Indische Liebeskunst - lernen Sie die Geheimnisse des Kamasutra kennen!
Was wissen Sie überhaupt über diese berühmt-berüchtigte Liebeskunst, das schon seit Jahrzehnten die Geister der Sterblichen schürt?

Die indische Liebeskunst ist eigentlich ein ziemlich langweiliger Katalog über das Verhalten unter den Geschlechtern zu allen möglichen Gelegenheiten.
Was ist eigentlich die indische Liebeskunst? Ist es Pornografie?
Indische Liebeskunst hat nichts mit Pornografie zu tun. Eigentlich handelt es sich um einen ziemlich langweiligen und schon fast peinlich genauen Katalog über das Verhalten unter den Geschlechtern zu allen möglichen Gelegenheiten. Die indische Liebeskunst gründet auf Kapiteln, die über die Heirat, die Ehe und darüber sprechen, wie die Verhaltensregeln in einem Harem aussehen oder wie man mit Liebe sein Geld verdient. Außerdem gründet die indische Liebeskunst auf (magischen) Ratschläge zur Steigerung der Libido beziehungsweise zur Verbesserung der Sexualität. Die indische Liebeskunst in Form des Buches Kamasutra ist in 36 Kapitel unterteilt und umfasst 1250 Verse. Thematisch ist die indische Liebeskunst in sieben Teile gegliedert. Im Jahr 1883 wurd das Hauptband der indischen Liebeskunst, das Kamasutra, von Richard Francis Burton und F.F. Arbuthnot übersetzt und erhielt im viktorianischen England den Ruf pornografischer Literatur, wie auch jede zweite Abhandlung über Sex bis hin zu Freuds Einführung in die Psychoanalyse.
Es herrscht die allgemeine Überzeugung vor, dass das die indische Liebeskunst eine Sammlung von pikanten Stellungen sei, aber in Wirklichkeit wird den erotischen Liebestechniken nur in einem, jedoch dem umfangreichsten der sieben Teile Aufmerksamkeit geschenkt. Außerdem ist die Bandsammlung der indischen Liebeskunst kein Lehrbuch über die sexuelle Moral, sondern ein Buch über unterschiedliche Methoden für unterschiedliche Situationen. Das Kamasutra des Vatsyayana gibt allen dieselben Ratschläge, sowohl den Männern, wie man eine fremde Frau verführt, als auch, wie die Treue der Ehefrau aufrechterhalten wird.
Vatsyayana lesen angeblich noch immer Jungfrauen, die sich auf die Ehe vorbereiten
Früher wurden die Kenntnisse der indischen Liebeskunst von einer erfahrenen an eine junge Frau weitergegeben. Neben dieser musste die Frau noch 64 andere Kenntnisse beherrschen, die unter anderem mehrere Kunstarten wie zum Beispiel das Zurechtmachen, das Bauwesen, die Schreinerei, das Fechten, Hahnenkämpfe, das Wahrsagen und das Zaubern umfassten.

Früher wurden die Kenntnisse der indischen Liebeskunst von einer erfahrenen an eine junge Frau weitergegeben.
Für die große Popularität der indischen Liebeskunst ist das Internet verantwortlich
Die indische Liebeskunst wurde nach Burton von A. Daniélou und I. Sinha ins Englische übersetzt. In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde das Kapitel über die Sexstellungen aus dieser Übersetzung durch das Internet verbreitet, was größtenteils dafür verantwortlich ist, dass das die indische Liebeskunst heutzutage als ein Katalog exotischer oder gar schon akrobatischer Sexstellungen betrachtet wird.
Wie fasst die indische Liebeskunst die Sexualität und die Erotik auf?
Männer und Frauen erleben dieselben Lustempfindungen, der Unterschied beim Verlauf des Verkehrs ist das Resultat der gegenseitigen Absprache. Beim ersten Verkehr ist die Leidenschaft des Mannes stark und die Dauer kurz, während der weitere Verkehr am selben Tag gerade umgekehrt abläuft – wie das auch bei den Frauen der Fall ist, so im Kamasutra des Vatsyayana.
„Kama bedeutet die Dinge genießen, durch alle fünf Sinne des Menschen: das Sehen, das Hören, das Riechen, das Schmecken und das Spüren, allerdings nur, wenn die Sinne vom Geist begleitet werden. Kama ist eigentlich diese besondere Lustempfindung, die man erlebt, wenn man das Objekt des Begehrens berührt." Die indische Liebeskunst lehrt uns also, dass die Erotik ein langwieriges Ritual und nicht der letzte Akt dieses Rituals ist.

Die indische Liebeskunst hat nichts mit Pornografie zu tun.
Körper und Geist schließen einander nicht aus
Indien gilt als ein sehr spirituelles Land und ist gleichzeitig für die reichste Überlieferung erotischer Fachliteratur bekannt. Für den europäischen Menschen ist das ein Widerspruch, da er den Geist vom Körper trennt. Der indische Glaube kennt diese Trennung nicht – Geist und Körper bilden ein vollkommenes Ganzes. Die indische Liebeskunst bedeutet für die Gesundheit und das Wohlbefinden das Gleiche wie die Nahrung.























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