moscheen, … haben sollte. Wenn an heiligen Orten Blut fließt, Menschen sterben und geboren werden (symbolisch), Handel getrieben wird (buchstäblich), Spaß hat (auf Konzerten), wieso wiederstrebt uns der Gedanke an Sex? Beim katholischen Glauben ist die Antwort ganz einfach, weil sein Verhältnis zum Körper und der Sexualität im Grunde genommen so aufgebaut ist, dass es ein Gefühl der Sünde, des schlechten Gewissens hervorruft. Wenn wir über dieses Gefühl hinauswachsen oder ihm nicht unterlagen, dann können wir uns leichter vorstellen, Sex in einer Kirche zu haben. Weil, und das möchte ich nochmals betonen, es gesetzlich nicht verboten ist, so wie das der Fall beim Sex in der Öffentlichkeit ist. Wenn Sie allein sind, dann sind Sie allein mit dem, in was Sie glauben, mit Gott, Göttern, Energien, Außerirdischen, Engeln, Vorfahren, … Sie sind sich nur einander Rechenschaft schuldig.
Sex in der Kirche: das Erotische an heiligen Orten
Bestimmt fragen sich die Meisten, wieso sollte ich überhaupt Sex in der Kirche haben, an einem Ort, an dem ich die Gefühle der Gläubigen und Gott selbst verletzen kann, wo ich das Risiko eine Erkältung zu bekommen eingehe und ein gekreuzigter und blutender Mann von den Bildern auf mich herab sieht? Als ob es keine geeigneteren Plätze gäbe. Natürlich gibt es sie, aber auch Kirchen und andere heilige Orte sind sehr stark mit erotischer Energie aufgeladen. Es hängt dann natürlich vom Einzelnen ab, ob er diese Energie spürt oder sie ihn kalt lässt. Und man sollte schon in die Symbolik eingeführt sein, damit man mit ihr vertraut ist und eine Beziehung aufgebaut hat. Damit man auf dem kalten Kirchenboden kniet, zusammen mit Gleichaltrigen die Messe und den Religionsunterricht besucht, damit man eine Beziehung zu Maria, Jesus oder einer anderen übernatürlichen Kraft aufbauen kann. Damit man anfängt, über die Sinnlosigkeit der unbefleckten Empfängnis, Magdalenas Beziehung zu Jesus, der Hausfrau und dem Priester, der jungen Religionslehrerin nachzudenken. Damit man beim Geruch von Ruhe und Mystik der Bräuche ein Prickeln im Bauch verspürt und sich ohne Weiteres eine Orgie kreuz und quer zu Ehren Gottes, wie in den guten alten Zeiten, vorstellen kann. Damit man auf dem Beichtstuhl mit großer Freude über die eigenen sexuellen Abenteuer erzählt und sich vor Gott immer entblößt fühlt. Es heißt ja, dass uns Gott nicht nur in die Seele, sondern auch unter die Kleidung sehen kann.
Wir wissen nie, was der Priester unter seinem Kittel anhat und ob Nonnen Unterwäsche tragen. Und was ist erotischer als Sex zu Bachs Fuge? Ich wage es zu behaupten, dass unsere Beziehung zu Gott zumindest ein bisschen erotisch sein muss, andernfalls ist unser Glaube schwach. Weil Gott ein Mann ist, hat die katholische Kirche sofort die Jungfrau Maria lanciert! Und was ist erotischer als eine Jungfrau, die ein Kind zur Welt gebracht hat und weiterhin eng und unberührt geblieben ist? Ach, man muss nur seine Augen öffnen, um die Fülle an Erotik in Kirchen und an heiligen Orten im Allgemeinen zu erkennen. Der beste Sex kann nur Sex mit Gottessegen sein, den man für gewöhnlich (obwohl Gott überall ist) nur an einem heiligen Ort bekommen kann!
Und was denken Sie über Sex in der Kirche?































