Lesbischer Sex in den Pornofilmen ist nicht authentisch!
Pornofilme bedeuteten nicht nur das Ende für den Heterosex und die Erotik, sondern auch für den lesbischen Sex.
In den Pornofilmen wurde der lesbische Sex den männlichen Fantasien angepasst.
Pornografie verkauft Fantasien
Heutzutage, wo die Pornografie nur einen Mausklick oder Tastendruck vom Konsumenten entfernt ist, verlieren die Nacktheit und der Sex an sich an Bedeutung. Weil es sich die Pornoindustrie zum Ziel gemacht hat, ausschließlich Fantasien zu verkaufen, gehen sowohl die Szenen als auch die körperlichen Eigenschaften der Darsteller, wie z. B. die Brust- oder Penisgröße, oft ins Extreme. Wenn Sie mal schnell durch die Pornoprogramme zappen oder auf pornografischen Internetseiten surfen, werden Sie merken, dass überall mehr oder weniger das Gleiche zu sehen ist: von gigantischen Brüsten über riesige Penisse bis zu äußerst brutalen und langweiligen Sexszenen. Man könnte sagen, dass die Pornografie manchmal sogar so weit geht, dass sie nicht mehr die Absicht hat, zu erregen, sondern nur noch zu schockieren bzw. faszinieren. In den Pornofilmen unterliegt nicht nur der Heterosex der Fantasie, sondern auch der lesbische Sex.
In den meisten lesbischen Szenen treten „Barbiepuppen“ auf, die die lesbischen Zuschauerinnen kalt lassen.
Zwei „Barbiepuppen“ haben lesbischen Sex
In den Pornofilmen tauchen in den lesbischen Szenen meistens zwei Pornodarstellerinnen auf, die den lesbischen Sex nur spielen, und zwar so, wie es die männlichen Zuschauer sehen wollen. Bei einem Erotikfilmfestival, der vor Kurzem in Amsterdam stattfand, sagte eine homosexuelle Pornodarstellerin, dass sie wirklich hofft, die Pornoindustrie würde anfangen, solche Filme zu produzieren, in denen die lesbischen Szenen wenigstens ein bisschen authentisch wirken. Szenen, in denen zwei Barbiepuppen auftreten, die einander schon fast gewaltsam befriedigen wollen, lassen die meisten homosexuellen Zuschauerinnen kalt. Der lesbische Sex in den Pornofilmen ist vor allem den männlichen Fantasien angepasst, da sowohl die Macher der Pornofilme als auch ihre Zielgruppe Männer sind.
Authentische lesbische Pornografie finden Sie in den Filmen von Maria Beatty. (jlp)
Authentischer lesbischer Sex
Mit der Pornografie für Frauen hatte sich in den achtziger Jahren Candida Royalle befasst, in den letzten Jahren gilt die Regisseurin, Produzentin und Pornodarstellerin Maria Beatty als ihre lesbische Nachfolgerin. Die meisten kennen Maria Beatty wegen ihrer Erforschung der weiblichen Sexualität und der Fetische. Ihre lesbischen Filme haben eine Erzählstruktur, sie sind sehr realistisch und höchst ästhetisch. Sie sind meistens ein Geflecht aus Expressionismus, Surrealismus und dem Film Noir. Die gleiche Ästhetik finden wir auch im Buch Sex der Popikone Madonna. Das Buch ist voll mit Fotografien der nackten Queen of Pop, die der Inbegriff von Erotik sind.

































