Macht Enthaltsamkeit vor der Ehe Sinn?
Es gibt Menschen, die Enthaltsamkeit vor der Ehe als Sünde erachten. Und wie denken Sie über die Enthaltsamkeit vor der Ehe?
Aus Gründen der Enthaltsamkeit vor der Ehe ziehen junge christliche Paare erst nach der Hochzeit zusammen. (jlp)
Keine Enthaltsamkeit vor der Ehe ist eine Sünde!
Viele, die über solch eine Art der Sicht der Dinge lachen oder sie gar überhaupt nicht beachten, sind der Meinung, dass sie wie folgt argumentiert wird: "Gott sprach, Du sollst es nicht tun, denn es ist eine Sünde!" Die Denkweise der Gläubigen ist jedoch nicht so einfach. Mit der Zeit entstand eine komplette Theorie, warum es wahrhaftig nicht gut wäre, vor der Ehe geschlechtlich zu verkehren. Diese Theorie lehnt sich an die Worte Gottes nicht an. Die christliche Erziehung begann auf den negativen Folgen von Sex in der Jugend und vor der Ehe zu gründen. Die folgenden Ausgangspunkte werden hervorgehoben:
- Keine Schwangerschaftsverhütung ist nicht 100 % wirksam
- Durch Sex können Krankheiten übertragen werden
- Negative Einwirkungen auf die menschliche Psyche
Die ersten beiden Ausgangspunkte sind eindeutig. Den dritten zu argumentieren, ist jedoch um einiges komplizierter. Es gibt mehrere negative Einwirkungen. Sex ist eng mit der Psyche des Menschen verbunden. Wenn jemand nicht bereit dafür ist oder wenn man Sex mit der falschen Person hat, dann hinterlässt dieses lang währende Folgen. Die Selbstwahrnehmung solcher Menschen und der Bezug zum eigenen Körper (Verbraucherware) werden beansprucht. Auf der anderen Seite wird Sex als Ergänzung einer festen Beziehung betrachtet und die Fürsprecher des Nicht-vor-der-Ehe-Gedankens glauben fest daran, dass zu früher Sex die Entfaltung einer Beziehung auf den richtigen Grundlagen (Achtung, Treue, Vertrauen, sich gemeinsam Entwickeln, u. Ä.) hindert. Dem fügen sich noch die Verpflichtung zur nuklearen Familie mit beiden Elternteilen zu. Paare sollten erst dann Sex haben, wenn ihre Beziehung stabil ist und sie auch für ein Kind entsprechend Sorgen können. Sex schadet der Gesundheit, wenn er nicht auf Liebe, gegenseitigem Vertrauen und einer festen Beziehung gründet – das ist die Basis der christlichen Sicht bezüglich Sex und sexueller Erziehung.
Sex vor der Ehe oder Sex zum Vergnügen – Sünde! So schreibt es die christliche Glaubenslehre vor. (jlp)
Enthaltsamkeit vor der Ehe ist eine Sünde!!
Die Gegenseite bietet eine einfache Antwort und stützt sich dabei auf Folgendes: Sex ist ein menschliches Bedürfnis und diesem Bedürfnis nicht nachzugehen, schadet der Psyche. Darum ist Enthaltsamkeit sinnlos und kann sich dabei auch noch negativ auf die Beziehung auswirken. Die Thesen stehen also im Widerspruch zueinander. Die Einen sagen, dass sich Sex negativ auf die Psyche auswirkt, wenn es nicht mit Liebe verbunden ist. Die Anderen sagen, dass sexuelle Enthaltsamkeit die Psyche beansprucht. Die Ersten stellen Liebe als Bedingung, die Anderen dagegen Wissen (Kinder müssen entsprechend sexuell erzogen und über Verhütungsmethoden aufgeklärt werden). Beide Seiten werfen einander naturwidrige Denkweisen vor. Die Liberalen sagen, dass es wider die Natur sei, keinen Sex zu haben, und die Konservativen vertreten den Standpunkt, dass Verhütung wider die Natur sei. Sollten Sie sich in ein Internetforum einloggen, dann werden Sie auf zahlreiche Debatten bezüglich dieses Themas stoßen. Trotz vieler Worte haben diese jedoch keinen wirklichen Einfluss auf die Entscheidungen Einzelner. Jeder glaubt Recht zu haben und die Argumente scheinen zu verpuffen.
Wie kann Enthaltsamkeit vor der Ehe eine Sünde sein? (jlp)
Enthaltsamkeit vor der Ehe: JA oder NEIN?!?
Zwei Thesen:
- Sex schadet der Psyche, wenn er nicht auf Liebe, gegenseitigem Vertrauen und einer festen Beziehung gründet
- Sex ist ein menschliches Bedürfnis und diesem Bedürfnis nicht nachzugehen schadet unserer Psyche sowie wirkt sich auch auf die Beständigkeit und die Dauer der Beziehung aus.
Schließen wir diese beiden Thesen zusammen, so gelangen wir zu folgender Behauptung. Sex kann den Menschen mentale Schäden zufügen. Eine äußerst unangenehme These. Dahinter steht jedoch eine interessante Wendung. Es geht um den Bezug zum Körper. Traditionelldenkende glauben, dass einen Menschen seine Seele und sein Körper ausmachen. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass wir im Zuge des falschen Umgangs mit unserem Körper unsere Seele beflecken könnten. Das klingt ähnlich als ob man sagen würde, dass durch Verzehrung von unreinem Essen auch unsere Seele unrein würde, was auf eine gewisse Weise dem Gedankengut der Juden oder der Muslimen entspricht. So Denkende erachten den Körper als sündig in seinem Fundament. Die Liberalen sprechen darüber, dass unser Seelenleben keine Macht und keine Kontrolle über unseren Körper haben kann, und stützen sich dabei vorwiegend auf die Psychoanalyse. Isst du nicht, dann stirbst du. Hast du keinen Sex, dann wirst du wahnsinnig. Gegen seinen eigenen Körper kann man nicht ankämpfen. Der Körper ist in seinem Mark gefährlich und unkontrollierbar. Beide Seiten vertreten eine negative Sicht im Bezug auf den Begriff des Körpers und damit auch im Bezug auf seine grundlegenden Bedürfnisse, wie das Bedürfnis nach Sex. Es wäre schon längst ein der Zeit, dass wir diese grundnegative Sicht in Bezug auf den menschlichen Körper, die überall in der Gesellschaft in den verschiedensten Formen zum Vorschein kommt, endlich ablegen. Man sollte auf den eigenen Körper hören und einen positiven Bezug zu ihm aufbauen.

































