Haben auch Sie homoerotische Träume?

3.05.2010 | S. K.

Homoerotische Träume sind unter Heterosexuellen keine Seltenheit. Aber das bedeutet noch nicht, dass sich die sexuellen Neigungen wirklich verändern.

 

 

Homoerotische Träume schleichen sich nicht selten in unseren Kopf. (PhotoXpress)

Homoerotische Träume schleichen sich nicht selten in unseren Kopf. (PhotoXpress)

Homoerotische Träume und der Sexualtrieb

Der Arzt Thomas Stuttaford ist davon überzeugt, dass eigentlich nur ein sehr geringer Anteil der Menschen ausschließlich homo- oder heterosexuell ist. Die Mehrheit ist eine Mischung von beiden sexuellen Neigungen. Deshalb sind homoerotische Träume eigentlich nichts Besonderes.

Generationen von Ärzten haben herausgefunden, dass homoerotische Träume dann öfter vorkommen, wenn unser Sexualtrieb abnimmt. Das geschieht nach dem 40. Lebensjahr.

Kommen wir nun zu den homoerotischen Träumen zurück. Wie schon erwähnt, kommen diese öfter vor, wenn unsere Sexlust erlischt. Ist die Abnahme der Sexlust außerdem noch mit einer passiven Sexualität verbunden, kommt es oft zu einer sog. fakultativen Homosexualität, die unsere Träume beflügelt.

Homoerotische Träume von Frauen von nebenan

Stuttaford, Arzt in einer urologischen und gynäkologischen Klinik, hat über die Verwirrung bezüglich der sexuellen Neigung gesagt: "Während meiner Arbeit in der urologischen und gynäkologischen Klinik stieß ich auf eine unerwartet hohe Anzahl von überwiegend homosexuellen Personen, die aussahen wie durchschnittliche Hausfrauen, mittleren Alters. Eine der Patientin verriet mir, dass sie oft homoerotische Träume habe. Um ihre homosexuelle Neigung zu überprüfen, entschied sie sich für Geschlechtsverkehr mit einer anderen Frau. Obwohl sie Neigungen zu beiden Geschlechtern verspürte, konnte sie den Geschlechtsakt nicht durchführen. Als beide Frauen nackt waren und sich gegenüber standen, wurde sie von der Frau abgestoßen, anstatt angezogen."

Homoerotische Träume sind kein Anzeichen für Homosexualität

Die meisten homoerotischen Träume und Träumereien bedeuten noch keine Homosexualität. Nur bei einem kleinen Anteil der Menschen mit solchen Träumen, können diese auf eine Veränderung ihrer sexuellen Neigung zeigen. Das trifft vor allem auf Personen zu, die in den 60-gern und 70-gern Jahren des vorigen Jahrhunderts aufgewachsen sind. Während der sexuellen Revolution wurde zwar viel über freie Liebe, Homosexualität und andere Tabus gesprochen, jedoch waren die Eltern, die in dieser Zeit ihre Kindern erzogen haben, besonders streng und rigide. Kinder solcher Eltern haben oft ihre homosexuellen Gefühle unterdrückt und sie mit Gewalt gegen heterosexuelle ausgetauscht.

 



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