Ich bin ein Befürworter der Prostitution!

27.11.2008 | Tadej Pačnik

Ich befürworte die These, dass der Sex mit einer Prostituierten die reinste Form von Sex ist! Der Sex mit einer Prostituierten ist der Beweis, dass ich nicht mehr sexbesessen bin, dass mich Sex nicht kontrolliert. Meinen Sie nicht auch?

 

Es wundert mich, dass die Prostitution noch immer halb illegal ist. (jlp)

Es wundert mich, dass die Prostitution noch immer halb illegal ist. (jlp)

 

Prostitution ist ein Geschäft

 

„Ich habe ein tolles Mädchen geheiratet und wir haben ein wundervolles Kind zusammen. Jetzt hat sie zugenommen, sie wiegt 80 Kilo und möchte von Abnehmen nichts hören. Wieso sollte ich mit ihr streiten, eine qualvolle Scheidung durchmachen, das Kind verletzen, wenn ich mir einfach einmal in der Woche eine Professionelle gönnen kann. Da bleibt der Wolf satt und das Lamm ganz.“

Prostitution ist ein Teil der Menschen- und Tierwelt. Ein Austausch von Diensten. Ein Geschäft. Komisch nur, dass sie noch immer ein solches Tabu, am Rande der Gesellschaft und halb illegal ist. Komisch deswegen, weil es sie schon seit Anfang der Zeit gibt, weil sie eine positive gesellschaftliche Funktion erfüllt und sie gerade die gesellschaftliche Ablehnung zum idealen Zufluchtsort für Straftaten macht. Frauen fragen sich immer: „Wie kannst du nur?“ Auch einige Männer: „Wie kannst du nur? Zu einer Prostituierten …“


Mit nicht enden wollenden roten Haaren und einem Kranz auf dem Kopf reitet sie wie eine Jungfrau auf dem Pferd. Versuchen Sie auch Ihre Frau davon zu überzeugen. (jlp)

Mit nicht enden wollenden roten Haaren und einem Kranz auf dem Kopf reitet sie wie eine Jungfrau auf dem Pferd. Versuchen Sie auch Ihre Frau davon zu überzeugen. (jlp)

 

Ohne Gefühle

 

Ohne Gefühlsbindung. Gerade das ist der Vorteil und das suchen die Männer. Wir alles wissen, dass man auch über den „normalen“ Weg – mit Verabredungen, Getränke ausgeben, Verführungen, Versprechungen – zum Sex gelangen kann. Aber da müssen wir einsehen, dass das Ganze ein Spiel ist, das auf Lügen basiert. Auch Sex für eine Nacht, der noch so gefühllos sein kann und bei dem beide „wissen“, worauf sie sich einlassen, geschieht nie ohne Gefühlsbindungen. Wenn er ohne wäre, würde er Prostitution heißen. Nur das anstelle des Geldes der Körper zur gegenseitigen Benutzung zur Verfügung gestellt wird. Ein Konsens, den es nur im Film gibt. Diese Gefühle sind ein unnützer Kram aus einer anderen Welt, einer Welt, die nicht primär männlich ist und in der sich Männer nicht wohl fühlen. Der Mann mag es lieber, wenn die Beziehungen rein bleiben. Ich dir Geld, du mir Körper. Ich werde die Spielregeln befolgen. Eine solche Beziehung ist viel reiner als das Verführen. Beim Verführen muss man sich gegenseitig gefallen, was wiederum ein Gefühl ist, dem man am anderen Morgen in die Augen sehen muss.

 

Borat stellt mit Zynismus und Parodie die Doppelmoral aller Moralprediger bloß. Auf dem Bild ist er mit zwei Freundinnen der Nacht im Rotlichtviertel von Amsterdam unterwegs. Shoppen am Wochenende. (jlp)

Borat stellt mit Zynismus und Parodie die Doppelmoral aller Moralprediger bloß. Auf dem Bild ist er mit zwei Freundinnen der Nacht im Rotlichtviertel von Amsterdam unterwegs. Shoppen am Wochenende. (jlp)

 

Sexbesessenheit

 

Prostituierte werden nicht von Menschen am Rand der Gesellschaft aufgesucht, sondern von Pragmatikern. Menschen, die auch auf eine andere Art und Weise problemlos zu Sex kommen. Jedoch haben Männer mehr Bedenken bezüglich Sex für eine Nacht mit einer unbekannten Frau als in Bezug auf Sex mit einer Prostituierten. Sobald wir an die Gefühle des anderen denken müssen, wird die Beziehung zwischen zwei menschlichen Wesen kompliziert und niemals unpersönlich. Prostitution hingegen ist die reinste Form von Shopping. Es ist Wochenende, wir wollen shoppen, besuchen wir das Einkaufszentrum. Am Montag kaufe ich Brot, am Dienstag meine Lieblingszeitschrift, am Donnerstag Sex. In zwei Raten. Ich kaufe mir eine Phantasie, was ich auch durch die Werbeanzeigen beim Kauf eines Waschmittels auch mache, nur das ich diese bei der Prostituierten auch bekomme. Ich bin entspannt, zufrieden, ich kann mich auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren. Auf die Frau, die Kinder, die Arbeit, die Freunde.

 

Prostituierte werden nicht von Menschen aufgesucht, denen Sex das wichtigste auf der Welt ist, die verrückt nach Sex sind, die sexbesessen sind. Prostituierte werden von Menschen aufgesucht, die erkannt haben, dass Sex einfach nur Sex ist, etwas, das eben erledigt werden muss, damit man leben kann. Wenn man aufhört Sex einen bestimmten Wert zuzuschreiben, wenn man sich vom Druck des Sexes löst, dann erkennt man den wahren Sinn von Prostituierten. Stimmen Sie zu? Sie sollten auf jeden Fall einen Kommentar dazu schreiben.


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