Frauenbeschneidung - eine blutige Tradition
Die Frauenbeschneidung ist ein grausames Ritual, das den Mädchen und Frauen nicht weiter als körperliche und seelische Schmerzen bringt.
Die Mädchen lassen die Beschneidung über sich ergehen, um die Ehre der Familie zu wahren.
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Die Frauenbeschneidung gehört zur berüchtigten Tradition einiger afrikanischer und arabischer Länder. Sie beansprucht den Körper der Frau, erlaubt sich, ihn körperlich zu missbrauchen und zu verstümmeln, und das alles im Namen der Tradition und der Sitten. Eine weitere Rechtfertigung für diese grausamen Taten ist die Religion, so fand die Frauenbeschneidung sogar gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz. Obwohl die Vereinten Nationen schon länger auf diese Problematik aufmerksam machen, können sie gegen die Tradition und Gutheißung der strittigen Praxis nichts machen. Auf der Strecke bleiben jedoch die Frauen, die dabei am meisten leiden.
Wie wird die Frauenbeschneidung durchgeführt?
Die Frauenbeschneidung ist äußerst unmenschlich und grausam. Die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane werden teilweise oder vollständig entfernt, dabei werden Instrumente wie Rasierklingen, Scheren, Küchenmesser oder Glasscherben benutzt, die nicht einmal steril sind. Die Instrumente werden manchmal sogar bei mehr als nur einem Mädchen verwendet. Der Eingriff wird gleich nach der Geburt oder in sehr jungen Jahren ohne jegliche Anästhesie durchgeführt. Das Leiden der Mädchen ist unvorstellbar. Es gibt drei Arten der Frauenbeschneidung. Beim ersten Typ wird die Klitoris teilweise oder vollständig entfernt, beim zweiten Typ werden die kleinen Schamlippen entfernt und beim dritten Typ wird der weibliche Körper so verstümmelt, dass nur noch eine kleine Öffnung zum Urinieren und für die Menstruation übrig bleibt. Es werden nämlich die Klitoris und die kleinen Schamlippen entfernt und die großen Schamlippen zusammengenäht. Beim Nähen werden anstatt einer chirurgischen Nadel einfach Dorne benutzt.
Die Frauenbeschneidung ist unmenschlich und grausam.
Rechtfertigung der Frauenbeschneidung
In manchen Teilen Afrikas glauben die Menschen, dass das Neugeborene Merkmale beider Geschlechter aufweist, so dass man das Geschlecht wortwörtlich ausschälen muss und so die Vorhaut vom Penis und die Klitoris von der Vagina entfernt werden muss. Wenn ein Mädchen bei der Geburt nicht beschnitten wird, muss das in der Pubertät nachgeholt werden, beim so genannten Initiationsritual. Ein solches Massaker am weiblichen Körper muss natürlich irgendwie gerechtfertigt werden. Die erwähnten Gesellschaften stützen sich dabei auf zwei kulturelle Elemente, die im Leben der Menschen eine sehr große Rolle spielen, auf Tradition und Religion. Die Frauenbeschneidung hat ihre Wurzeln in Ägypten, wo sie jedoch vor kurzem (im Jahr 2007) verboten wurde. Dieser Brauch ist keine Eigenheit der muslimischen Religion. Auch das Christentum kennt und übt ihn aus, jedoch nicht in diesem Umfang. Sie glauben, dass die Beschneidung zur Reinheit der Genitalien beiträgt und sie gut für die Gesundheit ist. Frauen sollen auf diese Weise ihre Jungfräulichkeit bewahren, fruchtbarer sein, es kommt zu keiner Promiskuität, die Geschlechtsorgane sehen ästhetischer aus und die Integration in die Gesellschaft ist nach der Beschneidung ganz einfach und normal. Weil der Eingriff in Gesellschaften, in denen meist Männer dominant sind (also patriarchalischen Gesellschaften), durchgeführt wird, darf ein weiterer latenter Grund für dessen Billigung nicht vergessen werden: mehr Genuss beim Sex für den Mann.
UNO setzt sich für ein weltweites Verbot der Frauenbeschneidung ein.
Vorspiel mit dem Messer
Viele Frauen und Mädchen sterben bei der „Operation“, weil der Schock zu groß ist und die Schmerzen zu stark. Ungeeignete chirurgische Instrumente verursachen viele Infektionen der äußeren oder sogar der inneren Genitalien. Es kann zur Blut- und Urinstauung kommen. Der Geschlechtsverkehr ist extrem schmerzhaft und das Vorspiel ist oft alles andere als angenehm, es ähnelt eher einer Schlachtung. Vor der Penetration nimmt der Mann nämlich ein Messer und schneidet das zusammengenähte Organ auf. Die Mädchen werden von ihren Familien zu alledem gezwungen, um den Respekt in der Gesellschaft zu wahren. In einer Gesellschaft, die die Mädchen ausgerechnet mit diesem Eingriff den Männern unterordnet und sie mit einem verstümmelten Körper und einem psychischen Trauma, auf das sie beim Anblick ihres nackten Körpers immer wieder erinnert werden, für immer zeichnet.
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