Ist eine Penetration in die Harnröhre möglich?

29.12.2008 | Antonio B

Einige Frauen können den sog. urethralen Koitus praktizieren, was bedeutet, dass sie den Penis des Partners in ihrer Harnröhre aufnehmen und es vielleicht sogar genießen können. Lesen Sie mehr darüber!

 

Eine Penetration in die Harnröhre findet normalerweise nur wegen physischer Missbildungen der Vagina statt. (jlp)
Eine Penetration in die Harnröhre findet normalerweise nur wegen physischer Missbildungen der Vagina statt. (jlp)

 

Ein Normalsterblicher würde denken, dass so etwas nur im Zirkus möglich ist

 

Wenn Sie einen Normalsterblichen darüber ausfragen, wird er wahrscheinlich denken, dass es sich um einen Scherz oder eine Nummer einer Zirkusartistin handelt. Oder um eine extreme Pornodarstellerin, die viel Geld dafür bekommt. Die Harnröhrenöffnung ist nämlich sehr klein und eng, und allgemein ist die Vorstellung fest verankert, dass sie sich nicht viel dehnt. Aber aufgepasst, einige Frauen verbringen Wunder, die Penetration in die Harnröhre gehört für sie zu den ganz üblichen Sexualpraktiken. Zwar sind solche Frauen wirklich selten, aber allein die Information, dass so etwas überhaupt möglich ist, ist zweifellos sehr interessant und es Wert, weiter aufzupassen.

 

Weil die Harnröhrenöffnung äußerst eng ist, ist ihre Penetration für Normalsterbliche wie Science Fiction.
Weil die Harnröhrenöffnung äußerst eng ist, ist ihre Penetration für Normalsterbliche wie Science Fiction.

 

Urethraler Koitus nur wegen physischer Probleme?

Die Sexologen Joseph Zeigerman und Jan Y. Gillenter haben 1965 in einer Fachzeitschrift geschrieben, dass in der gesamten Weltliteratur lediglich 13 Fälle von urethralem Koitus vorkommen, und das auch nur wegen physischer Probleme der Geschlechtsteile. In zwei Fällen war das Jungfernhäutchen zu stark, was bedeutet, dass der Mann einfach in die Harnröhre eingedrungen ist. Die übrigen Frauen hatten eine Vaginalatresie, ein angeborenes Fehlen der Vaginalöffnung. Also hat sich weder eine Frau die unmögliche Sexualpraktik selbst gewünscht, noch haben Zeigerman und Gillenter einen Mann gefunden, der sich das von seiner Partnerin wünschen würde.

 

Die meisten Probleme verursacht ein zu hartes und zu starkes Jungfernhäutchen, das den Weg in die Vagina versperrt.
Die meisten Probleme verursacht ein zu hartes und zu starkes Jungfernhäutchen, das den Weg in die Vagina versperrt.

 

Eine Hausfrau, die nur den urethralen Koitus kennt

Da Zeigerman und Gillenter nicht so schnell aufgegeben haben, sind sie auf eine 32-jährige Hausfrau gestoßen, die wegen einer Harninkontinenz ins Krankenhaus gebracht wurde. Sie hat den Ärzten erzählt, dass sie beim Wasserlassen nicht richtig leer wird und starke Regelblutungen hat. Nachdem sie untersucht wurde, hat man festgestellt, dass ihr starkes und hartes Jungfernhäutchen die Vaginalöffnung fast ganz versperrt hat, was bedeutete, dass der Arzt mit einem Finger kaum in die Scheide eindringen konnte. Weil die Frau schon zehn Jahre glücklich verheiratet war, musste sie sich eben etwas einfallen lassen und hat deswegen ihrem Man erlaubt, in die Harnröhre zu penetrieren, wohin der Arzt problemlos zwei Finger gleichzeitig stecken konnte. Mit der Operation wurden ihre Probleme gelöst, nach einem Jahr hat sie sogar zugegeben, dass der Vaginalverkehr vollkommen zufriedenstellend ist. Zufriedenstellend? Bedeutet das etwa, dass sie die Penetration in die Harnröhre vermisst hat und ihr die Vagina nicht genug Freude beschert hat? Wer weiß, letztendlich haben auch Zeigerman und Gillenter nichts zu diesem Thema gesagt.

 

Bei einer Frau, die regelmäßig solchen Verkehr hatte, konnte der Gynäkologe problemlos zwei Finger in die Urethra stecken.
Bei einer Frau, die regelmäßig solchen Verkehr hatte, konnte der Gynäkologe problemlos zwei Finger in die Urethra stecken.

 

Hat jemand wirklich Spaß daran?

Pornofilme sind etwas anderes. Dort wird so was gemacht. Zwar selten, aber doch. Für das Geld und die gespielten Lustempfindungen. Und unter gewöhnlichen Paaren? Wird diese ungewöhnliche Sexualpraktik praktiziert? Aber nicht infolge von physischen Problemen, sondern aus Neugierde, wie es sich anfühlt und ob es vielleicht Spaß macht. Aus diem Grund sind wir der Sache weiter nachgegangen und auf ein Forum gestoßen, wo ein junger Mann berichtet, dass es sich hervorragend als Vorspiel eignet. Dass er seiner Partnerin die Urethra stimuliert und herausgefunden hat, dass sich dort die meisten Nervenendigungen befinden, weswegen sie noch mehr Lust empfindet. Und jetzt aufgepasst, einige Kommentare sprachen sehr für ihn, auch sie hätten das schon bemerkt. Andere waren entsetzt und ein bisschen skeptisch, ob der junge Mann doch nicht blufft. Am krassesten war aber die Aussage eines Users, der geschrieben hat, dass er sich gern einen Bleistift in den Penis steckt und sich selbst die Harnröhre stimuliert. Sie haben Recht, auch wir waren sprachlos.

 

 

Übersetzungen

SLO | HRV | ENG | DEU | RUS

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