Jeder Mensch hat seinen Fetisch
Solange man seine Fetische im Griff hat, bereichern diese definitiv alle Formen von Sex.
Fetische gibt es in unzähligen Formen. (PhotoXpress)
Mehr über Fetische finden Sie in unserer Enzyklopädie der Sexualität!
Was ist ein Fetisch?
Der Fetisch ist ein Gegenstand des Verlangens, wofür es keine rationale Erklärung gibt und bei der erotischen Verführung oft – gewollt oder ungewollt – eine tragende Rolle spielt. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes bezeichnet eine göttliche Gestalt mit übernatürlichen Kräften, im sexuellen Kontext hingegen wird mit dem Begriff Fetisch ein Gegenstand oder ein Körperteil bezeichnet, der sexuell erregt oder (in komplexeren Situationen) Voraussetzung für die sexuelle Erregung ist. Ein ziemlich verbreiteter und beliebter Fetisch ist z. B. das Enthaaren bzw. das Rasieren der Geschlechtsteile, was in erster Linie von der Erwachsenenindustrie popularisiert wird (im Grunde gibt es dafür sowohl kosmetische wie auch hygienische Gründe) und sich unter anderem hervorragend als Vorspiel eignet.
Wer hat die größeren Fetische?
Umfragen und Studien belegen, dass Männer bewiesen größere Fetischisten sind als Frauen. Insbesondere in sexueller Hinsicht, bei der der Fetischismus bis zu einem bestimmtem Grad als normale Erscheinung aufgefasst wird, der dem Wunsch die Form und dem Genuss die Würze gibt. Es ist allgemein bekannt, dass wir Männer öfter auf die physischen Attribute des anderen Geschlechts reagieren, während Frauen mehr Wert auf die Intelligenz, den gesellschaftlichen Umgang und das Unternehmertum legen. Egal wo und egal wann eine Umfrage über die Teile der weiblichen Anatomie, die die männliche Phantasie am meisten beschäftigen, durchgeführt wurde, die ersten drei Plätze belegten immer die Brüste, die Beine und der Hintern. Aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Kurzum, etwas, was magersüchtige Modells und uniformierte Schönheitsköniginnen als ultimative Schönheitsideale nicht aufweisen. Außerdem ist allgemein bekannt, dass die Fachwelt bis heute nicht klar belegen konnte, wieso es mehr männliche als weibliche Fetischisten gibt. Schließlich gibt es auch mehr Sammler x-beliebiger Dinge als Sammlerinnen…
Wann ist ein Fetisch nicht mehr normal?
In diesem Kontext taucht häufig die Frage auf, wo man in der Liebe zwischen zwei erwachsenen Personen eigentlich die Linie ziehen kann, die das Normale von der Perversion trennt. “Es ist schwer zu definieren, was in der Sexualität ungewöhnlich und unnatürlich ist, weil alles sehr relativ ist. Nur noch die Kirche beharrt heutzutage streng auf der Teilung zwischen normalen und nicht normalen sexuellen Praktiken. Durch den Einfluss der Kirche auf ihre Umwelt kommt es dann zu falschen Vorstellungen, was in der Sexualität unmoralisch, unnatürlich und unnormal ist. Weil der Einfluss der Kirche immer noch sehr stark ist, kann man diese veraltete Denkweise nur schwer abschütteln. Der kirchlichen Überzeugung nach ist alles unnormal, was kein Koitus im prokreativen Sinn darstellt. Gott soll dem Menschen das Wissen über die Sexualität nur aus einem Grund gegeben haben, zur Erhaltung der Gattung. Das ist Blödsinn, aber Gott ist nicht blöd. Wenn er das gewollt hätte, hätte er uns keinen Sexualtrieb, erogene Zonen und körperliche Lustempfindungen gegeben. Die Wahrheit sieht anders aus. Jeder Geschlechtsakt, bei dem beide Partner Spaß haben, ist normal“, erklärte ein anerkannter Sexologe.
Kurzum, so lange man die unvorhersehbare Kraft der Fetische im Griff hat, bereichern diese definitiv alle Formen von Sex. Nicht nur das, dank ihnen ist die Sexualität kreativer. Kompliziert wird es, wenn die unvorhersehbare Kraft der Fetische den Menschen im Griff hat. Wenn – und falls – es kompliziert wird, ist es am besten, so schnell wie mögliche fachliche Hilfe aufzusuchen.
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