"Ich will keine vaginale Penetration!"
Was kann man dagegen unternehmen, wenn die Partnerin eine Abneigung gegen die vaginale Penetration empfindet?
Die vaginale Penetration gehört zum Sex einfach dazu. (PhotoXpress)
Abneigung gegen die vaginale Penetration
Wenn sich zwei Menschen lieben, ist der Geschlechtsakt ein sehr großer Liebesbeweis. In seltenen Fällen kann es jedoch passieren, dass die Frau eine große Abneigung gegen die vaginale Penetration empfindet, wodurch kein Geschlechtsverkehr mehr möglich ist. Es gibt verschiedene Ursachen, sowohl körperlicher als auch psychischer Natur, die eine solche Abneigung gegen die vaginale Penetration auslösen können. Im Extremfall kann das sogar zum Vaginismus führen, einer krampfhaften Kontraktion der Vaginalmuskulatur, die eine vaginale Penetration unmöglich macht. Eine Frau, die unter Vaginismus leidet, kann sich nur schwer einen Tampon einführen, gynäkologische Untersuchungen werden zur Qual und der Geschlechtsverkehr ist beinahe unmöglich, da der Penis nicht in die Vagina eindringen kann. Die Frau wird dadurch unsicher, sie wird von Schuldgefühlen geplagt und leidet unter einem Minderwertigkeitskomplex, woran sogar die Beziehung zerbrechen kann. Die Frau kann nämlich nicht verstehen, was mit ihr los ist, und kann es dadurch auch dem Partner nicht erklären. So wird die Beziehung auf eine große Bewährungsprobe gestellt, da der Partner nicht weiß, ob er völlig auf Sex verzichten muss und wie er mit der Ablehnung umgehen soll.
Was macht die vaginale Penetration unmöglich?
Die Frau muss zuerst herausfinden, wo die Ursache für ihre Abneigung gegen die vaginale Penetration liegt. Kann sie nur mit einem bestimmten Partner keinen Geschlechtsverkehr haben oder mit gar keinem Mann? Steht sie unter einem zu großem Druck, liebt sie den Partner nicht mehr, ist der Sex langweilig geworden oder spielen ihre Hormone verrückt? Wenn keine vaginale Penetration möglich ist, liegt das oft an traumatischen Erfahrungen aus der Vergangenheit, wie einer unangenehmen gynäkologischen Untersuchung, schmerzhaften Entbindung, sexuellen Belästigung oder sogar Vergewaltigung. Also an etwas, weswegen der Körper und die Psyche jegliches Eindringen verhindern und keine Zärtlichkeiten zulassen. Diese Probleme müssen jedoch nicht immer unmittelbar nach dem traumatischen Erlebnis auftreten, wodurch es noch schwieriger ist, die eigentliche Ursache zu finden.
Damit die vaginale Penetration wieder möglich ist, soll die Partnerin die Zügel übernehmen.
Was kann man tun, damit die vaginale Penetration wieder möglich ist?
Falls Sie eine Abneigung gegen die vaginale Penetration haben und den Geschlechtsverkehr nur noch als ein Muss empfinden, sollten Sie am besten eine Zeit lang völlig darauf verzichten. Besprechen Sie das mit Ihrem Partner, vertrauen Sie sich ihm an und bitten Sie ihn, dass er Sie in dieser Zeit zu nichts drängt und wartet, bis Sie den ersten Schritt machen. Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass Sie während dieser Zeit keine Zärtlichkeiten austauschen sollten. Wenn Sie dazu in der Lage sind, ist es sogar ratsam, zärtlich miteinander zu sein. Das Allerwichtigste ist jedoch, dass Sie nicht das Gefühl haben, dass aus Zärtlichkeiten mehr werden muss. Sowohl der Partner als auch Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass es erst dann zum Geschlechtsverkehr kommen wird, wenn Sie bereit dafür sind. Der Partner muss in dieser Zeit viel Verständnis aufbringen und auch viel zurückstecken können. Ein kleiner Trost ist es, dass es sonst keine Einschränkungen gibt. Sie können nämlich trotzdem alles machen, wonach Sie Lust haben – von einer erotischen Massage bis zu Oralsex. Und auch der Partner soll nur das machen, wonach Sie Lust haben. Falls Sie Bedenken haben, ob er das durchhält, sollten Sie nicht vergessen, dass die eigenen Bedürfnisse immer an erster Stelle stehen. Und wenn Sie sich selbst aufgeben, um es ihm recht zu machen, dann werden Sie nie glücklich sein. Wenn er Sie liebt, dann wird er alles dafür tun, um Ihnen zu helfen, und das schweißt Sie nur noch mehr zusammen. Wenn Sie so weit sind, klappt es bestimmt auch mit der vaginalen Penetration. Nehmen Sie sich jedoch so viel Zeit, wie Sie brauchen.
Mit der Masturbation zur vaginalen Penetration
Wenn Sie es sich fest vorgenommen haben, die Abneigung gegen die vaginale Penetration zu überwinden, dann ist die Masturbation eine mögliche Lösung für Ihr Problem. Zuerst sollten Sie sich völlig entspannen. Gönnen Sie sich ein Bad und sehen Sie sich Ihre Vagina im Spiegel an. Dann fangen Sie an, die Vagina zärtlich zu streicheln. Lassen Sie sich Zeit und dringen Sie erst dann in die Vagina ein, wenn Sie bereit dazu sind. Penetrieren Sie zuerst nur mit der Fingerspitze und dringen Sie dann langsam immer tiefer ein. Dabei drücken Sie mit der Fingerspitze auf die untere Scheidenwand. Wenn Sie merken, dass sich die Scheidenmuskulatur anspannt, spannen Sie sie bewusst noch mehr an und entspannen Sie sie wieder. So haben Sie die volle Kontrolle über Ihren Körper. Wenn Sie so weit sind, können Sie auch einen Vibrator benutzen, und falls Sie es schaffen sollten, sich völlig zu entspannen, kann Ihnen sogar der Partner behilflich sein.
Sind Sie bereit für die vaginale Penetration?
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie wieder bereit für die vaginale Penetration sind, dann sollten Sie eine solche Stellung auswählen, bei der Sie die volle Kontrolle haben. Er soll Ihnen die Zügel überlassen, damit Sie die Tiefe und das Tempo der Penetration bestimmen können. Benutzen Sie viel Gleitmittel und versuchen Sie, sich vollkommen zu entspannen. Falls die Angst jedoch zu tief in Ihrem Unterbewusstsein verwurzelt ist, dann sollten Sie unbedingt fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.































