Glauben Sie den Mythen über Masturbation?
Masturbation ist nur was für Männer und schädlich für die Gesundheit – handelt es sich um einen Mythos oder die Wahrheit? Hier erfahren Sie mehr darüber.
Es gibt zu viele Mythen über die Masturbation, denen man einfach nicht glauben darf. (PhotoXpress)
Mehr über die Selbstbefriedigung finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
1. Mythos über Masturbation: Masturbation ist etwas, was man in seiner Jugend tut und später nicht mehr
Masturbation ist eine sexuelle Aktivität, die von Männern und Frauen praktiziert wird. Es gibt dafür keine Altersbegrenzung, obwohl viele der Meinung sind, dass das nur etwas für junge Menschen ist. Es stimmt zwar, dass Jugendliche öfter masturbieren, weil sie ihren Körper erforschen, aber der Anteil verändert sich auch mit den Jahren nicht wesentlich. Studien zeigen, dass bis in die späten Teenagerjahre 90 % der Männer und 60-80 % der Frauen masturbieren. Ähnliche Ergebnisse zeigen auch Studien über das Masturbationsverhalten bei Erwachsenen. Und ja, auch Senioren genießen die Masturbation. Eine Studie, die an 800 über 60-jährigen Personen durchgeführt wurde, zeigte, dass 46 % noch immer regelmäßig masturbieren. Eine andere Studie zeigte, dass 20 % der Senioren einmal oder sogar mehrmals pro Woche masturbieren.
2. Mythos über Masturbation: Masturbation ist für Männer und nicht für Frauen
Obwohl den Statistiken zufolge immer die Männer häufiger masturbieren als Frauen, darf man das nicht für bare Münze nehmen, weil Frauen oft nicht gerne darüber reden. Zu Unterschieden kommt es auch wegen der unterschiedlichen gesellschaftlichen Maßstäbe für Frauen. Die Überzeugung, dass Frauen nicht ihre Sexualität genießen sollten oder dürften, ist oft der Grund, dass sie sich in ihrer Jugend nicht trauen zu masturbieren bzw. überhaupt nicht masturbieren, weil sie von Schuldgefühlen geplagt werden. Zum Glück gibt es keine biologischen Begrenzungen, die festlegen würden, welches Geschlecht masturbieren darf und welches nicht, deshalb sind Schuldgefühle bei beiden Geschlechtern völlig fehl am Platz.
Na, wissen Sie, von welchem Mythos über die Masturbation hier die Rede ist? (thatscomedy.com)
3. Mythos über Masturbation: Masturbation ist nicht gut für die Gesundheit
Mythen über die negativen Folgen von Masturbation stammen noch aus ferner Vergangenheit und sind völlig falsch, was heutzutage auch von der modernen Wissenschaft bestätigt wird. Masturbation ist vollkommen unschädlich für die Gesundheit, darin ist sich die medizinische Fachwelt einig. Sogar das Gegenteil ist der Fall – tägliche Ejakulationen bei Männern verbessern die Qualität des Spermas.
4. Mythos über Masturbation: Menschen in Beziehungen masturbieren nicht
Auch noch heutzutage sind viele davon überzeugt, dass Menschen in einer Beziehung nicht masturbieren, weil ihnen der Partner für den Geschlechtsverkehr bzw. das Stillen der sexuellen Bedürfnisse zur Verfügung steht. Das können wir aber leider nicht bestätigen, weil Studien gerade ein gegenteiliges Bild zeigen. Kinsey, Playboy und das Magazins Redbook konnten z. B. herausfinden, dass im Durchschnitt ungefähr 50 % der Menschen, die in einer festen Beziehung leben, masturbieren. Masturbation in einer Beziehung ist also etwas völlig Normales und kann sogar zur besserer Sexualität verhelfen, weil man durch die Masturbation seinen Körper kennen lernt und was einem den meisten Genuss bietet.
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