Erege mich mit Wörter
Viele Paare spornen sich gerne mit verschiedenen Wörter vor und zwischen dem Sex an. Das erregt sie und gibt ihnen den Schwung. Sie nehmen die Wörter als das Aphrodisiakum,...
Die Frauen sind gewöhnlich richtige Meisterinen in unartiger Verführung mit Worten
Immer wieder zeigen die wissenschaftlichen Forschungen, dass die sexuellen Wortspiele auf verschiedene Weisen von fast 70 % der Paaren benutzt werden. Die unterscheiden sich natürlich nach Art und Weise wie sie die spezifischen Wörter gebrauchen. Einige werden mit den vulgären, andere eher mit romantischen Wörter angeregt. Einige mögen lustige Witze oder die genau bestimmten Wörter, die ihnen den Fetisch darstellen, und die anderen lieben originelle und einfallsreiche Wörter, verbunden mit ihrem Geschlechtsorgan. Die sogenannte "behaarte Sprache" wurde fachlich "erotolalie",benannt. Als erster hat sie Duncan McDougald in seinen Texten erwähnt. Er sagt, dass es hier um die Lust nach Zuhören und Gebrauchen von fleischlichen Wörter geht, was der bedeutende Aspekt der sexuellen Erregung oder Befriedigung ist.
Kleopatra, die Königin von Ägypten, soll dem römischen General Mark Antonius gerade mit Wörter den Verstand rauben.
Gerade deswegen ist es interessant, dass der bedeutender, weltbekannter Doktor Kinsey vergessen hat, diese häufig gebrauchte sexuelle Praxis, zu erwähnen. Zwar hat er die sogenannte "koprolalie" erwähnt, das heißt die sehr vulgäre Quatscherei zwischen Sex, er hat aber vergessen, dass die "erotolalie" häufiger und auf einfallsreiche Weisen zur Erregung von vielen Paaren gebraucht wird. Anders gesagt, die "koprolalie" kann jeder beherrschen aber die "erotolalie" nur die Meister der erotischen Verführung, die ihren Partner allein mit ihren Wörter zum Orgasmus bringen können. Das wichtigste ist, dass man die Wörter benutzt, die einem gefallen, die jede einzelne Person erregen, und dass es die sind, die der Partner hören will. Gerade die "erotolalie" gibt uns prächtige Möglichkeiten für verschiedene Arten der wörtlichen Erotik, die heutzutage auch bei uns ein Teil der sexuellen Praxis geworden ist.
Wenn Sie einige sehr direkte und ziemlich einfalsreich-vulgären Beispiele der "behaarter Sprache" finden wollen, lesen sie ein Teil des Buches Juliette und Justine, die der Marquis De Sade schon vor zweihundert Jahren geschrieben hat. Wegen diesem Buch war er auch im Knast eingesperrt. Die Verführung mit Wörter gefällt so den Frauen wie den Männern, und viele Paare werden durch die Jahre richtige Meister darin. Wenn wir uns die Geschichte ansehen, war schon die berühmte, fatale Cleopatra, die Königin von Ägypten diejenige, die den General Mark Antonius mit ihren Worten verzaubern haben soll. Dabei hat er sogar seine Frau Oktavia vergessen, die angeblich viel schöner und attraktiver war. Leider beherrschte sie die Kunst der "erotolalie", die dem Mark Antonius ein sehr wichtiges Teil der sexuellen Praxis war, nicht.
Es ist sehr eigenartig, dass die "erotolalie" so lange vernachlässigt wurde, und dass man ihr die richtige Bedeutung in der Sexualität verweigert hat. Sie wurde auch von den meist berühmten Sexexperten vernachlässigt. Auch der legendäre deutsche Sexologe Richard von Krafft-Ebing, erwähnte nur die "koprolalie", die erniedrigende Wörter und befehlende Sätze. Die "erotolalie" ist was ganz anderes. "erotolalie" ist immer sexy. Sie ist öfters scherzhaft und ist wahrscheinlich deswegen, für die wissenschaftlichen Diskussionen und fachlichen Artikel, nicht interessant genug. Gerade deswegen werden Sie sie in keiner sexualwissenschaftlicher Studie finden, dagegen aber sehr oft in der Belletristik und natürlich in fast schon gewöhnlichen sexuellen Praxis vieler Paare, die darin unermesslich genießen.

































