Rasur im Intimbereich - ja oder nein?
Glatt wie ein Babypopo, ein schmaler Streifen, ein kleiner Busch oder behaart wie ein Tier? Über die Vor- und Nachteile der Rasur im Intimbereich
Die Gründe für eine Rasur im Intimbereich können ästhetischer, hygienischer oder hedonistischer Natur sein. (PhotoXpress)
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Rasur im Intimbereich aus ästhetischen Gründen
Die Rasur im Intimbereich hat in den meisten Fällen ästhetische Gründe - die Frauen in Pornos sind immer glatt rasiert, was als allgemeines Schönheitsideal aufgenommen wurde. Wenn jemand das natürliche Aussehen einer erwachsenen Frau bevorzugt, wird dieser schon als ein Hippie-Liebhaber gebrandmarkt. Das Ganze ist sogar so weit ausgeartet, dass Mütter in verschiedenen Foren ihre Erfahrungen in Bezug auf die Rasur im Intimbereich die ihre eigenen zwölfjährigen Tochter bei sich vornahmen austauschen – nicht selten helfen sie ihren Töchtern sogar dabei, da sie befürchten, die Altersgenossinnen könnten sie auslachen.
Während früher die jungen Mädchen glücklich darüber waren, endlich in die Welt der Erwachsenen einzutreten, was buschiges Schamhaar auch zweifellos bestätigte, versuchen sie heutzutage nach dem Vorbild der Mutter, die das Lolita-Ideal für sich entdeckte, den Eintritt ins Erwachsensein zu vermeiden und zwar dank der Rasur im Intimbereich.
Rasur im Intimbereich für Männer?
Auch Männer rasieren sich (gerne) im Intimbereich, und das nicht nur der Frau zuliebe. Die Gründe gegen eine Rasur im Intimbereich gelten heutzutage als Bedenkgründe eines echten Mannes:
a) ein echter Mann lehnt nämlich eine Rasur im Intimbereich deswegen ab, da die Körperbehaarung von seiner Männlichkeit zeugt;
b) ein echter Mann lehnt eine Rasur im Intimbereich auch deswegen ab, da er seine Männlichkeit dadurch um zwei Zentimeter größer erscheinen lässt.
Und wenn sie im Umkleideraum von anderen Männern ausgelacht werden, können sie noch immer sagen: "Wieso glotzt du eigentlich auf meinen Stengel?"
Hygiene hängt vom Waschen und nicht von der Rasur im Intimbereich ab
Der zweite Grund gegen die Rasur im Intimbereich bei Männern liegt in der Überzeugung, dass es so hygienischer wäre. Dabei spielt lediglich die Überzeugung eine Rolle, dass der Geruch des Intimbereichs intensiver ist, wenn Schamhaare vorhanden sind. Die Hygiene ist jedoch nicht davon abhängig, ob man eine Rasur im Intimbereich vorgenommen habe oder nicht, sondern vom Waschen. Wenn die Intimbehaarung schon eine Rolle spielt, dann um den unmittelbaren Kontakt zwischen der Unterwäsche und der empfindlichen Haut zu vermeiden, was auch nicht so unwichtig ist, wenn man die zahlreichen oder zumindest die unbekannten Chemikalien bzw. potenziellen Allergene bedenkt, die im Stoff enthalten sind (Waschmittel, Weichspüler). Außerdem ermöglicht die Intimbehaarung, dass sich die Ausscheidungen der Haut nicht über die Haut verteilen und somit einen Schutz bietet. Wenn sie überhaupt keine Funktion hätte, wäre sie von der Evolution schon längst eliminiert worden.
Davon abgesehen hat der Geruch noch eine weitere Funktion bei der mithilfe zur Hygiene – beim Waschen also. Das wären dann wohl die Pheromone, die durch das Schamhaar eher zum Ausdruck kommen.
Rasur im Intimbereich wegen Genusssteigerung?
Für die Rasur im Intimbereich gibt es aber auch einen objektiveren Grund: um den sexuellen Genuss zu steigern, vor allem beim Oralverkehr, und dass sowohl für diejenige Person, die eine Rasur im Intimbereich vornimmt, als auch für den Sexualpartner. Einerseits ist das unmittelbare Gefühl auf der Haut intensiver, andererseits hat man den Mund nicht voller Haare.
Aber auch diese Vorliebe hat ihren Gegenpol. Versuchen Sie Ihre Stirn etwas zu massieren. Und nun massieren Sie Ihre Kopfhaut. Die Empfindungen sind für gewöhnlich auf der Kopfhaut intensiver, da die Haare die Vibrationen tiefer in die Haut übertragen. Etwas Ähnliches ist auch bei der Intimbehaarung der Fall, die zumindest heutzutage um einiges weniger angepriesen wird als das Haar auf dem Kopf.
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