Nymphomanie: Über Frauen, die nie genug haben

6.03.2012 | Izabela M

Sind Sie sicher, dass Sie schon alles über Nymphomaninnen wissen? Würden Sie die Symptome erkennen? Würden Sie die Sucht erkennen?

 

 

Nymphomanie

Schon in der Antike war man der Überzeugung, dass es sich bei Nymphomanie um etwas handelt, das Frauen total verrückt macht. (PhotoXpress)

 

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Nymphomanie wird als übertriebenes Verlangen nach ständigem Geschlechtsverkehr definiert. Der Begriff wird ausschließlich für Frauen gebraucht. Er wird vom griechischen Wort, das wörtlich übersetzt „weiblicher Wahnsinn“ bedeutet, abgeleitet. Es handelt sich also nahezu um einen Krankheitszustand, bei dem die Frau ein konstantes Bedürfnis nach sexueller Befriedigung verspürt, oder anders ausgedrückt, mit dem Begriff Nymphomanie werden Frauen beschrieben, die verrückt und sogar süchtig nach Sex sind. Der äquivalente Ausdruck für diesen Zustand bei Männern heißt Satyriasis.

Wie erkennt man Nymphomanie?

Man sagt, dass Nymphomaninnen besondere Wesen sind. Aber wie unterscheidet man zwischen einer Frau, die an Nymphomanie leidet, und einer, die gern Sex hat, aber danach nicht süchtig ist? Ganz einfach. Man könnte sagen, dass eine Frau, die Sex liebt, mit dem Gedanken an Sex einschläft und damit auch wieder aufwacht. Eine Nymphomanin wacht mit dem Sex auf und schläft mit dem Sex ein. Eine Nymphomanin kann eine langjährige und tiefe Beziehung nicht eingehen, außer sie findet einen Partner, der ihr alle Wünsche, die alles andere als einfach sind, erfüllen kann. Die sexuelle Befriedigung ist ihr Leitsatz, der sich auf die übrigen Lebensbereiche auch negativ auswirken kann. Z. B. wird das Erleben von tiefen Gefühlen in den Schatten gestellt, der Sex wird unpersönlich, trotz der vielen Orgasmen kann der Sex langweilig und unbefriedigend werden. Frauen, die an Nymphomanie leiden, sind hypersexuell und impulsiv, ihre Lieblingsbeschäftigungen sind Sex und Masturbation.

Ist Nymphomanie unter den Pornostars Alltag?

Auf keinen Fall. Die Porno-Industrie serviert den Zuschauern eine Frau, die sexuell unersättlich ist und sich keiner Anspielung auf Sex widersetzen kann. Bestimmt denken auch viele Männer beim Wort "Nymphomanie" sofort an die lüsterne Jenna Jameson, aber die Sache ist nicht im Geringsten so einfach. Man muss die Darstellerin von einer echten Nymphomanin unterscheiden. Die Frauen in den Filmen spielen die Nymphomaninnen nur für die Kamera und den Filmstreifen, während echte Nymphomaninnen mit der Nymphomanie Tag ein Tag aus leben. Es kann sein, dass sich auch in der Porno-Industrie echte Nymphomaninnen finden, jedoch bleiben die Hauptbeweggründe, um in dieses Geschäft einzusteigen, das Geld und die Hoffnung auf Ruhm, aber keinesfalls der Wunsch nach Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse. In Pornofilmen bekommen wir nur selten dieses echte Lustgefühl und die sexuelle Befriedigung, also das, was für Nymphomaninnen das wichtigste ist, im Gesicht der Frau zu sehen.

Haben Männer die Nymphomanie erfunden?

Man ist der Überzeugung, dass der Begriff „Nymphomanie“ von den Männern erfunden wurde, und zwar aus einem einzigen Grund: um ihr Ego zu schützen. Männer mit einem großen sexuellen Bedürfnis gelten als leidenschaftlich und genießen den Ruf guter Liebhaber, während Frauen mit einem stärkeren sexuellen Verlangen als das des Durchschnittsmannes bedrohlich und fast schon unbegreiflich wirken und können somit als nymphomanisch oder sogar als promiskuitiv abgestempelt werden. Diese Handlungsweise ist häufig für Männer mit Erektionsstörungen typisch. Um ihr Schamgefühl und ihre Angst zu verstecken, greifen sie ohne Bedenken auf Wörter wie "Nymphomanie" zurück, mit denen sie ihre Partnerin, die sich Sex wünscht, bezeichnen.

Wenn Nymphomanie keinen Spaß mehr macht

Das Oxford English Dictionary (ein englisches Wörterbuch) bezeichnet die Nymphomanie als "eine weibliche Krankheit, die von einem morbiden und unkontrollierbaren Verlangen nach Sex begleitet wird". Wenn wir diese Definition so stehen lassen, können wir davon ausgehen, dass Nymphomanie, wie alle anderen Krankheiten, auch ihre negativen Seiten hat. Wenn Nymphomanie zu unkontrollierbarem und ungeschütztem Sex mit Unbekannten und Promiskuität führt, können die Folgen verhängnisvoll sein. Was die psychischen Folgen angeht, zeigen sie sich in Form von emotionaler Stumpfheit bzw. Unfähigkeit Liebesgefühle auszudrücken, da sie von irrationaler und unbändiger sexueller Begierde überwältigt werden. Zudem besteht bei Nymphomanie die Gefahr, dass der Geschlechtsverkehr trotz konstanter Orgasmen langweilig wird und die Wünsche immer größer. Das Ganze hört sich wie eine richtige Sucht an. Es kann auch zu manischen Zuständen, übertriebenem Bedürfnis nach männlicher Zuneigung und emotionaler Angespanntheit kommen.

Wer hat ein übertriebenes Verlangen nach Sex?

Was genau übertriebenes Verlangen nach Sex bedeutet, kann nur laienhaft und unpräzise definiert werden. Um zu wissen, wann das Verlangen nach Sex übertrieben ist, muss zuerst festgestellt werden, wann es überhaupt normal ist. Aber versuchen wir es. Wie uns allen bewusst ist, kann nach der Anfangsphase eines jungen Paares, das fortwährend wilden und sprühenden Sex hat, der Geschlechtsverkehr seltener werden. Könnte man also den Anfang einer Beziehung als nymphomanisch bezeichnen und die restliche Zeit als normal? Aber was ist mit einem Paar, das nach so vielen Jahren noch immer zweimal täglich Sex hat? Zeugt dieses Paar von Nymphomanie? Eine Frau, die gern zehnmal am tag Sex mit unterschiedlichen Männern hätte, um ihre sexuellen Bedürfnisse zu stillen, könnte als Nymphomanin bezeichnet werden. Aber was ist mit einer Prostituierten, die zehnmal täglich sexuellen Kontakt mit ihren Kunden hat?

Zum Schluss nur noch ein Satz von Samantha aus der Serie Sex and the City: „Weil ich meine Slips immer bei meinen Lovern vergesse und keinen von ihnen wiedersehe, habe ich aufgehört, Unterwäsche zu tragen, da sie mich ein Vormögen kostet.“

 

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