Kennen Sie den Unterschied zwischen Sadismus und Masochismus?
Der Name Masochismus stammt von Chevalier de Sacher – Masoch, und tauchte etwa in der gleichen Zeitepoche auf wie der Sadismus von Marquis de Sade.
Masochismus und Sadismus gleichen sich nur in der Frage des Schmerzes. (PhotoXpress)
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Anfänge des Masochismus
Leopold Ritter von Sacher-Masoch heiratete Frauen, die er sich aufgrund ihrer dominanten und gebieterischen Art aussuchte. Als hätte er einen unversiegbaren Wunsch nach Hörigkeit und sich der Herrschsucht der Frauen beugen zu wollen gehabt. Er ging sogar so weit, dass er mit diesen Frauen Verträge abschloss, die ihn zum Sklavendasein, zum Gehorsam und zur Erfüllung all ihrer Wünsche verpflichteten und ihnen im Gegenzug für den Fall, dass er sich nicht an die Vereinbarungen hielt, erlaubten, ihn auf jegliche Art zu bestrafen. Dass die Frauen dem nicht entsagten, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden.
Wenn das körperliche und geistige Leiden eine dringende Vorraussetzung sind, um sexuellen Genuss zu verspüren, gilt dies als echter Masochismus. Vereinfacht gesagt, ist Masochismus das Gegenstück zum Sadismus. Sadismus und Masochismus gleichen sich nur in der Frage des Schmerzes.
Masochismus vs. Sadismus: 1. Akt
Ein Masochist ist ein Opfer, der auf seiner Opferrolle besteht und sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht, als eine solche Rolle zu übernehmen. Der Masochist braucht einen Partner, dem er erlauben kann, ihn zu quälen. Der Sadist andererseits nimmt sich des Opfers ohne seine Zustimmung an, und genau darin liegt die Quelle zur Stillung seiner Gelüste. Hier liegt der erste Unterschied zwischen einem Masochisten und einem Sadisten.
Masochismus vs. Sadismus: 2. Akt
Der Sadist denkt nicht einmal annähernd daran, sein Opfer sexuell befriedigen zu wollen, während sich der Masochist genau mit der Person zu lieben hofft, die ihn im Vorhinein zu quälen vermochte. In dem liegt die Art des Masochisten, seinem Quäler Dankbarkeit zeigen zu wollen.
Masochismus vs. Sadismus: 3. Akt
Dem Masochisten reicht auch, seinen Gelüsten ohne Partner nachzugehen. Er kann sich selber Strafen auferlegen (Mönche pflegen dies öfters zu praktizieren). Und letztendlich ist dem Masochisten im rechtlichen Sinn nichts vorzuwerfen, wogegen der Sadist wegen vorsätzlicher Verübung von Schlägen und Körperverletzungen anzuklagen ist, in manchen Fällen sogar der Entführung.
Falscher alltäglicher Gebrauch des Begriffs "Sadomaso"
Der Begriff Sadomasochismus wird oft falsch angewandt, wenn versucht wird Fälle zu beschreiben, in denen der Sadist den Masochisten quält oder wenn bei ein und derselben Person gleichzeitig sadistische und masochistische Tendenzen scheinen vorzukommen. Sadomasochismus wird bei der Beschreibung von erotischen Spielen gebraucht, in die sich bestimmte Partner einlassen und bei denen beide der freien Wahl des Rollentauschs nachgehen, abhängig davon, wonach es ihnen im gegebenen Moment gelüstet.
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